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Oscar Pistorius Er muss im Gefängnis bleiben


Nach zehn Monaten hätte Oscar Pistorius in wenigen Tagen aus dem Knast entlassen und seinen Hausarrest antreten sollen. Jetzt kommt er aber wohl doch nicht frei

Update

Oscar Pistorius wird doch nicht - wie zuerst geplant - am Freitag (30. August) vom Gefängnis in den Hausarrest überführt. Der Fall wird jetzt neu geprüft, nachdem Justizminister Michael Masutha erklärt hatte, dass die Entscheidung einer vorzeitigen Haftentlassung "verfrüht" gefällt worden sei. Die Entscheidung verstoße gegen das südafrikanische Strafrecht, so Masutha. Demnach muss mindestens ein Sechstel der Strafe verbüßt worden sein, bevor der Betroffene frühzeitig aus der Haft entlassen werden darf. Im Fall von Pistorius wäre das zwar besagter Freitag gewesen, jedoch hätte die Entscheidung dafür erst nach diesem Tag getroffen werden dürfen. Wann mit einem Ergebnis der Beratungen gerechnet werden kann, ist derzeit noch nicht bekannt.

Nach nur zehn Monaten Haft wird Oscar Pistorius Ende dieser Woche aus dem Gefängnis Kgosi Mampuru II in Pretoria/ Südafrika entlassen. Der beinamputierte Ex-Sprintstar wurde wegen Todschlags zu fünf Jahren Haft verurteilt, nachdem er 2013 seine damalige Freundin, Model Reeva Steenkamp († 29), erschossen hatte.

Luxusvilla statt Knast-Zelle

Die verbleibenden vier Haftjahre wird der 28-Jährige jedoch nicht in einer kargen Gefängniszelle verbringen müssen. Vielmehr wird er den Hausarrest in einer 27-Zimmer großen Villa samt Pool und Privatkino absitzen. Das Luxus-Anwesen gehört Oscars Onkel Anrnold und liegt in Pretoria. Das Haus verlassen darf Pistorius allerdings nur, um zu arbeiten oder um zur Kirche zu gehen. Besuch ist nach vorheriger Anmeldun gauch gestattet.

Im November verhandelt das Berufungsgericht, ob das Verfahren um Oscar Pistorius neu aufgerollt werden muss. Dann wird sich wohl auch entscheiden, wie lange sein Luxus-Hausarrest noch andauert.

sma / Gala

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