Oscar Pistorius: Hochemotionaler Prozess

Oscar Pistorius muss sich derzeit vor Gericht für die Tötung seiner damaligen Freundin Reeva Steenkamp verantworten. Die ersten Zeugenaussagen belasten ihn schwer, doch sein Anwalt schlägt zurück. Unterstützung soll der Sportler auch von einer neuen Frau an seiner Seite bekommen

Oscar Pistorius im Gerichtssaal

Der Prozess gegen Oscar Pistorius ist bereits jetzt, am zweiten Verhandlungstag, hochemotional: Erst verwarnte Richterin Thokozile Masipa die Medien scharf, weil diese Fotos einer Zeugin gegen deren Willen verbreitet hatten. Später nahm Pistorius' Verteidiger Barry Roux eine Zeugin so hart ins Kreuzverhör, dass diese anfing zu weinen. Auch die direkt an der Bluttat beteiligten Personen wurden laut "bild.de" von ihren Emotionen überwältigt: Der Angeklagte Oscar Pistorius zeigte sich insgesamt sehr bedrückt im Gerichtssaal, während der Ausführungen seines Anwalts brach er zusammen. June Steenkamp, die Mutter des Opfers Reeva Steenkamp, kämpfte immer wieder mit den Tränen.

Oscar Pistorius steht seit Montag (3. März) in Pretoria vor Gericht. Dem Sprinter wird vorgeworfen, er habe in der Nacht zum 14. Februar 2013 seine damalige Freundin Reeva Steenkamp erschossen, offiziell ist er wegen "vorsätzlicher Tötung" angeklagt. Der 27-Jährige plädierte am ersten Prozesstag auf "nicht schuldig". Sein Anwalt Barry Roux führte aus, Pistorius habe das Model für einen Einbrecher gehalten und sich nur verteidigen wollen. Der Tod des Models sei ein tragisches Versehen.

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Zeugenaussagen belasten den Sportler, der trotz seiner beidseitigen Beinamputation 2012 bei den Olympischen Spielen gegen nicht versehrte Athleten angetreten war, schwer. Seine Nachbarin Michelle Burger sagte laut einem Bericht von "spiegel.de" am ersten Verhandlungstag aus, sie habe gegen drei Uhr nachts vier Schüsse gehört, dazwischen Schreie einer Frau. "Die Ereignisse dieses Abends sind extrem traumatisierend für mich. Die Angst in der Stimme dieser Frau ist schwierig vor Gericht zu beschreiben. Ich habe die Panik in der Stimme dieser Frau gehört", führte sie weiter aus.

Barry Roux nahm die Zeugin, die etwa 180 Meter von Pistorius' Haus entfernt wohnt, ins Kreuzverhör - über vier Stunden lang. Dabei behauptete er zunächst, dass die Schreie von Pistorius selbst stammten, nachdem er entdeckt hatte, dass es seine Freundin war, die er erschossen hatte. Außerdem argumentierte er laut "dailymail.co.uk", dass Reeva Steenkamp nach den vier Schüssen, die Pistorius abgefeuert hatte, bereits so schwer verletzt war, dass sie gar nicht mehr hätte schreien können. Diese Ausführungen waren zu viel für den Sportler: Sichtlich geschockt brach er zusammen, krümmte sich auf der Anklagebank und verschränkte die Arme über dem Kopf.

Für Oscar Pistorius sind die Ausführungen seines Verteidigers Barry Roux zuviel. Er bricht im Gerichtssaal zusammen, als Roux die tödlichen Verletzungen, die er Reeva Steenkamp zugefügt hat, schildert.

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Auch die Zeugin verlor die Fassung, denn Barry Roux machte vollkommen unbeeindruckt weiter und unterstellte ihr, sie sei eine Lügnerin. Ihr Ehemann habe schließlich etwas ganz anderes ausgesagt, etwa, dass es fünf oder sechs Schüsse gegeben hatte. Richterin Masipa ordnete daraufhin an, dass er sich für die Aussage, sie sei unehrlich, entschuldigen müsse, was er dann auch tat.

Richterin Masipa kritisierte außerdem, wie die Medien mit der Zeugin umgegangen waren. Sie sprach am Dienstag (4. März) sogar eine Verwarnung gegen einen TV-Sender aus. Gegen ihren Willen hatte der südafrikanische TV-Sender "eNCA" ein Foto von Michelle Burger verbreitet, das von der Website der Uni, an der Burger arbeitet, stammt. Die Zeugin wollte aber möglichst unerkannt bleiben - soweit es eben geht. Derzeit sind Hunderte Journalisten in Pretoria, wie "spiegel.de" berichtet. Wegen des hohen öffentlichen Interesses wird der Prozess sogar live im südafrikanischen Fernsehen und Radio übertragen.

Michelle Burger war nicht die einzige Zeugin, deren Ausführungen Zweifel an Pistorius' Aussagen aufkommen ließen. Estelle van der Merwe, eine weitere Nachbarin, sagte aus, sie habe vor den Schüssen zwei Menschen miteinander streiten hören. Dieses wird durch Michelle Burgers Ehemann, der am Mittwoch (5. März) aussagen wird, sehr wahrscheinlich bestätigt werden, wie aus den Polizeiberichten hervorgeht.

June Steenkamp, die Mutter der getöteten Reeva Steenkamp (†29), ist sichtlich mitgenommen. Immer wieder bricht sie in Tränen aus.

Bei der Verhandlung traf Oscar Pistorius zum ersten Mal nach dem Tod von Reeva Steenkamp auf deren Mutter. Sie brach immer wieder in Tränen aus. "Ich will ihn dazu zwingen, mich anzublicken, damit er den Kummer und den Schmerz sieht, die er mir bereitet hat", sagte sie vorher der Zeitung "The Star".

Pistorius scheint die gesamte Angelegenheit sehr mitzunehmen. Im Gerichtssaal kann er aber auf Unterstützung seiner Familie bauen: Seine Geschwister Carl und Aimee begleiteten den 27-jährigen Sprinter während der bisherigen Verhandlungstage. Und noch jemand soll im Publikum sitzen und ihm beistehen: Wie "bild.de" unter Berufung auf die britische Tageszeitung "The Sun" berichtet, soll der Sportler eine neue Freundin haben. Er soll die angehende Sanitäterin Leah Sky Malan im Dezember 2013 während seines Familienurlaubs auf Mosambik kennen gelernt haben. "Sie half ihm durch diese schwere Zeit", wird eine Quelle aus dem Umfeld der beiden zitiert.

Der Prozess wird noch drei Wochen andauern, am 20. März soll das Urteil gefällt werden. Sollte Oscar Pistorius für schuldig erklärt werden, sieht das Gesetz eine lebenslange Haftstrafe vor.

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