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Paula Beer + Tom Schilling "Wir waren ein gutes Ehepaar"

Paule Beer + Tom Schilling 
Paule Beer + Tom Schilling 
© Getty Images
Paula Beer und Tom Schilling kämpfen in "Werk ohne Autor" für die Liebe. Ein GALA-Interview über Nacktszenen, Teamwork und schwermütige Filme 

Sie gehören zu Deutschlands besten Schauspielern. In Florian Henckel von Donnersmarcks Künstler-Epos "Werk ohne Autor" spielen Tom Schilling ("Oh Boy") und Paula Beer ("Bad Banks") ein Liebespaar, das sich über den Widerstand des Vaters und Schwiegervaters hinwegsetzt. Die beiden finden immer wieder zueinander – und Tom Schilling als Maler Kurt Barnert, angelehnt an den großen deutschen Maler Gerhard Richter, zu seiner Kunst. Wie die beiden den Dreh erlebt haben, erzählen sie in GALA. 

GALA: Sie spielen als Kurt und Ellie viele intensive Nacktszenen. Wie war das für Sie?

Schönes Duo: Paula Beer und Tom Schilling bei der Deutschland-Premiere von "Werk ohne Autor" in Berlin 
Schönes Duo: Paula Beer und Tom Schilling bei der Deutschland-Premiere von "Werk ohne Autor" in Berlin 
© Action Press

Tom Schilling: Als Schauspieler muss man halt irgendwann ins kalte Wasser springen und ein Stück weit intim werden und sich fallen lassen. Wir haben das ein bisschen geübt im Hotelzimmer. (lacht) 

Paula Beer: Am Ende war das wie eine Tanz-Choreografie, weil man wissen muss, wie es für die Kamera gut aussieht und womit wir uns wohlfühlen. Es war nicht anders als eine andere Szene, die man erst proben muss. Irgendwann wird dann halt vor der Kamera losgespielt. 

GALA: Was bewundern Sie jeweils am anderen? 

Schilling: Müssen wir uns jetzt vollschleimen? Ich finde, dass Paula eine der besten Schauspielerinnen Deutschlands ist. Damit ist eigentlich alles gesagt. Wir hatten eine großartige Zeit. Du hast mich ziemlich unterstützt bei dem Film, ich weiß nicht, ob du so in deiner Rolle drin warst oder ob ich das nur in dich hineingelesen habe. 

Beer: Wir waren ein gutes Team. 

Schilling: Ein extrem gutes Team! Wenn ich Paula gesehen habe und wir eine Szene zusammen gespielt haben, wusste ich, es wird alles gut. 

Beer: Wir waren ein gutes Ehepaar für die Zeit. 

GALA: Ihnen beiden haftet etwas Schwermütiges an. Wieso? 

Im Film verliebt sich der junge Maler Kurt (Tom Schilling) in die Modestudentin Elisabeth (Paula Beer). Ihr Vater, ein ehemaliger SS-Arzt, ist gegen die Verbindung 
Im Film verliebt sich der junge Maler Kurt (Tom Schilling) in die Modestudentin Elisabeth (Paula Beer). Ihr Vater, ein ehemaliger SS-Arzt, ist gegen die Verbindung 
© PR

Schilling: Sagen Sie es uns! 

Beer: Das ist schwer zu sagen, weil es uns ja gar nicht so vorkommt. Das ist eher das, was andere in uns und unseren Filmen sehen. 

Schilling: Vielleicht täuscht es wirklich, weil wir so oft in schwierigen Stoffen mitspielen. 

Beer: Genau. Wenn man einmal in so was gesehen wird, denken alle: Die können das. Vielleicht machen wir zu viele schwermütige Filme. 

Schilling: Vielleicht verwechselt man es auch mit einer Tiefe. Ich habe kürzlich festgestellt, dass ich so selten Komödien spiele, weil es einfach keine guten gibt. Oder die, die gedreht werden, finde ich nicht so lustig. Und was gibt es Schlimmeres, als in einer Komödie mitzuspielen, die nicht lustig ist? Aber ich lache total gern, auch im Film. Paula und ich haben wahnsinnig viel gelacht.

Gala

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