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Peyton Manning Der geheime Sexskandal des Superbowl-Stars

Peyton Manning
Peyton Manning
© Getty Images
Kaum ist der erste Jubel über seinen Super-Bowl-Sieg vorbei, sieht sich Football-Star Peyton Manning mit einem dunklen Kapitel seiner Vergangenheit konfrontiert: Es geht um seine Unizeit, eine Physiotherapeutin und seine Hoden

Es ist ein Fleck auf der weißen Weste von Peyton Manning, US-Footballspieler und seit knapp zwei Wochen zweifacher Gewinner eines Superbowl-Endspiels. Als er mit den "Denver Broncos" am 2. Februar die begehrteste Trophäe Amerikas holte, war er der strahlenden Held des Landes. Disney lud ihn und seine Familie zum Disneylandausflug ein, er ließ sich zwischen Micky und Minnie mit seinen Kindern ablichten - ein Vorzeigesportler.

Aktuelle Klage gegen die Universität von Tennessee

So sehen ihn die Fans gerne: Peyton Manning als Quarterback mit Überblick, hier im Superbowl-Endspiel gegen die Carolina Panthers
So sehen ihn die Fans gerne: Peyton Manning als Quarterback mit Überblick, hier im Superbowl-Endspiel gegen die Carolina Panthers
© Getty Images

Wirklich? Ein eigentlich altbekanntes, aber dann auch schon wieder in Vergessenheit geratenes Ereignis aus seiner College-Vergangenheit kratzt gerade ganz schön an Mannings Ruf als Saubermann. Denn Manning ist einer von zehn Sportlern, die in einer Klage auftauchen, die sechs frühere Studentinnen der Universität von Tennessee, an der Manning ebenfalls studierte, eingereicht haben. Darin werfen sie der Uni eine "Atmosphäre sexueller Bedrohung" auf dem Campus vor und prangern an, dass insbesondere vielversprechenden Sportlern unter ihren Studenten übergriffig werden durften, ohne dass die Unileitung eingeschritten sei. Manning gehört zu den Athleten, denen eine sexuelle Nötigung vorgeworfen wird.

Aufs Gesicht der Trainerin gesetzt

Im Februar 1996 soll der Footballer, der damals 19 Jahre alt war, vor seiner Physiotherapeutin und Trainerin Dr. Jamie Naughtright absichtlich seine Shorts heruntergezogen und sich mit seinem Hintern und seinen Hoden auf Naughtrights Gesicht gesetzt haben, als diese hinter ihm kauerte und eine Fußverletzung untersuchte. Manning bestritt den Vorwurf und behauptete, er habe nur gegenüber einem Teamkollegen blankziehen wollen und Naughtright sei zufällig in der Nähe gewesen. Eine gewisse Feindseligkeit zwischen den beiden soll auf einen anderen Vorfall zwei Jahre zuvor zurückgehen, zu dem Informationen aber in den gerichtlichen Auseinandersetzungen unter Verschluss gehalten wurden.

Naughtright informierte die Uni, wurde angewiesen, nicht die Polizei zu informieren oder einen anderen, weniger wichtigen Spieler zu beschuldigen. Nachdem Manning sie aber weiter provoziert habe und öffentlich schlecht über sie geredet habe ("vulgäres Mundwerk, hässlich trotz großer Brüste, viele Männerbekanntschaften mit schwarzen Männern) verklagte die Trainerin laut "sportingnews.com" den Footballer.

Die Uni zahlte ein Schweigegeld

Mit der Uni, die die Sache am liebsten unauffällig aus der Welt schaffen wollte, schloss Naughtright 1978 einen Aufhebungsvertrag und erhielt 300.000 Dollar. Dafür sollte sie über den Vorfall in Zukunft schweigen, heißt es. Doch ganz aus der Welt schaffen lässt sich eine Geschichte, zu der zwei Prozesse geführt wurden und die in einem Buch verarbeitet wurde, dann doch nie. Und so erwischt es Peyton Manning so kurz nach seinem großen Sieg besonders hart, wenn eine große Publikation wie die "New York Daily News" ausgiebig über den Fall von 1996 berichtet.

Denn an einer Stelle ist der 39-Jährige, der im Sport alles erreicht hat, verletzlich: Ob er in seinem Alter noch eine weitere Saison spielen wird, ist noch unklar. Seine Haupteinnahmen stammen ohnehin aus seinen Werbeverträgen: Er wirbt für alles von Pizza bis hin zu Versicherungen. Und er wartet auf seinen Platz in der "Hall of Fame" des Footballs.

So zeigt Manning sich gerne: mit der Familie beim Disneyland-Besuch, zu dem die Superbowl-Helden traditionell vom Disney-Konzern eingeladen werden.
So zeigt Manning sich gerne: mit der Familie beim Disneyland-Besuch, zu dem die Superbowl-Helden traditionell vom Disney-Konzern eingeladen werden.
© Getty Images

Doch ein Sexskandal steht niemandem gut, nicht einmal einem zweifachen Gewinner der Super Bowl. Manning und sein Management äußern sich derzeit nicht, schreibt "Foxsports.com".

cfu / Gala

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