Peter Lohmeyer: Langeweile muss sein

Um wieder neue Kraft tanken zu können, muss Schauspieler Peter Lohmeyer sich zwischendurch langweilen.

Peter Lohmeyer (50) kritisierte die Schnelllebigkeit der heutigen Gesellschaft und betonte, dass man zwischendurch einfach auch mal "loslassen" muss.

Der Schauspieler ('Das Wunder von Bern') machte einst den Spruch 'Es ist besser, sein Leben zu verbrennen als es zu verschwenden' populär. In einem Interview mit 'stern.de' verriet er nun, was dieser Spruch, der nach wie vor sehr wichtig für ihn ist, genau bedeutet: "Für ein bestimmtes Projekt zu brennen oder Musik zu machen muss sein … Aber gleichzeitig liebe ich es auch, dazwischen Zeit zu haben, um mich langweilen zu können. Mit 50 bin ich jetzt so weit, beziehungsweise habe ich schon vor ein paar Jahren damit angefangen, dass ich versuche, mich zu entschleunigen. Heutzutage geht ja alles immer schneller. Ich habe den Eindruck, ich habe nur die Kraft zu brennen, und da ist es egal, ob man 50 oder 30 ist, wenn ich zwischendurch komplett loslassen kann."

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©Gala

Die so genannte Beschleunigung sei in unserer heutigen Gesellschaft ein generelles Problem: "Das verhindert Kommunikation, Trauer, Nachdenken und Zuhören."

Aktuell entschleunigt der Filmstar am liebsten mit seinem neuen Hobby - dem Klavierspielen. "Mit 50 habe ich jetzt die Hälfte meines Lebens um. Ich bin aber nicht gewillt, jetzt zu denken, alles sei zu Ende, sondern man kann mit der Erfahrung, die man jetzt hat, noch ganz viele neue Sachen angreifen. Zum Beispiel was ganz Banales: Ich habe mir zu meinem Fünfzigsten von meiner Frau ein Klavier schenken lassen, weil ich's mir gewünscht habe. Daran sitze ich jetzt täglich und übe", verriet Peter Lohmeyer.

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