Papst Benedikt XVI: Der Papst tritt zurück

Papst Benedikt XVI. gab bekannt, dass er sein Amt in wenigen Wochen niederlegen wird. Als Grund für seine Entscheidung nannte er sein fortgeschrittenes Alter

Papst Benedikt XVI

Überraschender Rücktritt: Papst Benedikt XVI. wird am 28. Februar sein Amt aufgeben. Das meldete der Vatikan am Montagvormittag (11. Februar). "Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben", sagte der 85-Jährige. Und weiter: "Ich gehe zum Wohl der Kirche".

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa laut "spiegel.de" berichtet, teilte Josef Ratzinger seinen Rücktritt während einer Ratssitzung zur Heiligsprechung der Märtyrer von Otranto mit.

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Sein Entschluss kam unverhofft: "Wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel", sagte Kardinaldekan Angelo Sodano zu der Nachricht.

Benedikts Rücktritt ist eine Seltenheit in der Kirchengeschichte. Vor ihm gab bisher nur Coelestin V. sein Pontifikat ab. Er war im Jahr 1294 fünf Monate lang im Amt.

Zwar wird ein Papst auf Lebenszeit gewählt, laut Kirchenrecht ist ein freiwilliger Rücktritt dennoch möglich. "Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, dass der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, dass er von irgendwem angenommen wird", heißt es.

Papst Benedikt XVI. war im April 2005 als Nachfolger des verstorbenen Johannes Paul II. zum 265. Papst gewählt worden.

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