Oscar Pistorius: Der Verdacht erhärtet sich

Wie eine südafrikanische Zeitung berichtet, wurde im Haus von Oscar Pistorius ein blutiger Kricket-Schläger entdeckt. Das könnte die Mordanklage gegen den Paralympic-Star stützen

Oscar Pistorius gerät zunehmend unter Druck: Wie die südafrikanische Zeitung "City Press" auf ihrer Webseite berichtet, soll im Haus des Sportlers in Pretoria ein "blutverschmierter Kricket-Schläger" gefunden worden sein. Dieser könnte zum zentralen Beweisstück in der Mordanklage gegen den 26-Jährigen werden. Am 14. Februar war die 30-jährige Reeva Steenkamp in seinem Haus tot aufgefunden worden und wurde vermutlich erschossen. Sie war seit November 2012 mit Pistorius liiert.

Unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet "City Press", es werden zwei mögliche Szenarien untersucht: Steenkamp könnte den Schläger zur Selbstverteidigung genutzt haben. Oder Oscar Pistorius könnte versucht haben, damit die Badezimmertür, hinter der sich seine Freundin womöglich versteckt hatte, aufzubrechen. Reeva Steenkamps Schädel sei laut dem Blatt "zerschmettert" gewesen. Die Polizei wolle momentan vor allem herausfinden, welche der erlittenen Verletzungen tödlich waren, die Kopfverletzungen oder die Schüsse, die auf sie abgefeuert wurden. Außerdem soll das Blut des Sprint-Stars Oskar Pistorius auf Drogen und Steroide getestet werden.

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Was genau in der Unglücksnacht in der Nobelsiedlung "Silver Woods Estate" geschah, darüber kann weiterhin nur spekuliert werden. Die ermittelnden Behörden halten sich bedeckt zu gefundenen Beweisstücken und angeblichen Motiven. Verschiedene Medien wollen anhand von Quellen aus dem Umfeld des Paares und aus Polizeikreisen jedoch einen Tathergang rekonstruiert haben: Der angeblich rasend eifersüchtige Pistorius soll demzufolge im Zuge eines Streits erst mit dem Kricket-Schläger auf seine Freundin losgegangen sein. Dann soll er den ersten Schuss im Schlafzimmer abgegeben haben, der Reeva Steenkamp in die Hüfte getroffen habe. Danach sei die Schwerverletzte ins Badezimmer geflohen und habe sich dort eingeschlossen. Die drei anderen Schüsse habe Pistorius durch die Badezimmertür abgegeben.

Am Dienstag (19. Februar) entscheiden die Staatsanwaltschaft und das Gericht von Pretoria, wie die Anklage lauten wird und ob der verdächtigte Sportler gegen Kaution aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden kann. Oscars Pistorius' Anwälte weisen den Vorwurf des Mordes weiterhin "auf das Schärfste" zurück.

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