Niklas Osterloh ganz privat: "Ich bin angekommen und das ist ein schönes Gefühl"

Niklas Osterloh ist nicht nur bei "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" zu sehen, sondern auch als Filmdarsteller aktiv. Im Interview mit GALA sprach er über sein jüngstes Projekt, sein privates Glück und darüber, wie er versucht, dies zu schützen

Niklas Osterloh

Niklas Osterloh, 29, ist von den deutschen TV-Bildschirmen kaum mehr wegzudenken. Er wirkt nicht nur seit Jahren bei der "RTL"-Serie "GZSZ" mit, sondern ist auch in verschiedenen Film- und Serienproduktionen zu sehen. Auch privat könnte es bei ihm kaum besser laufen: Seit über drei Jahren ist er mit seiner Ehefrau Tini zusammen, seit 19 Monaten ist er Vater einer kleinen Tochter. Im Interview sprach er über seine Arbeit als Schauspieler, seine eigene Hochzeit und warum er den Namen seiner Tochter geheim hält.  

GALA: Wie ist das für Sie, neben dem Serien-Alltag Filme zu drehen?
Niklas Osterloh: Es ist für mich immer toll rauszukommen und meinen Beruf auszuüben. Da sammelt man immer neue Erfahrungen und lernt neue Leute kennen.

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Travis Scott und Kylie Jenner mit ihrer gemeinsamen Tochter Stormi Webster
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©Gala

GALA: Wie unterscheidet sich die Arbeit bei „GZSZ“ von der Filmproduktion bei der „Braut am Götakanal“?
Niklas Osterloh: Vor allem bei den Studio- und Außendrehs. Im Studio ist das ein stückweit Fließbandarbeit. Wir haben im Schnitt 30 Minuten Zeit für ein Bild. Alles ist ausgeleuchtet und auf schnelle Arbeit ausgerichtet. Das kann als Schauspieler interessant sein, einfach schnell auf den Punkt zu kommen und zu funktionieren. Das merke ich auch immer bei anderen Produktionen: Man funktioniert einfach schnell. Als Schauspieler ist man oft aufgeregt, aber durch den Alltag im Studio ist man darauf gepolt, schnell zu funktionieren. Diese technischen Sachen kannst man dann einfach vergessen und sich aufs Spiel konzentrieren und richtig loslassen. Bei den Außendrehs bei „GZSZ“ haben wir dann eine Stunde Zeit, dann gibt es wirklich Umbauten und Kamerafahrten. Das ist dann schon filmischer und ähnelt eher dem, wie es bei Lindström auch ist. Wir haben „Die Braut am Götakanal“ draußen gedreht, wir waren sehr wetterabhängig. Ich liebe das: Man kann mit so vielem spielen – dem Wetter, den Gerüchen, der Natur. Man ist einfach so real da.

GALA: Mit welchen Eigenschaften von Ihrer Figur Moritz können Sie sich identifizieren?
Niklas Osterloh: Moritz ist ein freiheitsliebender Mensch und das geht mir auch so. Vielleicht nicht genau in seinem Sinne. Ich habe eine Frau, eine Tochter und einen Hund (lacht). Insofern ist die Freiheit nicht mehr ganz so da, man hat Verantwortung. Aber den Moment zu genießen, stehen zu bleiben und zu sagen ‚hier bleiben wir jetzt mal‘ – einfach losziehen, spontan sein und den Alltag austricksen, das habe ich bei mir selbst auch so. Moritz hat das aber noch viel ausgeprägter. Er reist einfach und wenn ihm etwas Schönes begegnet, dann hält er einfach an.

GALA: "Die Braut vom Götakanal" handelt von chaotischen Hochzeitsvorbereitung. Gibt es da Parallelen zu Ihrer eigenen Hochzeit?
Niklas Osterloh: Ich glaube immer wenn man sich entscheidet, man möchte Mann und Frau werden, bedeutet das sehr viel Organisation, worüber man erst gar nicht so nachdenkt. Bei uns war es auch ein bisschen so (lacht). Wir wollten im letzten Jahr heiraten und haben uns früh Gedanken gemacht, dass wir das in Hamburg machen wollen. Aber das war nicht einfach; das Standesamt war komplett ausgebucht. Und da meine Frau vom Pass her Österreicherin ist, mussten wir extrem viele Formulare ausfüllen. Wir haben dann den Tipp bekommen, dass man in Dänemark recht einfach heiraten kann, wenn man nicht die gleiche Nationalität hat. Dann haben wir ganz kurzentschlossen die Familie eingepackt, sind spontan mit mehreren Autos runter gefahren und haben uns ein schnuckeliges Hotel genommen und haben da geheiratet. Das war ganz bezaubernd, obwohl es eine Kurzschlussreaktion war. Wir hatten Traumwetter im Dezember, es war nicht kalt, die Sonne hat geschienen, ganz viele kleine bunte Puppenhäuser auf dieser Insel. Das war ein unvergessliches Wochenende, aber ein bisschen chaotisch (lacht).

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GALA: Feiern Sie noch einmal groß zu Hause nach?
Niklas Osterloh: Wir wollten das eigentlich dieses Jahr schon machen, aber das haben wir auf Eis gelegt. Das machen wir nächstes Jahr ganz in Ruhe. Man will ja auch allen gerecht werden. Am liebsten würden wir eine Feier am Strand machen, mit Lagerfeuern und Grillen. Aber man möchte natürlich auch, dass die 96-Jährige Oma mit dabei ist. Man muss das für alle anpassen und das braucht ein bisschen Organisation. Deswegen machen wir das 2019 - mit mehr Zeit.

GALA: Wie ist das, Hochzeiten zu spielen, wenn man selbst glücklich verheiratet ist?
Niklas Osterloh: Es ist ganz gut, dass ich schon einmal auf einer Hochzeit war – meiner eigenen (lacht). Man hat ein Gefühl dazu, aber man kann das nicht vergleichen. Das ist wie bei den Liebesszenen, in denen man sich küssen muss. Das ist sehr technisch. Es gucken wahnsinnig viele Leute zu, man bespricht vorher wo die Kameras stehen und wie das aussehen soll.

GALA: Wie haben Sie Ihre Frau kennengelernt?
Niklas Osterloh: Bei Dreharbeiten. Meine Frau ist Make-up Artistin und Kosmetikerin und hatte ein kleines Kosmetikstudio bei Hamburg. Wir haben uns kennen gelernt, weil sie mich geschminkt hat. Ich hab bei dem Projekt schon öfter gedreht, sie war das erste Mal dabei als Maske. Ich habe einen kleinen Hund, so ein kleines Schaf, und ihr erster Gedanke war ‚Wem gehört denn der Oma-Hund?‘ (lacht). Dann haben wir drei Tage lang zusammen gedreht und uns drei Wochen lang jeden Tag getroffen, haben Stundenlang auf dem Teppich gesessen und gequatscht. Dann gab‘s kein Zurück mehr. (lacht)

GALA: Sie wohnen in Hamburg und Potsdam. Wie gestaltet sich ein Familienleben zwischen zwei Städten?
Niklas Osterloh: Wir haben immer gesagt, wir sind ein bisschen das fahrende Völkchen (lacht). Viel im Auto, mittlerweile bleiben wir aber immer zwei, drei Wochen in Potsdam – je nach Terminen. Am Anfang sind wir wirklich jedes Wochenende nach Hamburg gefahren, auch wegen des Heimwehs. Aber wir wollen Fuß fassen und uns einen Freundeskreis aufbauen. Deswegen sind wir mittlerweile mehr in Potsdam und ein, zweimal im Monat in Hamburg. Wir haben da aber auch noch eine Wohnung. Theoretisch können wir dahin fahren, wo das Wetter gut ist.

GALA: Aber Hamburg bleibt Ihre Heimat?
Niklas Osterloh: Ja, auf jeden Fall! Ich vermisse die Möwen. Ich gehe am liebsten am Elbstrand spazieren, wenn das Wetter richtig schlecht ist. Bei Wind und Regen, wenn man sich durch das Wetter kämpft und die Elbe aufgewühlt ist. Ich komme ja ursprünglich aus Lübeck und bin quasi in der Ostsee aufgewachsen.

GALA: Sie sind mittlerweile seit 19 Monaten Vater einer Tochter. Was ist das Schönste am Vatersein?
Niklas Osterloh: Es gibt immer Höhen und Tiefen. Jeder, der ein Kind hat, kennt das. Da kommt der nächste Schub, sie entdeckt etwas Neues und dann ist sie zwei Wochen ein echter Terrorzwerg. Aber danach guckt sie dich mit anderen Augen an, sie versteht die Welt besser und wenn man nach Hause kommt und sie kommt dir mit ausgebreiteten Armen entgegen, das ist wunderschön. Das gibt mir Ruhe. Ich bin angekommen und das ist ein schönes Gefühl.

GALA: Planen Sie noch mehr Kinder?
Niklas Osterloh: Ja, auf jeden Fall! Nur noch nicht so bald (lacht). Wir haben im Freundeskreis auch Paare, die ein Kind im Alter meiner Tochter haben und die jetzt auch nochmal Nachwuchs bekommen haben. Es ist schön, wenn die Kinder so nah beieinander sind. Aber wir genießen auch gerade diese Freiheit, die zurück kommt, wenn das Kind schon etwas eigenständiger ist. Diese Freiheiten wollen wir noch genießen und dann kommt auf jeden Fall nochmal was nach.

GALA: Sie zeigen das Gesicht Ihrer Tochter nicht und halten den Namen geheim. Warum?
Niklas Osterloh: Das ist ein schwieriges Thema für mich. Ich möchte in der Öffentlichkeit als Schauspieler wahrgenommen werden und nicht als Person des öffentlichen Lebens. Wir halten das bis jetzt so, dass wir sagen, wenn sie alt genug ist, sodass wir richtig kommunizieren können, dann kann sie etwas dazu sagen. Ich möchte nicht über sie verfügen. Sie ist zwar meine Tochter, aber sie gehört mir nicht. Sie soll sich frei entscheiden dürfen, ob sie sich dem aussetzt oder nicht. Wenn du in der Öffentlichkeit stehst kann das schön sein, kann aber auch genauso die Kehrseite haben.

GALA: Blick in die Zukunft: Wie geht es für Sie bei „GZSZ“ weiter?
Niklas Osterloh: Ich habe gerade verlängert. Dementsprechend bleibe ich noch ein bisschen bei „GZSZ“. Ich habe viele Anfragen parallel, was manchmal schade ist, weil auch größere interessante Sachen dabei sind, die ich nicht machen kann. Aber die Produktion versucht mir wirklich viel zu ermöglichen, wie jetzt auch Inga Lindström. Klar gab es jetzt auch schon Rollenangebote, die ich nicht machen konnte, die mich sehr gereizt hätten. Aber dafür habe ich jetzt konstante Arbeit und mit einer Familie ist das schön, ein bisschen Sicherheit zu haben. Was als Schauspieler, wenn du von Projekt zu Projekt gehst, nicht immer ganz so einfach ist. Weil du nie genau weißt, wie es weiter geht. Gerade jetzt in den Wintermonaten wird wenig gedreht, da musst du schon immer sehr vorausschauend sein. So habe ich jetzt für die Anfangszeit Sicherheit und das ist mir wichtig.

Inga Lindströms "Die Braut vom Götakanal" läuft am Sonntag, den 28. Oktober, um 20.15 Uhr im "ZDF". Niklas Osterloh ist in der Rolle des Moritz zu sehen.

GZSZ

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