Peter O'Toole: Tod mit 81 Jahren

Mit "Lawrence von Arabien" wurde Peter O'Toole weltberühmt, 2003 bekam er den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Nun erlag die Hollywood-Legende einer langjährigen Krankheit

Strahlend blaue Augen, braun gebrannte Haut und ein blonder Haarschopf: Mit dem Film "Lawrence von Arabien" wurde Peter O'Toole zu einem der größten Kino-Stars der 60er-Jahre. Am Samstag (14. Dezember) erlag der Schauspieler im Alter von 81 Jahren seiner langjährigen Krankheit. Er starb in einem Krankenhaus in London im Kreise seiner Familie, wie seine Agentur mitteilte.
Mit der Titelrolle in David Leans Wüstenepos bekam der gebürtige Ire 1963 seine erste Oscar-Nominierung als Hauptdarsteller und wurde international bekannt. Weitere sieben Oscar-Nominierungen folgten, unter anderem für seine Rolle als König Heinrich II. in "Becket" oder seine Darstellung eines alkoholkranken Filmschauspielers in "Ein Draufgänger in New York". Doch nie gewann er die begehrte Trophäe.

Meryl Streep verleiht Peter O'Toole 2003 den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.

Erst 2003 wurde er im Alter von 70 Jahren mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Den wollte er zuerst gar nicht annehmen. In einem Brief wandte er sich empört an die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences", in welchem er mitteilte, dass er noch im Spiel sei und immer noch daran glaubte, einmal einen Oscar als Hauptdarsteller zu gewinnen. Trotzdem bekam er am 23. März 2003 den Ehrenpreis aus den Händen von Meryl Streep überreicht.
2006 wurde er im Alter von 74 Jahren mit der Tragikomödie "Venus" tatsächlich noch einmal für einen Oscar nominiert. Doch auch dieses Mal wurde es nichts mit dem Preis. Damit hält O'Toole den Rekord für die meisten Nominierungen in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller", ohne je einen Preis bekommen zu haben. Insgesamt spielte O' Toole in mehr als 50 Kinofilmen mit, außerdem stand er bereits in Stücken wie "Hamlet" auf der Theaterbühne. Zuletzt wirkte er vor allem in historischen Produktionen wie "Die Tudors" oder "Katherina von Alexandria" mit.

Kurz von seinem 80. Geburtstag im Jahre 2012 gab er bekannt, sich aus dem Film- und Theatergeschäft zurück zu ziehen. "Die Leidenschaft dafür hat mich verlassen und wird nicht mehr wiederkommen", verriet er damals dem Magazin "People". Der Ausnahme-Schauspieler hinterlässt seine beiden Töchter Kate und Pat aus der zwanzigjährigen Ehe mit der walisischen Schauspielerin Sian Phillips und seinen Sohn Lorcan aus einer Beziehung mit dem US-amerikanischen Model Karen Brown. Der irische Präsident Michael D. Higgins würdigte die schauspielerischen Leistungen des verstorbenen Filmstars: "Er war einer der Giganten des Films und des Theaters". Auch der britische Premierminister James Cameron drückte seine Betroffenheit über den Tod des Schauspielers aus: "Seine Performence in meinem Lieblingsfilm 'Lawrence von Arabien' war beeindruckend."

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