Nick Cave Drama am Todesort seines Sohnes

Vor nicht einmal einer Woche ist Nick Caves Sohn durch einen Unfalll gestorben. Doch neue Fakten werfen die Frage auf: Hätte er noch leben können?

"Unser Sohn Arthur ist am Dienstagabend gestorben. Er war unser schöner, glücklicher Junge", teilten Sänger Nick Cave und seine Frau Susie vor knapp einer Woche in einem Statement mit. Es waren ihre einzigen Worte, die sie bisher an die Öffentlichkeit richteten. Das Paar bat darum, nicht mehr gestört zu werden, da die Familie Zeit zum Trauern brauche. Kurz zuvor hatten sich dramatische Szenen ereignet. Arthur fiel nahe Brighton die Klippen hinunter und starb an seinen schweren Verletzungen.

Die Rettungskräfte standen vor verschlossenem Tor

Doch nun ist ein besonders tragisches Detail zum Unfall des 15-Jährigen ans Licht gekommen: Der Weg zur Unglücksstelle war versperrt. Durch ein Tor, das für das Rettungsfahrzeug geöffnet werden musste. Bis jemand kam und den Wagen durchließ, vergingen rund 20 Minuten, berichtet die "Sunday Times". Eine ziemlich lange Zeit. Bei solch schweren Verletzungen wie sie Nick Caves Sohn davongetragen hatte, zählt jede einzelne Sekunde.

Ein Sanitäter rannte in ein nahegelegenes Hotel, um den Schlüssel für das Tor zu holen, erzählt ein Angestellter der "Sunday Times". "Wir haben mehrfach die Wasserrettungsstation kontaktiert", so der Mitarbeiter des Hotels. "Ich habe dort angerufen, Emails geschickt." Doch es war niemand zu erreichen.

Letzte Chance - das Fahrrad

Während der Rettungswagen vor dem verschlossenen Tor wartete, organisierte das Sanitäter-Team Fahrräder, um die Unglücksstelle zu erreichen. "Zwei unserer erfahrensten Rettungskräfte versuchten das Leben des Jungen zu retten", erklärte ein Sprecher dem "The Telegraph".

Irgendwann drang auch das Fahrzeug der Ambulanz zum Ort des Geschehens vor - nachdem ein Rettungsschwimmer der Wasserrettungsstation erreicht werden konnte. Dieser fuhr mit dem Schlüssel auf einem Quad von Brighton zu dem Tor, wo die Einsatzkräfte warteten. Schließlich landete ein Helikopter unterhalb der Klippen und brachte Arthur ins Royal Sussex County Hospital, wo er später starb.

Ein Sprecher der Sädte Brighton und Hove sagte nach dem traurigen Vorfall, dass Codeboxen an den Toren eingeführt werden sollen, die den Rettungsdiensten den Zugang zum Undercliff Pfad erleichtern sollen. An den meisten Stränden soll es diese bereits geben.

ida Gala

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