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Coronavirus "Querdenker"-Rednerin zieht empörenden Vergleich zwischen sich und Sophie Scholl

Jana aus Kassel zeigt exemplarisch, wie absurd viele Veranstaltungen der sogenannten "Querdenker"-Bewegung im Zuge der Coronapandemie sind. 
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Am Samstagabend bekommt eine junge Frau in Hannover auf einer "Querdenker"-Versammlung ein Mikro überreicht und beginnt ihre beschämende Rede. Was dann folgt, scheint genauso unerwartet wie bewundernswert.

Jana aus Kassel, wie sich die 22-Jährige vorstellt, glaubt, sie kämpfe für Freiheit, Frieden, Liebe und Gerechtigkeit. Sie behauptet, sie fühle sich wie Sophie Scholl, weil sie seit vielen Monaten im Widerstand kämpfe. Ein völlig absurder Vergleich zur Widerstandskämpferin Sophie Scholl, die gemeinsam mit ihrem Bruder die Widerstandsgruppe "Weiße Rose" gründete und mit dieser dem Nationalsozialismus trotzen wollte.

Jana aus Kassel: "Ich hab doch gar nichts gesagt!"

Sophie Scholl wurde mit 21 Jahren zum Tode verurteilt und hingerichtet. Jana aus Kassel wird aufgrund des mehr als hinkenden Vergleichs von einem Securitymitarbeiter der Veranstaltung als Holocaust-Leugnerin bezeichnet. Der Mann möchte deshalb seinen Job nicht weiter ausführen, Jana versteht die Welt nicht mehr. Sie weint, wirft das Mikrofon auf den Boden und flieht trotzig wie ein Kind von der Bühne. Das Video machte schnell die Runde im Netz - und sorgte für teils irritierte, teils amüsierte Reaktionen.

Verwendete Quelle: tagesspiegel.de

Gala

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