Oscar-Nominierungen: Wer nimmt den Oscar mit nach Hause?

Kate Winslet, Leonardo DiCaprio, Helen Mirren, Will Smith und Penélope Cruz - in der Riege der diesjährigen Oscar - Nominierten tauchen viele große Namen auf. Klare Favoriten? Fehlanzeige.Doch nicht jeder, der jetzt glänzt, kann einen Goldjungen mit nach Hause nehmen

Oscar-Nominierungen

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Mit acht Nominierungen hat die Musicalverfilmung "Dreamgirls" die meisten Chancen auf viele goldenen Statuetten bei der Oscar-Verleihung am 25. Februar. Die Erfolgsgeschichte, die sich an der Karriere der Gruppe "The Supremes" orientiert, geht jedoch nicht ins Rennen um die Trophäe für den besten Film, sondern glänzt hauptsächlich in Kategorien wie Musik und Kostüm. In der Kategorie "Bester Film" stehen sich "The Departed" von , Kriegsfilm "Letters from Iwo Jima", die Komödie "Little Miss Sunshine" sowie die hoch gehandelten "The Queen" und "Babel" gegenüber.

Die Politparabel "Babel" des mexikanischen Regisseurs erhielt insgesamt sieben Nominierungen. Die Hauptdarsteller und wurden jedoch nicht bedacht. Das englische Drama "The Queen" kann sich in insgesamt sechs Kategorien Hoffnungen auf einen Award machen. Überraschend ist der große Erfolg der Komödie "Little Miss Sunshine", die insgesamt vier Nominierungen erhielt. Weniger überraschend: die drei Nominierungen des Films "Letters from Iwo Jima" des Regisseurs . Als bester Hauptdarsteller sind ("Der letzte König von Schottland"), ("Blood Diamond"), ("Half Nelson"), ("Venus") und ("Das Streben nach Glück") nominiert. Bei den weiblichen Hauptdarstellerinnen kann sich nach ihrem Golden-Globe-Erfolg ebenfalls Hoffnungen auf einen Oscar machen. Als Konkurrentinnen stehen ihr ("Tagebuch eines Skandals"), ("Volver"), ("Little Children") und ("Der Teufel trägt Prada") gegenüber. Für ist dies bereits die 14. Oscar-Nominierung, zwei der begehrten Trophäen kann sie bereits ihr Eigen nennen.

Besonders spannend wird das Rennen um den Preis für die beste Nebenrolle. Als Nebendarstellerin sind Adriana Barraza und Rinko Kikuchi (beide "Babel"), Cate Blanchett ("Tagebuch eines Skandals"), die bereits Golden-Globe-prämierte Jennifer Hudson ("Dreamgirls") sowie die erst zehnjährige Abigail Breslin ("Little Miss Sunshine") nominiert.

Bei den männlichen Nebendarstellern waren die Namen der Nominierten eher überraschend. Zu ihnen zählen Alan Arkin ("Little Miss Sunshine"), Jackie Earle Haley ("Little Children"), Djimon Hounsou ("Blood Diamond") und das ehemalige Unterwäschemodel Mark Wahlberg ("The Departed"). Fünfter Kandidat für den goldenen Oscar ist Eddie Murphy, der bereits vor einer Woche den Golden-Globe-Award für seinen Auftritt als Soulsänger in "Dreamgirls" erhielt.

Martin Scorsese ist mit "The Departed" zum achten Mal für den Regie-Oscar nominiert. Leider ging er bisher immer mit leeren Händen nach Hause. Auch in diesem Jahr muss er um den Sieg zittern, denn mit Alejandro Gonzales Inarritu ("Babel"), Stephen Frears ("The Queen") und Paul Greengrass ("United 93") hat er harte Konkurrenten an seiner Seite. Die fünfte Nominierung ging an Hollywood-Urgestein Clint Eastwood ("Letters from Iwo Jima"), der Scorsese bereits 2004 gegenüberstand. Damals musste sich "The Aviator" Eastwoods "Million Dollar Baby" geschlagen geben.

In der Kategorie "bester nicht englischsprachiger Film" ist das deutsche Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" nominiert. Regisseur Florian Henckel von Donnersmark unterlag bei den Golden-Globe-Awards noch Clint Eastwoods "Letters from Iwo Jima", der bei der Oscar-Verleihung in der englischen Version nominiert ist. Nach Caroline Links "Nirgendwo in Afrika" (2003) möchte Donnersmarck wieder eine Trophäe aus Übersee nach Deutschland bringen. Weitere Anwärter auf den Preis sind unter anderem der mexikanische Fantasystreifen "Pans Labyrinth" und das in Indien gedrehte kanadische Drama "Water".

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