Paul Walker: Der Hype um ihn ist ungebrochen

Zum fünften Mal jährt sich der Todestag von Paul Walker bereits. Der Hype um den verunglückten "Fast & Furious"-Star ist nach wie vor groß.

Paul Walker starb am 30. November 2013 im Alter von 40 Jahren

Den 30. November 2013 werden die Familie, Freunde und Fans von Schauspieler Paul Walker (1973-2013) wohl nie vergessen. An diesem letzten Novembertag vor fünf Jahren ist der 40-Jährige bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Vor seinem Tod war Walker durchaus beliebt, vor allem dank seiner Paraderolle als Ex-Cop Brian O'Conner in der "Fast & Furious"-Reihe. Der große Durchbruch blieb aber aus. Durch seinen überraschenden wie tragischen Tod ist allerdings ein regelrechter Hype um ihn entstanden, der bis heute anhält. Ein Phänomen, durch das der Schauspieler unvergessen bleibt.

Privat wie nie in "Ich war Paul Walker"

Zuletzt sorgte die rührende Doku "Ich war Paul Walker" für Schlagzeilen. Darin wird das Leben des gebürtigen Kaliforniers von seiner Kindheit bis zu seinem Todestag aufgerollt. Eine mehr als emotionale Zeitreise. Es gibt private Fotos und Videoaufnahmen aus seiner Kindheit und Jugend zu sehen, seine Eltern, Geschwister sowie Jugendfreunde und prominente Wegbegleiter kommen zu Wort und geben lustige wie traurige Anekdoten zum Besten. Co-Star Tyrese Gibson (39, "2 Fast 2 Furious") sagt zum Beispiel über Walker: "Seine Umarmungen waren die besten".

Die Doku gibt seinen Fans einen ganz privaten Blick, auf den Menschen Paul Walker, abseits des Blitzlichtgewitters, dem er entflieht, wann immer er kann. Walker ist hin- und hergerissen zwischen seinem Beruf als Schauspieler und der Maschinerie Hollywoods. Seine Leidenschaft sind der Ozean und die Natur, er liebt (natürlich) schnelle Autos und das Surfen. Mit seiner Organisation Reach Out Worldwide hat er zudem Opfer von Naturkatastrophen unterstützt. Er ist selbst in die Krisengebiete gefahren und hat mit angepackt. Ein Macher eben, kein Dampfplauderer, was einen großen Teil seines Charmes ausmacht.

Eine Rolle verändert sein Leben

In seiner relativ kurzen Karriere hat Paul Walker in etlichen Produktionen mitgewirkt. Er ist bereits als Kind und Teenager in Werbespots und TV-Rollen zu sehen. In "Pleasantville - Zu schön, um wahr zu sein" (1998) spielt er schließlich an der Seite von Reese Witherspoon und Tobey Maguire. Es folgen das Football-Drama "Varsity Blues" (1999) und der Thriller "The Skulls - Alle Macht der Welt" (2000) ehe er im Jahr 2001 zum ersten Mal in "The Fast and the Furious" in seine Paraderolle als Brian O'Conner schlüpft.

Nach dem zweiten Teil im Jahr 2003 müssen Fans jedoch bis 2009 auf Nachschub warten. Der nach dem wenig erfolgreichen dritten Teil für totgeglaubte Actionreihe wird mit der Rückkehr der Original-Stars neues Leben eingehaucht. "Fast & Furious 7", der letzte Teil mit Walker, nimmt weltweit über 1,5 Milliarden US-Dollar (über 1,3 Milliarden Euro) ein. Der Streifen steht derzeit auf Platz sieben der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Der Hype um die Actionfilme heizt auch den Hype um den Schauspieler an, dessen Tod an Dramatik wohl kaum zu übertreffen ist. So brutal aus dem Leben gerissen zu werden, noch dazu bei etwas, in dem man eigentlich gut war, ist der Albtraum aller Menschen und befeuert den Mythos um Walkers Person zusätzlich. Seine anderen Filme, wie zum Beispiel "Into the Blue" (2005) mit Jessica Alba, "Takers - The Final Job" (2010) oder "Brick Mansions" (2014) kommen an diesen Erfolg nicht einmal ansatzweise heran.

Die Erinnerung bleibt

In "Ich war Paul Walker" wird zudem unterstrichen, wie wichtig Paul Walker seine Familie war. Allen voran Tochter Meadow, die mittlerweile 20 Jahre alt ist. Im Teenageralter ist sie zu ihm gezogen. Am Morgen des 30. Novembers haben sie noch zusammen gefrühstückt. Das Vatersein war die wichtigste Rolle seines Lebens. Walkers Schwester sagt in der Doku: "Wir lieben dich, wir vermissen dich und das wird immer so bleiben". So geht es wohl auch seinen Fans und seinen Promi-Freunden. Zu Walkers Geburtstag im September veröffentlichte Vin Diesel (51, "Fast & Furious 8") ein Schwarz-Weiß-Foto auf seinem Instagram-Account.

Darauf ist er mit Walker zu sehen. Er schreibt dazu: "Es ist fünf Jahre her, seit wir deinen letzten Geburtstag gefeiert haben... Es vergeht kein Tag... Immer." Diesel hat gar seine Tochter Pauline genannt, in Andenken an den Verstorbenen. Die "Fast & Furious"-Reihe steht trotz einiger Querelen nach dem achten Teil für Familie, Zusammenhalt und Liebe. Diese Verbundenheit - beruflich wie privat - fasziniert Fans auf der ganzen Welt. Sie sehen sich als Teil dieser Familie, vereint in Trauer. Die Erinnerung bleibt. Und Paul Walker wird für immer unvergessen bleiben.

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