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Olena Selenska + Wolodymyr Selenskyj Sie geben ihr erstes gemeinsames Interview seit Kriegsbeginn

Olena Selenska und Wolodymyr Selenskyj
Olena Selenska und Wolodymyr Selenskyj
© Mykhaylo Palinchak / Getty Images
Olena Selenska und ihr Mann, Präsident Wolodymyr Selenskyj, haben sich seit dem Angriff von Russland auf die Ukraine kaum gesehen. Jetzt haben sie ein gemeinsames Interview gegeben, bei dem die ukrainische First Lady über die verhängnisvolle Nacht zum 24. Februar 2022 spricht.

Die gesamte Welt schien stillzustehen, als in den frühen Morgenstunden des 24. Februars 2022 russische Truppen in der Ukraine einfielen. Seitdem herrscht ein furchtbarer Krieg, die Schreckensmeldungen reißen nicht ab. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, 44, wird als Freiheitsheld angesehen, verweilt seit Kriegsbeginn in Kiew. Seine Frau Olena Selenska, 44, sowie die gemeinsamen Kinder, Oleksandra, 17, und Sohn Kiril, 9, wurden damals an einen sicheren Ort gebracht. Seitdem haben Olena und Wolodymyr nur äußerst wenig Zeit miteinander verbracht. Nun gab es im Rahmen eines TV-Interviews ein Wiedersehen.

Olena Selenska: "Niemand nimmt mir meinen Mann weg"

Zunächst zollt der Präsident den ukrainischen Luftstreitkräften Tribut, die heldenhaft die besetzte Stadt Mariupol mit Gütern versorgt hätten. Seine Frau gibt während des Interviews mit dem ukrainischen TV-Sender "ICTV" hingegen einen privateren Einblick und schildert, wie sie den Krieg bisher erlebt hat. "Unsere Familie wurde durch den Krieg getrennt, wie viele andere ukrainische Familien", sagt sie. Als der Moderator sie fragt, ob der Krieg sie ihres Mannes beraubt habe, findet sie klare Worte: "Niemand nimmt mir meinen Mann weg, nicht einmal der Krieg."

Seit über zwei Monaten lebt sie zwangsweise von ihrem Liebsten getrennt, das Paar habe sich zwischendurch nur kurz gesehen, sonst nur telefoniert. Daher sei sie dankbar, das Interview geben zu können: Endlich kann sie ihren Mann wieder in die Arme schließen. "Ein Date im Fernsehen", scherzt die First Lady.

So hat sie den Kriegsbeginn erlebt

Die Stimmung verändert sich, als die 44-Jährige die Nacht, in der der Krieg begann, aus ihrer Sicht schildert. Sie könne sich noch genau an die Geschehnisse erinnern. "Es war dunkel, fast schon Nacht, und ich sah, dass Wolodymyr nicht an meiner Seite war. Ich ging ins Nebenzimmer, er war bereits angezogen, aber ohne Krawatte", sagt sie sichtlich emotional. "Ich fragte, was los sei, und er antwortete 'Es hat begonnen'", fährt Olena Selenska fort. Die Angst, die sie in diesem Moment verspürt habe, könne sie nicht in Worte fassen. 

Dass ihr Mann, mit dem Olena seit über 20 Jahren verheiratet ist, mit seinem Widerstand die ganze Welt beeindruckt, ist für sie kaum überraschend. Er sei schon immer ein zuverlässiger Mann und Partner gewesen, das habe sich nicht geändert. "Seine Sichtweise hat sich nicht geändert, die Art und Weise, wie er tickt, hat sich nicht geändert." 

Verwendete Quellen: youtube.com, ictv.ua

sti Gala

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