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Philipp Mickenbecker Todkranker YouTuber unternimmt "Abschiedsreise" mit seinen Freunden

Philipp Mickenbecker
Philipp Mickenbecker
© instagram.com/the_real_life_guys
Schon zum dritten Mal muss sich YouTuber Philipp Mickenbecker der tückischen Krankheit Krebs stellen. Für eine unbeschwerte Zeit mit Freunden entschied er sich vor einigen Wochen zu einer Reise nach Island, die für alle etwas ganz Besonderes werden sollte.

Philipp Mickenbecker, 23, ist todkrank. Er hat Krebs - und das nun schon zum dritten Mal. Unterkriegen lassen will er sich davon aber nicht. Im Gegenteil. Zwar gibt es keine Chance auf Heilung, das bedeutet aber nicht, dass man die Zeit, die einem noch bleibt, nicht genießen könnte. Nein, man sollte es sogar, da ist sich der YouTuber sicher. Und so machte er sich vor einigen Wochen auf nach Island. Mit dabei seine besten Freunde. "Was würdest du machen, wenn ein Arzt dir nur noch zwei Wochen zu leben gibt? Ich habe mich dazu entscheiden mit meinen Freunden nach Island zu fahren", schreibt der 23-Jährige bei Instagram.

Philipp Mickenbecker lebt das Leben in vollen Zügen

Wie lange ihm noch bleibt, weiß Philipp Mickenbecker nicht, wohl aber weiß er seine letzten Monate zu nutzen. Ende August zieht es ihn und 14 Freunde nach Island zu "einem ganz besonderen Abenteuer". In einem Oldtimer-Bus fahren die Freunde durch das Land, um sich von dessen Schönheit begeistern zu lassen. Sie sehen Polarlichter, Wasserfälle und die einzigartige Natur Islands, aber es ist etwas ganz anderes, das Philipp dankbar macht: "Auch wenn Island wunderschön ist, war für mich die Landschaft nicht das schönste, sondern Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, denen ich mich nicht verstellen musste, schwach sein konnte, stark sein konnte und auch weinen konnte." 

Gesundheitlich ging es ihm während der Reise teilweise sehr schlecht, zeitweise konnte Philipp nicht einmal mehr alleine aufstehen, erinnert sich sein Zwillingsbruder Johannes in der Sendung "Nachtcafé": "Dann habe ich natürlich erstmal gedacht: 'Okay, es sieht nicht gut aus.' Und es war für mich dann schon der Gedanke, dass es jetzt wahrscheinlich mehr oder weniger der Abschied ist." Philipp bestätigt seinen Bruder: "Das war auch mein Gedanke, als ich die Reise gestartet habe, dass es eventuell auch eine Abschiedsreise ist."

Glaube gibt ihm Kraft

Was dem 23-Jährigen Mut und Kraft schenkt, ist sein Glaube. So schlecht die Prognose für ihn auch ist, Philipp weiß, "dass mein Gott größer ist als jede Krankheit". Die vielen Rückschläge, die das Leben bereits für ihn bereithielt, haben seinen Glauben nur gefestigt: "Jesus hat das letzte Wort und den besten Plan. Das habe ich nicht nur auf dieser Reise erlebt. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit und liebt dich und mich bedingungslos. Er hält mein Leben in seiner Hand und auch deins. Deswegen mache ich mir keine Sorgen und habe keine Angst vor morgen. Ich werde nicht dann sterben, wann es mir ein Arzt sagt, ich werde dann sterben, wann er es will, und dann wird es der richtige Zeitpunkt sein." Trotzdem glaubt er nicht an Wunder, sieht seine Überlebenschancen realistisch: "Trotzdem klammer ich mich jetzt nicht an Wunder. Ich konnte mich mit dem Gedanken anfreunden, früher zu gehen. Auch im Rückblick auf mein Leben, ich hatte ja ein sehr erfülltes, bewegtes Leben."

Verwendete Quelle: Instagram, Nachtcafé

abl Gala

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