Was abseits der Kameras passiert: Alarmstufe Rot bei den Oscars 2019

Die Verleihung der begehrten Academy Awards bringt nicht nur für die Prominenten Anspannung und Aufregung mit sich. Es ist das größte Event der Filmindustrie und bedarf einer präzisen Sicherheitsplanung, der sich auch die Stars beugen müssen

Bei der Oscarverleihung herrscht oberstes Sicherheitsgebot. 

Wenn sich am 24. Februar 2019 die Größten der Liga im Dolby Theater in Los Angeles einfinden werden, wird nichts dem Zufall überlassen. Hollywood erstrahlt während der Oscar-Verleihung nicht nur vor Glanz und Glamour. Über die Stadt spannt sich ein unsichtbares Sicherheitsnetz. GALA ist vor Ort und gibt Einblicke in den ausgeklügelten Oscar-Securityplan, der gerade für die Stars des Abends ziemlich unbequem werden kann.

Die Prominenz muss stundenlang warten

Berühmtheiten wie Lady Gaga, Bradley Cooper und Julia Roberts werden auf dem Weg zur Verleihung rund eineinhalb Stunden in ihren Limousinen hinter den getönten Scheiben festsitzen, bis sie endlich das Dolby-Theater am berühmten Hollywood Boulevard erreichen. Der Grund: Es gilt die höchste Sicherheitsstufe bei den Oscars. Ein ganzes Theater voller Weltstars und ein weltweites Millionenpublikum live an den Bildschirmen – das könnten Extremisten als perfektes Ziel für einen Terroranschlag sehen. Darum müssen sich sogar die Stars selbst einer langwierigen Sicherheitsprozedur unterziehen. „Better safe than sorry“, lautet die Parole der Sicherheitsexperten.

Dieter Bohlen + Sarah Lombardi

Sie haben eine ganz besondere Verbindung

Dieter Bohlen und Sarah Lombardi
Für die neue Staffel von "Das Supertalent" bekommt Dieter Bohlen Unterstützung von einem ganz besonderen Schützling: Sarah Lombardi wird ab September neben dem Poptitan in der Jury sitzen.
©Gala

Weltstars werden auf Sprengstoff kontrolliert 

Bevor die Stars endlich auf den berühmten Red Carpet bei den Oscars treten dürfen, durchleuchten Spezialeinheiten die Limousinen der Promis ganz genau. Speziell ausgebildete Polizeihunde sollen Sprengstoff aufspüren. Agenten durchsuchen den Innenraum der Fahrzeuge, klappen die Sitze um, öffnen die Motorhaube und untersuchen mit Spiegeln sogar die Unterseite der Autos. Öffnet sich dann endlich die Limousinen-Tür,  werden die Gäste zunächst in ein weißes, nicht sehr glamouröses Zelt geführt. Denn auch die Stars, ihre Begleitung, Pressesprecher und Assistenten müssen sich einer ausgiebigen Sicherheitskontrolle unterziehen - ähnlich der, die man vom Flughafen kennt. Einladungen und Ausweise werden kontrolliert, ebenso die Handtaschen. 

Die Oscarverleihung ist ein Security-Albtraum

Nach dem 9-11-Anschlag wird in den USA bei Großveranstaltungen nicht mehr an Sicherheitsvorkehrungen gespart. So nehmen das FBI und die CIA die Gästeliste und den Veranstaltungsort schon Wochen vor Events wie der Oscar-Verleihung genau unter die Lupe. Man will sicher gehen, dass sich keine Kriminellen in die Veranstaltung einschmuggeln können. Jeder einzelne Name - auch die der akkreditierten Journalisten, Mitarbeiter des Theaters, Köche, Kellner und sogar die Security-Mitarbeiter selbst - wird mit polizeilichen Datenbanken abgeglichen.
Vier der 56 Außenstellen des FBI und 28 der 400 nationalen Satellitenbüros befinden sich in Kalifornien. Entsprechend umfangreich ist das Sicherheits-Team bei den Oscars aufgestellt. Im Veranstaltungsgebäude selbst wird eine Security-Firma für zusätzliche Sicherheit sorgen. Wenn die Stars nach der Verleihung vom Theater in den benachbarten Ballsaal zum „Governors Empfang“ gehen, müssen sie erneut einen Körperscanner passieren.

Oscar-Menü 2019 enthüllt

Das schlemmen die Stars in der Award-Nacht

Wolfgang Puck präsentiert das Oscar-Menü

Das Sicherheits-Team sperrt bereits eine Woche vor der berühmten Preisvergabe alle anliegenden Straßen zum Dolby-Theater ab, verlegt den öffentlichen Verkehr und dreht jeden Stein auf dem Gelände zweimal um. Dazu gehört auch die Inspektion des Untergrundes. Einsatzkommandos seilen sich in die Kanalisation ab und durchlaufen das Abwassersystem mit Polizeihunden. Im Anschluss werden die Schachtdeckel versiegelt und unzugänglich gemacht. Undercover-Beamte halten sich verdeckt im Stadtteil Hollywood auf: Jederzeit einsatzbereit, um einen reibungslosen Ablauf der 91. Academy Awards zu garantieren.

Scharfschützen agieren unsichtbar in der Award-Nacht

Die stellvertretende Leiterin des Police Departments erklärt die Oscars als bestens überwacht: „Das Bombenkommando, die Luftüberwachung durch Helikopter und die Hundetruppen werden den Einsatz unterstützen.“ Rund 500 Beamte werden in diesem Jahr vor dem Dolby Theater wieder für Sicherheit sorgen, während weitere Sondereinheiten auf den Dächern der umliegenden Gebäude positioniert sind: Scharfschützen, die in den Abendstunden fast unsichtbar werden. Das große Ziel der Sicherheitsexperten: Die Star sollen sich und ihre Oscars in Ruhe und vor allem in absoluter Sicherheit feiern können.

Oscars

Die Oscar-Debüts der Stars

2018  Jordan Peele gewinnt mit seinem Regiedebüt "Get Out" in der Kategorie "Bestes Originaldrehbuch" die begehrte Oscar-Trophäe. Sein Film hat ein Einspielergebnis von mehr als 100 Millionen US-Dollar erreicht. Damit ist Peele der erste afroamerikanische Regisseur und Drehbuchautor, der bei den Academy Awards einen Goldjungen mit nach Hause nehmen kann. 
In ihrer Rolle in "Hidden Figures" beeindruckte Janelle Monae Kritiker und Fans. Ihre Kleiderwahl bei den Oscars fällt nicht ganz so überzeugend aus.  Die Robe von Elie Saab nimmt Anleihen im Zeitalter Marie Antoinettes, kombiniert das ganze mit Transparenz, Applikationen und Glitzerfransen. Klarer Fall von weniger ist mehr. 
Alicia Vikander ist sichtlich gerührt: Für ihre Rolle in "The Danish Girl" wird sie als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.
Annemarie Carpendale bei den Oscars 2016

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