Pandora Delevingne: "Cara hat sehr gelitten"

Schön, reich, traurig: Die Mutter von Top-Model Cara spricht erstmals über den Schatten, der über ihrer Familie liegt

Pandora Delevingne mit ihren Töchtern Poppy und Cara

Eigentlich hat sie alles. Drei wunderschöne Töchter – die beiden Models Cara, 23, und Poppy, 30, sowie Chloe, 32, eine promovierte Biomedizinerin. Außerdem einen erfolgreichen Ehemann, zwei süße Enkel von ihrer Ältesten und ein edles Townhouse in Pimlico im Herzen von London. Ihre Mutter war Hofdame von Prinzessin Margaret, der Schwester der Queen. Pandora Delevingne gehört mit ihrer Familie zur englischen High Society. Die besten Voraussetzungen für ein Leben ohne Sorgen.

Die Wahrheit sieht anders aus

"Seit ich denken kann, fühle ich diesen Schmerz in mir", sagt die 56-Jährige jetzt in einem exklusiven Interview. "Ich erlebe immer wieder riesige Höhen und niederschmetternd Tiefen." Die Diagnose "Bipolare Störung" erhielt sie allerdings erst mit dreißig. Da hatte sie bereits zehn Jahre lang versucht, den Schmerz mit Heroin zu dämpfen. In den Achtzigern war Pandora Delevingne ein gefragtes Model, wie heute ihre Töchter. Und ein It-Girl, das keine Party ausließ.

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So haben die Kinder gelitten

"Ich habe mich nie gut benommen. Das brachte mir viele Probleme ein." Unter ihrer Drogenabhängigkeit und den Depressionen litten vor allem die Kinder, die phasenweise allein bei Vater Charles Hamar Delevingne aufwuchsen, einem renommierten Immobilienunternehmer. Mama war dann wieder mal im Hospital oder in der Rehab.

Besonders die Jüngste "hatte es nie leicht mit mir, sie hat sehr gelitten". Die Depressionen und die Sucht lösten bei Cara Panikattacken aus. Als Teenager dachte sie sogar an Suizid. Und die Angst, dass ihre Mutter einen Rückfall erleiden könnte, wird immer bleiben. "Ich lebe von einem Tag zum anderen", sagt Pandora Delevingne. Während des Gesprächs raucht sie Kette und trinkt reihenweise Energy-Drinks. Immer noch habe sie "Abgründe zu überwinden". Typisch sei dieser Vorfall: "Ich lag in einem Raum auf einer Matratze, beobachtete die Glühbirne über mir und wollte einfach nur sterben." Es falle ihr schwer, die Verzweiflung in Worte zu fassen, die sie in solchen Momenten verspüre, aber für ihr Buch "Shadows On My Wall" habe sie das versucht. Einen Verleger hat sie bisher nicht gefunden.

Die Ursachen

Ihre Depressionen begründet Pandora Delevingne mit der tragischen Geschichte ihres Bruders: Rupert litt an zerebraler Kinderlähmung. Er wurde nur 25 Jahre alt, starb im Jahr 2000. "Er hatte ein furchtbares Leben", glaubt sie. "Warum er, warum nicht ich?", habe sie sich immer wieder gefragt und Schuldgefühle entwickelt, weil sie im Vergleich zu ihm körperlich ja relativ gesund war.

Ihre Familie unterstützt sie

Seit fast 35 Jahren steht Ehemann Charles, heute 66, Pandora bei. Auch ihre Töchter lieben und verehren sie. Cara, die sie zärtlich "meine Kleine" nennt, ließ sich sogar den Schriftzug "Pandora" auf den Oberarm tätowieren. Poppy versichert: "Mum ist der tapferste Mensch, den ich kenne." Es ist die Familie, die Pandora bisher aus tiefen Tälern zu neuen Höhen führte. "Mein Mann und meine Mädchen haben mich immer unterstützt und versucht mich zu verstehen." Viel mehr braucht man nicht zum Glücklichsein. Eigentlich.

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