Nina Eichinger: Schwere Zeiten

Nach dem Tod ihres Vaters Bernd Eichinger spricht Nina Eichinger nun erstmals über den großen Verlust - und schafft es dennoch, nach vorn zu blicken

Es war der bisher größte Schock ihres Lebens: Als Nina Eichinger im Januar dieses Jahres mit ihrem Vater Bernd Eichinger zu Abend aß, erlitt der Filmproduzent plötzlich einen Herzinfarkt. Nur wenige Stunden später verstarb Eichinger im Alter von nur 61 Jahren. Jetzt, rund ein halbes Jahr später, spricht Nina Eichinger im Interview mit "Bild" erstmals über den Verlust und gibt zu, dass es noch immer "sehr schwer" für sie sei. "Aber ich versuche nach vorne zu blicken, so hätte das mein Vater auch gewollt", sagt Eichinger.

Bernd Eichinger

"Bernd ist nicht ersetzbar"

Katja Flint: "Das Ausmaß seiner Hilfsbereitschaft kennen nur wenige. Er half vielen im Stillen."
Iris Berben: "Bernd ist nicht ersetzbar."
Fatih Akin: "Er hat mich viel gelehrt und stets inspiriert. Er war der Größte."
Alexander Kluge: "Ein generöser Mann - in seiner Arbeit, in seiner Herzlichkeit. Mit ihm geht ein Stück Filmgeschichte verloren.

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Sogar dem tragischen Abend kann sie heute Gutes abgewinnen: "Ich bin sogar sehr dankbar, dass ich dabei war, seine letzten Minuten mit ihm verbringen konnte."

Bei der Trauerbewältigung habe ihr vor allem die Unterstützung der Familie und eine Auszeit mit Freunden geholfen. "Ich bin vier Wochen lang durch die Mongolei geritten. In der Natur komme ich zu mir und kann über vieles nachdenken. Ich wurde vom Kopf her viel freier, konnte mich ablenken", erzählt die 29-Jährige. Nun ist Nina Eichinger wieder zurück in Deutschland und lenkt sich mit viel Arbeit ab. "Das bringt etwas Normalität zurück. Ich darf eine neue TV-Show moderieren und eine Radiosendung. Außerdem sitze ich jetzt im Aufsichtsrat von Papas Herzensprojekt, der Kinderhilfsorganisation 'Artists for Kids'."

Doch nicht nur ihr Job als Moderatorin gibt Eichinger Kraft: "Ich möchte auch neue Dinge ausprobieren – wie die Schauspielerei", erzählt sie. Bis zum Tod ihres Vaters hatte sich Nina Eichinger vom Filmgeschäft ferngehalten - obwohl Bernd Eichinger ihr die ersten Schritte mit den nötigen Kontakten sicher hätte erleichtern können. "Ich wollte aber unabhängig sein, wurde Moderatorin. Das war wichtig für mein Selbstvertrauen. Papa hat die Schauspielerei aber immer unterstützt. Das war auch der Grund, warum ich im Januar bei ihm in Los Angeles war. Er hatte mir einen Schauspiel Workshop geschenkt ".

Doch nicht nur beruflich schmiedet Nina Eichinger fleißig Pläne - auch privat hat sie Großes vor: "Ich möchte eine richtige Villa Kunterbunt. Ich habe drei Pferde, dazu sollen noch zwei Hunde, Katzen, Bienen und ein Esel kommen". Der passende Mann fehlt ihr dazu allerdings noch, so Eichinger: "Ich bin seit über einem Jahr Single."

aze

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