Nina Hagen: Ihr Weg zur Godmother of Punk

Sängerin Nina Hagen begann schon früh, mit ihrer Stimme zu experimentieren und erlangte als Punkerin großen Ruhm.

Weiter Weg: Nina Hagen (57) kam über kunstvollen Gesang zum wilden Punk.

Die Skandalnudel ('Seemann') begeisterte sich schon als kleines Mädchen für Musik und Gesang und begann sehr früh, ihre ausgefallene Stimme, die heute ihr Markenzeichen ist, zu trainieren: "Im Alter von neun Jahren war ich mit meiner Mama in Dessau im Landestheater, und da habe ich das imitiert, was die Opernsänger beim Einsingen machen. So habe ich meine Opernstimme entdeckt. Dann hatte ich Kassetten mit Songs von den 'Beatles', den 'Stones', James Brown, Tina Turner, Janis Joplin und so weiter, und das wurden meine Gesangslehrer. Ich habe mir die Texte lautschriftlich abgeschrieben und sie gesungen, dadurch habe ich verschiedene Stimmen ausprobieren können", erzählte die schillernde Person im Interview mit 'Falter.at'.

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Sie brachte es schon in ihrer Heimat, der DDR zu einem gewissen Ruhm: "Je eher man anfängt, mit der Stimme zu arbeiten, desto besser lernt man, andere zu imitieren und zu persiflieren. In der DDR war ich zum Beispiel für meine Mireille-Mathieu-Imitation bekannt - mitsamt der passenden Perücke", grinste sie.

Kaum vorstellbar, dass sich die heute so wilde Nina Hagen in eine solche Rolle pressen ließ: "In der DDR musste ich mich anpassen und Kommerz machen, damit ich es eventuell eines Tages auf die Reisekaderliste schaffe, um aus dem Land rauszukommen", erzählte sie Punkqueen. Der Plan ging auf: Sie kam nach London und mauserte sich schon bald zur Godmother of Punk: "Ariane Forster, die Sängerin der Mädchenband 'The Slits', wurde meine beste Freundin. Sie kam auch aus Deutschland, ihre Mutter Nora Forster hat dann Johnny Rotten von den 'Sex Pistols' geheiratet. Ariane und ich waren wie Schwestern, wir haben viel voneinander gelernt. Das war eine wahnsinnig tolle Zeit. Aber ich war kein Punk, ich war Nina Hagen! Ich war vielleicht eine Freundin der Punks, aber ich war doch ein alter Hippie. Die Mother of Punk haben sie mich trotzdem genannt", berichtete Nina Hagen. Mit 23 habe sie damals schon zum alten Eisen gehört: "Die waren 14, 15, 16, 17, ich aber schon 23. Das ist ein Riesenaltersunterschied. Ich hatte bereits einen langen Weg mit professioneller Musikausübung hinter mir und auch mit großartigen professionellen Chören in der DDR gearbeitet. Ich wusste also, wie man mehrstimmigen Gesang arrangiert, und das habe ich mit Ariane auch alles geübt. Gitarre konnte ich ebenfalls schon ganz gut spielen. Sie haben mich wohl Mother of Punk genannt, weil ich die Stubenälteste war. Ich habe das immer als Ehrentitel empfunden", lächelte Nina Hagen bei dem Gedanken an die alten Zeiten.

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