Nico Rosberg: Harte Worte über Formel-1-Zeit mit Michael Schumacher

Nico Rosberg hat in einem Interview erstaunlich offen und erstaunlich hart über die Zeit gesprochen, als er und Michael Schumacher gemeinsam für den Rennstall Mercedes gefahren sind.

Nico Rosberg, 34, wurde 2016 mit dem Rennstall Mercedes zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch nicht immer war er der Star des Teams: 2010, als er zu Mercedes stieß, hieß der Superstar Michael Schumacher, 50. Der war nach einer vierjährigen Auszeit vom Motorsport gerade auf die Piste zurückgekehrt und damit DAS Thema der Saison. Über die Zeit im Schatten Schumachers sprach Rosberg jetzt in seinem Podcast "Beyond Victory".

Nico Rosberg fühlte sich schlecht behandelt 

Im Gespräch mit Claire Williams, 42, deren Vater Frank Williams, 77, Teamchef von "Williams F1" ist, sagte Rosberg über das damalige Mercedes-Team: "Sie haben sich einen Dreck für mich interessiert." Er übertreibe zwar etwas. Aber es sei nun mal der große Michael Schumacher gewesen, der im Zentrum der Aufmerksamkeit gestanden habe. "Sie haben es nicht böse gemeint. Es lag einfach daran, dass 'Gott' im Raum saß. Michael Schumacher war Gott", erklärt Rosberg. Er selbst hatte bis dato noch kein Rennen gewonnen und musste sich noch beweisen. Selbst seine Strategie hätten die Verantwortlichen mehr mit Schumacher besprochen als mit Rosberg selbst. Rosberg wollte die Vorgehensweise nicht akzeptieren und suchte das Gespräch.

Michael Schumacher

Ein Leben auf der Überholspur

Juli 1988  Da wo alles begann: Michael Schumacher posiert während des Trainings auf der Kartbahn Kerpen-Manheim für ein Foto. Auch als er schon in den Formel-Klassen fuhr, nahm er weiterhin gelegentlich an Kartrennen teil.
November 1991  1991 unterschreibt Michael Schumacher einen Formel 1-Vertrag bei Benetton.
Januar 1992  Bevor Michael Schumacher 1987 erstmals in der Formel König startet, verbringt er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Ralf Schumacher viel Zeit auf der Kartbahn.
September 1992  Stars unter sich: Schauspielerin Brigitte Nielsen und Michael Schumacher unterhalten sich in der Boxengasse.

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Rosberg erklärt: "Ich habe [den entsprechenden Personen] die Situation erklärt und geschildert, wie es mir damit geht - aber respektvoll. Ich sagte: 'Ich verdiene in so einem Strategiemeeting genau die gleiche Aufmerksamkeit wie Michael Schumacher. Besonders wenn ihr über meine Strategie sprecht.'" Mut, der sich auszahlte, denn schon im nächsten Strategie-Meeting habe man ihm "fast mehr Beachtung [als Michael]" geschenkt. 

Drei Jahre, zwischen 2010 und 2012, fuhren die beiden Piloten als Kollegen für Mercedes. Rosberg hatte dabei die Nase vorn: Die WM beendete er in allen drei Saisons vor Schumacher. 2016 dann der Sieg für die Ewigkeit: Nico Rosberg wurde Formel-1-Weltmeister.

Verwendete Quellen: Beyond Victory, ran, Motorsport.com

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