Nora Tschirner: Kein Dialekt für Animationsfilm

Schauspielerin Nora Tschirner möchte in ihren neuen Film 'Merida - Die Legende der Highlands' lieber keinen Dialekt sprechen.

Nora Tschirner (31) wollte als Prinzessin Merida auf einen charakteristischen Dialekt verzichten.

Die deutsche Darstellerin ('Rubbeldiekatz') lieh ihre Stimme der Hauptfigur in dem neuen Pixar-Animationsfilm 'Merida - Die Legende der Highlands', der bei uns am 2. August kommt, und sprach die Rolle in Hochdeutsch. Im Original spielen die Filmemacher mit dem schottischen Akzent und den entsprechenden schottischen Eigenschaften der Figuren. Doch das funktioniere in der Übersetzung nicht: "Wie will man das im Deutschen erzählen? Da müsste man eigentlich Schweizer Deutsch nehmen, weil das genug vom Hochdeutschen entfernt und aus einem anderen Land wäre. Und das ist ja irgendwie auch albern", legte die Künstlerin im Interview mit 'promiflash.de' dar. Im Original ist das Schottische nichts Ungewöhnliches, deswegen brauche die deutsche Übersetzung keinen Dialekt: "Es ist ja nicht so, dass in einem englischen Film eine Schottin auftaucht, und es für ihr ganzes Umfeld merkwürdig ist, dass sie nun schottisch spricht," erläuterte Tschirner aus der Handlung des Streifens.

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Nora Tschirner sieht auch ihre eigenen Möglichkeiten diesbezüglich begrenzt: "Ich meine, es ist ja sowieso schon weg vom Original und dann würde ich eigentlich versuchen, das so normal und authentisch wie möglich zu machen. Das wäre in meinem Fall der Berliner Dialekt, aber da würden sich die Hamburger, die Bayern und alle wahnsinnig aufregen und zu Recht, weil die sagen würden: Wer sagt denn, dass die in Berlin schottischer sind?" fragte sich die Dunkelhaarige.

Trotzdem ist der Star überzeugt, dass es gut und richtig ist, einen solchen Animationsfilm zu übersetzen: "Ich bin ein großer Fan von Originalfassungen, aber gerade bei Animationsfilmen finde ich das durchaus legitim, eine deutsche Fassung zu machen", bekräftigte Nora Tschirner trotz der schwierigen Dialektdebatte.

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