Nordirland-Kicker Paddy McCourt: Aus diesem traurigen Grund ist er nicht bei der EM dabei

Nordirlands Fußballstar Paddy McCourt ist überraschend nicht mit seiner Mannschaft zur Europameisterschaft nach Frankreich gefahren - aus einem traurigen Grund

Paddy McCourt

Heute Abend geht es für Nordirland um den Einzug ins Achtelfinale. Das Team befindet sich aktuell mit drei Punkten auf dem dritten Platz in der Gruppe C. Noch können die Nordiren eine Runde weiterkommen.

Für ein erfolgreiches Spiel gegen Weltmeister Deutschland könnten sie ihn sicher gut gebrauchen: Starkicker Paddy McCourt. Der Flügelspieler war überraschend nicht in den Kader der nordirischen Mannschaft für die Europameisterschaft in Frankreich berufen worden - obwohl er einer der erfahrensten Spieler ist. Dass ihn sein Trainer Michael O'Neill nicht mit nach Frankreich nahm, sorgte im Land für große Verwunderung. Von Seiten des Trainers und Paddy McCourt selbst gab es trotzdem lange keine Erklärung für sein Fehlen bei der EM.

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Der wahre Grund für sein Fehlen

Im Gespräch mit der britischen Zeitung "The Times" brach der 32-Jährige nun sein Schweigen und erklärte den traurigen Grund für seine Nichtteilnahme an der Europameisterschaft. Seine Ehefrau Laura war vor dem Turnier an einem Gehirn-Tumor erkrankt. "Wenn so etwas passiert, gilt dein einziger Gedanke der Familie", sagte McCourt.

An die EM konnte er nach der Diagnose nicht mehr denken. "Mein einziger Fokus lag auf Laura und unseren Kindern. So eine Person war ich schon immer, aber es ist erstaunlich, wie alles zweitrangig wird, wenn du in einer solchen Situation bist."

Laura brauchte eine OP

Die Ärzte stellten fest, dass der Tumor gutartig war, aber auch immer weiter wuchs. Die Ehefrau des Fußball-Stars litt außerdem immer wieder unter Krämpfen. "Sie sagten sie könnten ihn mit einer Operation entfernen und wir haben uns dazu entschieden, dass das das Richtige ist. Als Termin für die Operation nannten sie uns den 9. Juni." Am 10. Juni startete die Europameisterschaft in Frankreich.

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"Ich rief Michael [der nordirische Trainer] an und erzählte ihm, was passiert war und dass ich nicht für die EM zur Verfügung stehe."

Gute Nachrichten

Gemeinsam entschieden Michael O'Neill und Paddy McCourt erst an die Öffentlichkeit zu gehen, sobald die Operation seiner Frau erfolgreich verlaufen war. "Er fragte mich, wie er in den Medien damit umgehen solle. Ich sagte ihm, ich wolle nicht darüber sprechen, bis ich weiß, dass die Operation erfolgreich war. Ich weiß, ihm wurden Fragen gestellt, aber er hat sie abgewehrt", so der nordirische Fußballstar gegenüber "The Times".

Seine Ehefrau Laura erhole sich derzeit noch von der Operation, doch so wie es aussehe, sei alles gut verlaufen. "Sie haben uns gesagt, dass sie in vier bis sechs Monaten sie so Gott will wieder ganz die Alte sein wird."

Seine Entscheidung bereut McCourt nicht. "Familie stand für mich immer an erster Stelle und wird es immer sein."

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