Prince (†): Sein Leben: Skurril, schrill, erfolgreich

Mit "Purple Rain" ging er in die die Musik-Geschichte ein: Nun ist Prince tot. So vielfältig wie seine Kunst war auch sein Leben

Auf dem Jahr 2016 scheint ein Fluch zu liegen: Mit dem US-amerikanischen Superstar Prince ist ein weiterer großer Name der Musikwelt von uns gegangen. Prince Rogers Nelson - so sein bürgerlicher Name - ist am Donnerstagmorgen (21. April) im Alter von nur 57 Jahren gestorben. Mit seinem Tod verliert die Musik-Branche ein großes Allround-Talent. Die Körpergröße von 1,58 Meter spielte dabei keine Rolle.

Sänger, Komponist, Songwriter, Musikproduzent und Multiinstrumentalist - die Berufsbezeichnungen, die sich Prince Zeit seines Lebens auf die Fahne schreiben konnte, sind so vielfältig wie der Künstler selbst. Am 7. Juli 1958 in Minnesota geboren, zeigte sich schon in Kindheitstagen die große Begabung. Mit 17 Jahren flattern die ersten Verträge der Musikstudios durch den Briefkasten - aus seinem Elternhaus ist Prince da längst ausgezogen.

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Zwei Jahre später zieht er einen unglaublichen Deal mit Warner Bros an Land. Die Produktionsfirma bietet dem 19-jährigen Prince einen 180.000-Dollar-Vertrag an, sowie völlig künstlerische Freiheit bei der Gestaltung seines Debüt-Albums "For You". Der Erstling erscheint im April 1978 - der kommerzielle Erfolg in den USA bleibt jedoch aus.

Internationaler Durchbruch

Doch bereits das zweite Album mit dem schlichten Titel "Prince" leitet die erfolgreiche Karriere ein. Der internationale Durchbruch verdankt der Mann mit dem androgynen Erscheinungsbild schließlich MTV: Als der Musiksender Prince' Single "1999" vom 1982 veröffentlichten, gleichnamigen Doppelalbum ins Programm nimmt, kennt man seinen Namen plötzlich auf der ganzen Welt - die ersten Top-Ten-Platzierungen inklusive.

"Purple Rain" erscheint 1984 und macht Prince zu einem absoluten Weltstar. Das Album belegt 24 Wochen lang ununterbrochen Platz eins der US-Albumcharts, gewinnt zwei Grammys. Und damit nicht genug: Der gleichnamige Musikfilm, in dem Prince höchstpersönlich die Hauptrolle spielt, gewinnt 1985 den Oscar für die beste Filmmusik.

Wahnsinnige Bühnenpräsenz

Die Zahl seiner verkauften Tonträger wird auf 100 Millionen geschätzt. Zu verdanken hat er das wohl nicht nur seinem musikalischen Talent, sondern auch seiner unglaublichen Bühnenpräsenz, die die Musiklegende James Brown einmal so beschrieb: "Er wackelt rum wie Little Richard und möchte doch gerne so sein wie ich. Aber ich habe mich auf der Bühne niemals so vulgär aufgeführt."

Prince selbst sah sich jedoch so: "Ich bin wie jeder andere Mensch - ich brauche Liebe und Wasser." Liebe fand der große Künstler bei zwei Frauen: Mit der 15 Jahre jüngeren Tänzerin Mayte Jannell Garcia war er von 1996 bis 1998 verheiratet. Diese erste Ehe, die nicht nur geschieden, sondern sogar annulliert wurde, war nicht gerade vom Glück beschienen: 2014 gab Garcia in einem Interview bekannt, während der Ehe mit Prince "unglücklicherweise zwei Babys" verloren zu haben.

Kein Glück in der Liebe

Nach dieser glücklosen Heirat versuchte Prince im Jahr 2001 auf Hawaii nochmals sein Glück und heiratete die Kanadierin Manuela Testolini, die als Angestellte in seinem Unternehmen Paisley Park Studio beschäftigt war. 2006 reichte Prince' zweite Ehefrau die Scheidung ein.

Doch so schwer er es im Privaten gehabt haben mag, desto leichter fiel es ihm andere von seinem musikalischen Können zu überzeugen: "Prince ist dynamisch, Prince ist genial, Prince ist Musik", sagte Stephen G. Hill, Präsident der BET-Gesellschaft, die den Künstler im Jahr 2010 mit dem BET Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet hatte.

Prince (†)

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