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Otto Waalkes Er spricht über seine Lebenskrise

Otto Waalkes
© Action Press
Er ist Comedian, Quatschmacher, lustiger Ottifanten-Erfinder - Otto Waalkes kennt man eigentlich nur lachend, doch nun stimmte der Scherzkeks ungewohnt traurige Töne an

Ulknudel Otto Waalkes, 69, macht eigentlich ständig Witze und ist immer zu Scherzen aufgelegt. Den Komiker mal in ernster Stimmung zu erleben - eine Seltenheit. 

Traurige Worte von Otto Waalkes

Am 14. Mai veröffentlicht Otto seine Biografie "Kleinhirn an alle" und spricht darin auch über seine größte Lebenskrise. "Die Trennung von meiner Frau Manou 1992 war mein persönlicher Tiefpunkt", erklärte er dazu im Gespräch mit "Bild" und erläuterte: "Es fiel mir schwer zu begreifen, dass man mich nicht mehr mögen konnte." Das Liebes-Aus traf ihn und brachte sein Leben komplett aus den Fugen.

"Ich hatte Angst"

Verlustangst um seinen Sohn spielte auch mit ein. "Ich hatte Angst davor, mit Manou auch Benjamin, unseren fünfjährigen Sohn, zu verlieren", gestand Waalkes. "Alle Sicherheiten waren ja auf einmal weg: Ich zweifelte an meiner Ausstrahlung, bei der Arbeit war ich unkonzentriert, plötzlich kamen so viele verstörende Gedanken dazwischen."

"Ich kenne den Vorgeschmack auf die Hölle"

Es ging mit dem Komiker "ganz tief in den Keller". Die Trennung von seiner Frau konnte er einfach nicht verdauen und flüchtete sich darin, sich teure Dinge anzuschaffen. "Als Erstes habe ich mir einen Porsche gekauft, bin gefahren, bis die Felgen rauchten", erinnerte sich Otto und erklärte, völlig Fremden sein Leid zu klagen. "Ich stand schwermütig am Ufer der Alster, bin ins Ausland geflohen, habe Party gemacht. Es brachte alles nichts. Der eigene Kopf mit den trüben Gedanken ist ja überall dabei." Anderthalb Jahre dauerte es, bis er akzeptiert hatte, dass es mit Manou wirklich vorbei ist.

lsc Gala


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