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Nino de Angelo Was er Dieter Bohlen jetzt vorwirft

Dieter Bohlen und Nino de Angelo
Dieter Bohlen und Nino de Angelo
© Action Press
Nino de Angelo lässt in seiner Autobiografie "Gesegnet und verflucht" kein gutes Haar an Dieter Bohlen. Der Poptitan habe ihn nach einem Skandal um den Song "Flieger" fallen lassen.

Jetzt packt Nino de Angelo, 57, in seiner Autobiografie "Gesegnet und verflucht" aus – nicht nur über seine Sucht nach Alkohol und Drogen, Schulden und Skandale, sondern auch über Tiefpunkte in seiner Karriere. Einer davon hat mit Poptitan Dieter Bohlen, 67, zu tun, den Nino heute für sein Verhalten stark kritisiert.

Nino de Angelo: Katastrophe beim Grand Prix

Nino de Angelo
Nino de Angelo
© Getty Images

Es war das Jahr 1989, als der Schlagersänger und der Musikproduzent gemeinsame Sache machten und zusammen die Charts erobern wollten. Zumindest Dieter Bohlen war fest davon überzeugt, dass sein für Nino de Angelo geschriebener und produzierter Song "Flieger" an den Erfolg von "Jenseits von Eden" sechs Jahre zuvor anschließen würde.

Nino trat beim "Eurovision Song Contest" an, hoffte auf die von Bohlen prophezeiten Millionen-Verkäufe, doch Nino und sein Song "Flieger wurden zum Desaster. "Was Dieter anfasst, wird zu Gold. Immer. Wirklich immer. Dass mal wieder ausgerechnet ich diese eine Ausnahme von der Regel sein würde, sollte mich eigentlich nicht mehr wundern. Bei mir hatte Goldesel Dieter wohl zum ersten Mal Verstopfung. Der Grand Prix wurde zur Katastrophe", wird Nino bei "Bild" zitiert.

Wegen der falschen Dekoration auf einer Party in der Schweiz wurde Nino de Angelo Rechtspopulismus vorgeworfen. "Die Party wurde zum Anlass genommen, den Song nicht zu mögen. Nino de Angelo nicht zu mögen. Um ehrlich zu sein, ich hätte mir den Grand Prix ab diesem Moment sparen können. Ich hätte nach Hause gehen sollen. Denn nun wurde ich von allen Seiten boykottiert." Von allen Seiten heißt in dem Fall, auch von Dieter Bohlen.

Dieter Bohlen muss aus der Limousine aussteigen

Nino erinnert sich an einen ganz bestimmten Moment, der die Beziehung zwischen Sänger und Produzent letztendlich zerbrechen ließ: "Meine Plattenfirma hatte mir während des gesamten Grand Prix eine fette Stretch-Limousine bereitgestellt. Egal, wann und wohin ich wollte, mein Fahrer war bereit. Jetzt stand mein Fahrer vor mir und meinte: 'Nino, Dieter Bohlen möchte zum Essen fahren. Er sagt, das gehe klar. Hast du da etwas dagegen?' Und wie ich was dagegen hatte. Schlimm genug, dass ich das Gefühl hatte, von Dieter im Stich gelassen zu werden. Dass er auch noch die Dreistigkeit besaß, sich in meine Limo zu setzen, das brachte das Fass zum Überlaufen. Nix da! Ich lächelte meinen Fahrer an und meinte nur: 'Lassen Sie die Herrschaften bitte wieder aussteigen. Sagen Sie, der Wagen sei für Herrn Nino de Angelo reserviert.' Und das hat er gemacht, das war so geil. Er ließ Dieter wieder aussteigen. Dieter sah mir danach nicht mal mehr in die Augen. So endete meine anfangs so vielversprechende Zusammenarbeit mit Dieter."

"Flieger" erreichte beim Grand Prix nur Platz 14. Laut Nino de Angelo habe ihn Bohlen nach dem Skandal und dem Miss-Erfolg fallen lassen und nicht mehr unterstützt. "Er hat diese Macht im deutschen Musikbusiness und er hätte mich locker rausholen können aus dem Tief. Aber das sah er nicht als seine Aufgabe. Und ich konnte ihm nicht mal widersprechen."

Verwendete Quellen: bild.de, Nino de Angelo "Gesegnet und verflucht"

jno Gala


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