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Nina Bott Im exklusiven Schwangerschafts-Interview mit GALA

Nina Bott
© Action Press
Nina Bott erwartet im Januar ihr viertes Kind. Wie sie diese Herausforderung meistern will und warum sie eine Hausgeburt in Betracht zieht, erzählt uns die Moderatorin und Schauspielerin im GALA-Interview.

So richtig geplant war es eigentlich nicht, dass sich Nina Bott, 42, bald Vierfach-Mama nennen kann. Doch freuen tun sich die Moderatorin und ihr Lebensgefährte natürlich trotzdem über den positiven Schwangerschaftstest, der im Hause Bott-Baarz ganz schön für Wirbel gesorgt hat: Benjamin Baarz, der Vater ihrer beiden jüngeren Kinder Luna und Lio, schaute auf den Test, hielt ihn für negativ und warf ihn weg.

Wie das Drama um das falsche Test-Ergebnis ausging und warum sich Nina für ihr viertes Kind eine Hausgeburt vorstellen kann, erzählt die 42-Jährige im ersten ausführlichen Schwangerschafts-Interview mit GALA.

Nina Bott im Schwangerschafts-Test-Chaos

GALA: Frau Bott, Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! Das mit dem Test war ja ein kleines Durcheinander. Ihr Lebensgefährte Benjamin Baarz dachte zuerst, er sei negativ.

Nina Bott: Ja, das war schon lustig. Benni hat am Abend drauf gesehen und gemeint, er sei negativ. Am nächsten Tag habe ich dann noch mal geguckt und er war positiv. In dem Moment habe ich ihn sofort gerufen und gefragt, wie er das denn falsch deuten konnte (lacht). Aber er meinte, am Abend davor sah es noch anders aus. Kann ja auch sein. Manchmal dauert es länger, bis ein Test das richtige Ergebnis anzeigt.

Nina Bott mit ihrem Lebensgefährten Benjamin Baarz beim Deutschen Radiopreis 2018
Nina Bott mit ihrem Lebensgefährten Benjamin Baarz beim Deutschen Radiopreis 2018
© Getty Images

Also war der positive Test eine Überraschung für Sie?

Im Gegenteil. Ich war mir eigentlich total sicher, dass ich schwanger bin. Nach so vielen Schwangerschaften weiß man einfach, wie sich das anfühlt. Ich habe das bei all meinen Schwangerschaften recht schnell gemerkt. Von daher war ich eher überrascht, dass er negativ war. Ich hatte aber eh vor, noch einen zweiten Test zu machen.

War das vierte Kind denn geplant?

Nicht wirklich. Ich hatte das Thema innerlich eigentlich abgehakt. Bei den letzten beiden Kindern hat es ja auch länger gedauert, bis ich überhaupt schwanger wurde. Und so wusste ich, es braucht ein bisschen Geduld. Aber ich bin vielleicht doch fruchtbarer als ich dachte (lacht).

Vier Kinder sind schon eine Hausnummer. Wir haben zwar schon mal im vergangenen Jahr darüber nachgedacht, aber es nicht ernsthaft in Betracht gezogen. Mit drei Kindern ist man ja auch schon ganz gut ausgelastet. Außerdem denke ich, kann man über drei gesunde Kinder so dankbar sein, dass man das ab einem bestimmten Alter vielleicht auch nicht erzwingen bzw. riskieren sollte. Aber jetzt ist es so und wir freuen uns sehr.

Also ist die Nachwuchs-Planung mit dem vierten Kind nun beendet?

Ich denke schon. Das war sie ja eigentlich vorher schon.

"Man kann das mit keinem anderen Gefühl vergleichen"

Wie fühlen Sie sich aktuell körperlich?

Es ist eine Mischung aus "Mir ist ein bisschen komisch, weil ich auf nüchternen Magen geflogen bin" und "Ich habe Schmetterlinge im Bauch". Man hat irgendwie Hunger, aber auch wiederum nicht. Man kann das mit keinem anderen Gefühl vergleichen.

Machen Sie sich Sorgen um mögliche Komplikationen?

Bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich einen Nabelbruch, der mir bei der letzten Schwangerschaft dann wieder Probleme bereitet hat. Ich musste einen Stützgurt am Bauch tragen und hoffe, dass ich dieses Mal ohne einen auskomme.

Ihre beiden jüngsten Kinder sind vier und ein Jahr alt. Bleiben Sie angesichts des Familienalltages mit zwei kleinen Kindern gelassen oder beschäftigen Sie auch Ängste?

Wenn ich meine beiden Kleinen abends ins Bett bringe, frage ich mich schon, wie das mit noch einem weiteren Kind überhaupt gehen soll. Aber ich bin da recht entspannt und optimistisch. Es bringt ja nichts, wenn ich mich jetzt schon verrückt mache. Klar rennen die Kleinen dann alle in unterschiedliche Richtungen, aber das haben schon ganz andere Elternpaare geschafft. Zur Not gibt es ja auch noch die Omas. Außerdem wollen wir uns ein Au-pair-Mädchen oder einen Au-pair-Jungen zur Hilfe holen.

Damit Sie auch weiterhin arbeiten können? 

Ja, zum Glück lassen sich zumindest all meine unternehmerischen Tätigkeiten auch aus dem Homeoffice steuern. Es ist so schön, meine Leidenschaft als Mama auch beruflich auszuleben. Alles was ich mache, mache ich mit Leib und Seele. Ich bin echt stolz auf "Nuri" [Anm. d. Red.: Marke für Bio Baby-Nahrung, die Nina als Expertin unterstützt] und mein Team, mittlerweile gibt es unseren tiefgekühlten Babybrei nicht nur online, sondern auch schon in ziemlich vielen Bio-Läden und Supermärkten.

Auch mein neues Label "Tom und Jenny" [Bio Baby- und Kinderwäsche] hat das Potenzial, richtig erfolgreich zu werden. Ich kenne kaum bessere, geschweige denn weichere Babybodys und Wäsche! Das liegt an unserer ganz besonderen Bio-Baumwolle aus Ägypten ... und damit kenne ich mich inzwischen echt aus (lacht).

Inwiefern müssen Sie sich jetzt privat als Vierfach-Mama umorganisieren?

Also, noch haben wir zuhause genug Platz und wollen hier wohnen bleiben. Wir haben einen tollen Garten und das Haus genau so umgebaut, wie wir es haben wollten. Aber ein normales Auto reicht nicht mehr aus, wenn alle mal mitfahren wollen. Also denken wir über einen Bus nach (lacht).

"Ein Wunder, dass es so lange privat bleiben konnte"

Wie haben Ihre anderen drei Kinder reagiert, als Sie ihnen von ihrem Geschwisterchen erzählt haben?

Lio versteht das mit einem Jahr natürlich noch nicht richtig. Aber er weiß immerhin, dass er jetzt ein bisschen vorsichtig mit mir sein muss. Luna ist vier, sie freut sich total und würde am liebsten jetzt schon wissen, was es wird. Sie hat es schon überall rumposaunt, als es die Öffentlichkeit noch nicht wusste. Daher ist es eigentlich ein Wunder, dass es noch so lange privat bleiben konnte.

Mein Großer ist 16 und freut sich auch. Aber er fliegt eigentlich in eineinhalb Wochen für ein Austauschjahr nach Kalifornien und wird daher viel verpassen. Das ist schade, aber wir hoffen sehr, dass er wegen Corona trotzdem fliegen kann.

Machen Sie sich eigentlich Sorgen wegen einer möglichen Corona-Infizierung während der Schwangerschaft?

Das Einzige, worum ich mir ernsthaft Sorgen mache, ist die Geburt. Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass man dann das Gefühl hat, im Krankenhaus am ehesten mit dem Virus konfrontiert zu werden und mein Lebensgefährte nicht mit in den Kreißsaal darf, ziehe ich eine Hausgeburt in Betracht. Ich habe nun mehrere Geburten erlebt und habe das Gefühl, dass man das schon irgendwie hinkriegen würde. Es ist zwar nur ein Plan B, aber es wäre eine Möglichkeit.

Ihre Kinder heißen Lennox, Luna und Lio. Es ist anzunehmen, dass das vierte Kind ebenfalls einen Namen mit L bekommt?

Es wäre komisch, wenn nicht. Aber wir haben tatsächlich auch ein paar Namen ohne L zur Auswahl. Es war nicht so, dass ich mir von Anfang an gedacht habe, alle meine Kinder müssen mit L beginnen. Es hat sich vielmehr so ergeben. Aber wenn nicht, könnte es natürlich sein, dass sich das Kind irgendwie ausgegrenzt fühlt, weil es das einzige ohne L ist. Wir sind da noch nicht so ganz entschlossen. Vielleicht wird auch nur der Zweitname mit L anfangen.

Das Geschlecht wissen Sie noch nicht?

Noch wissen wir es nicht, aber ich bin viel zu neugierig, um mich überraschen zu lassen. Irgendwann will man es ja auch wissen, um sich darauf einzustellen.

Verwendete Quellen:eigenes Interview

Gala

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