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Paris Jackson Für sie lebt Dad weiter

Starkult um den eigenen Vater: Drei Jahre nach Michaels Tod gibt sich Paris Jackson als oberster Fan. Ob ihr das guttut?

Diese Party werden sie nie vergessen.

Drei Jahre nachdem Michael Jackson an einer Überdosis Medikamente in Los Angeles starb, feierten die 80 000 Bewohner von Gary im US-Bundesstaat Indiana den 54. Geburtstag ihres berühmtesten Sohns - mit Gedenkgottesdienst, Baseballspiel, Konzert und Filmvorführung. Mittendrin als Ehrengäste: seine Kinder Prince, 15, Paris, 14, und Blanket, 10. Und fast ist es wirklich wie eine Geburtstagsfeier. Im "Beat It"-T-Shirt mit Michael-Jackson-Aufdruck schüttelt Paris zahlreiche Hände, lacht, spricht mit Fans. Als sie vor Carlo Riley, einem Michael-Jackson-Imitator steht, der dem toten Sänger erschreckend ähnlich sieht, umarmt sie ihn, beide machen das Victory-Zeichen. "Ich mag dein Outfit", sagt die Teenagerin fröhlich.

Über das Netzwerk Twitter gibt die erst 14-jährige Paris Einblicke in ihr Seelenleben. An Michael Jacksons 54. Geburtstag postet
Über das Netzwerk Twitter gibt die erst 14-jährige Paris Einblicke in ihr Seelenleben. An Michael Jacksons 54. Geburtstag postete sie ein Foto von sich neben einem Bild ihres Vaters. Die Collage zu Ehren des 2009 verstorbenen Sängers über ihrem Bett veröffentlichte sie ebenfalls.
© twitter.com/parisjackson

Trauer ja - aber: "Wir haben uns in den vergangenen Jahren daran gewöhnt. Herzukommen, das alte Haus unseres Vaters zu sehen und all die Fans, die da sind, das ist so süß", erklärte Paris. Und: Sie wolle, dass man sich an ihren Vater erinnert "als einen der tollsten und nettesten Menschen aller Zeiten". Das ist zu ihrer Mission geworden. "Happy birthday, I love you, Daddy", schreibt sie am selben Tag auf ihrem Twitter-Account und veröffentlicht ein Bild, das sie lächelnd neben einem Foto ihres verstorbenen Vaters zeigt.

Hat sie den Verlust überhaupt verarbeitet? "Für Paris ist es schwierig, mit dem Tod ihres Vaters abzuschließen, weil die Welt nicht damit abschließt", sagt die renommierte US-Kinderpsychologin Vicki Panaccione zu "Gala". "Michael Jackson ist eine Ikone, überall sieht man sein Bild, hört seine Musik." Sich mit seinen Fans zu umgeben sei wahrscheinlich "tröstlich" für Paris, so die Therapeutin. "Sie ist in einem Alter, in dem man anfängt herauszufinden, wer man ist. Paris definiert sich offenbar darüber, ihren Vater zu idealisieren. Zu wem soll sie auch sonst aufblicken?" Eine berechtigte Frage. Das Sorgerecht für die Kinder teilen sich derzeit Oma Katherine und Cousin Tito Joe - ansonsten sind die Familienverhältnisse bei den Jacksons wie immer: chaotisch ... Stefanie Richter, Anna-Barbara Tietz

gala.de

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