Oliver Pocher: Der ewige Jungspund wird 40

Man sieht es ihm wirklich nicht an: Oliver Pocher wird tatsächlich 40 Jahre alt und blickt bereits auf eine ereignisreiche Karriere zurück.

Es war der 28. Oktober 1998. Bei der damaligen Talkshow von Moderatorin Bärbel Schäfer (54) trat ein selbstsicherer junger Mann auf und versuchte das Publikum zum Lachen zu bringen. Es blieb beim Versuch. Mehr noch: Er zog ein gellendes Pfeifkonzert auf sich. Dennoch behauptete er im anschließenden Interview steif und fest, witzig zu sein und bald eine steile Fernsehkarriere hinzulegen. In dem Moment konnte man nur mit dem Kopf schütteln. Niemand im Studio und in den heimischen Wohnzimmern glaubte wohl an diesen seltsamen Kerl. Nur einer: Er selbst und er sollte Recht behalten.

Knapp ein Jahr später heuerte Oliver Pocher im zarten Alter von 21 Jahren beim Musiksender VIVA an und startete eine Karriere als Moderator, Comedian und Schauspieler, die bis heute anhält und ihn in die Bundesliga der deutschen TV-Entertainer spülte. Es hatte ihm wohl niemand zugetraut... Am 18. Februar wird Oliver Pocher, der bis heute kaum etwas von seinem jugendlichen Esprit eingebüßt hat, tatsächlich bereits 40 Jahre alt. Gerade einer, der auch 2018 noch dank seines kindlichen Charmes und Humors gern gesehen wird. Ob als klassischer Stand-up-Comedian, als Moderator von großen TV-Shows oder auch als Schauspieler in Kinofilmen.

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Pocher hat in seiner knapp 20-jährigen Karriere bereits so viele unterschiedliche Projekte begleitet, dass es für fünf Karrieren ausreichen würde. Naturgemäß waren nicht nur Erfolge dabei. So stieß er sich zum Beispiel seine Hörner während seines zweijährigen Ausflugs in die ARD gehörig ab, als der gemeinsame Late-Night-Talk "Schmidt & Pocher" mit Urgestein Harald Schmidt (60) nicht nur schlechte Quoten brachte, sondern die Differenzen mit seinem Kollegen so offensichtlich wurden, dass dieser ihn mehrfach öffentlich düpierte.

Plant Pocher seinen nächsten Coup?

Immer wieder überraschte Pocher aufs Neue. Sei es mit seiner albernen Art durch die ansonsten bieder wirkende RTL-Show "5 gegen Jauch" zu führen, die eine eigentlich langweilige Raterunde mit Allzweckwaffe Günther Jauch (61) deutlich aufwertete. Auch seine erste Kinofilm-Hauptrolle in der Tommy-Jaud-Bestseller-Verfilmung "Vollidiot" aus dem Jahre 2007 wurde von den Kritikern überwiegend positiv aufgenommen.

Zugegeben: In den letzten Jahren ist es etwas ruhiger um ihn geworden, die ganz großen Engagements blieben zuletzt aus. Doch Pocher wäre nicht Pocher, wenn er sich nicht neu erfinden würde und demnächst wieder etwas Überraschendes aus dem Ärmel zaubert und sich damit wieder zurück ins kollektive Bewusstsein von Fernseh-Deutschland spült. Man würde es ihm wünschen.

Pocher ist aus den Klatschspalten verschwunden

Auch aus den Klatschspalten ist Pocher mehr und mehr verschwunden, was ihm wahrscheinlich aber ziemlich recht sein dürfte. Dank seiner ehemaligen Beziehungen mit Moderatorin Annemarie Carpendale (40) (damals noch Warnkross), den Models Monica Ivancan (40) und Alessandra Meyer-Wölden (34) sowie der Tennisspielerin Sabine Lisicki (28) war Pocher über viele Jahre hinweg für alle Klatsch-und-Tratsch-Junkies ein gefundenes Fressen. Doch damit scheint mittlerweile Schluss zu sein - zumindest vorübergehend.

Auch wenn sein Humor und seine Art bis heute polarisieren: Der gebürtige Hannoveraner und bekennende 96-Fan hat seinen festen Platz in der deutschen TV-Landschaft gefunden und ist im Prinzip nicht mehr wegzudenken. Er hat es geschafft: Vom belächelten Jüngling in den Niederungen des nachmittäglichen Privatfernsehens in die größten Samstagabendshows der Nation. Und er hat es verdient. Dank seines unbändigen Ehrgeizes, seines riesigen Selbstvertrauens und natürlich in erster Linie aufgrund seiner Schlagfertigkeit und seines Witzes.

Er trifft nicht jedermanns Geschmack und polarisiert. Dennoch oder gerade deswegen sollte es mehr von seiner Sorte im deutschen TV geben. Man kann nur hoffen, dass seine unorthodoxe Art noch viele weitere Jahre in der Öffentlichkeit zu beobachten ist. Herzlichen Glückwunsch, Oliver Pocher. Auf mindestens weitere 40 Jahre!

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