Nevio Passaro: Große Angst um sein ungeborenes Kind

Nevio Passaro erzählt im GALA-Interview von der großen Sorge um sein ungeborenes Kind.

Nevio Passaro

Nevio Passaro, 39, könnte aktuell gar nicht glücklicher sein. Nicht nur beruflich läuft es für den Musiker gut - vor Kurzem feierte er bei GALA die exklusive Video-Premiere seiner neuen Single "Hier am Meer" - auch privat gibt es eine äußerst erfreuliche Nachricht: Nevio wird zum zweiten Mal Vater!

Doch das berufliche sowie private Glück wurde in den vergangenen Wochen von einer erschreckenden Nachricht überschattet. Nevio und seine Freundin Verena mussten befürchten, dass sich das ungeborene Kind mit einer schlimmen Krankheit angesteckt hat. Bei GALA erzählt Nevio jetzt von dieser dramatischen Zeit.

Gefährliche Krankheit bei Schwangerschaft

Gala: Nevio, was genau ist passiert?

Nevio Passaro: Luce hat Ringelröteln aus der Kita mitgebracht. Das ist eine relativ "normale" Kinder-Krankheit, nichts Bedrohliches. Die Kinder haben Fieber und Erkältungssymptome, stecken das aber in Regel gut weg. Wir haben aber erst nach einer Woche erfahren, dass es Ringelröteln sind, da anfangs alles nach einer normalen Erkältung aussah. Luce und Verena hatten in dieser Woche engsten Kontakt miteinander. Das Problem: Für Schwangere bzw. für das ungeborene Kind können Ringelröteln aber sehr wohl gefährlich sein.

Inwiefern?

Viele verwechseln Ringelröteln mit normalen Röteln. Der Unterschied ist, dass man sich gegen Röteln impfen lassen kann, gegen Ringelröteln aber nicht. Da Verena als Kind nie Ringelröteln hatte, bestand also die Gefahr, dass sie sich in dieser Woche angesteckt hat und somit auch das Kind. Im schlimmsten Fall kann das dann zu einer Fehlgeburt führen oder hinterlässt beim Kind bleibende Schäden an wichtigen Organen wie Gehirn und Herz.

Wie ging es dann weiter?

Wir waren Wochen lang in großer Sorge. Aber nicht nur das. Wir mussten uns auch von einen auf den anderen Tag räumlich trennen, um ein weiteres Ansteckungsrisiko zu verringern. Verena zog in unsere andere Wohnung in Berlin, mein Vater hat Luce mit nach Bayern genommen. Es war eine ganz schön emotionale Belastung, in dieser schweren Zeit nicht als Familie zusammen zu sein.

Große Sorgen und räumliche Trennung

Wie habt ihr euch in dieser Zeit gefühlt?

Das größte Glück, das ich in meinem Leben empfunden habe, war bei der Geburt meiner Tochter. Dadurch entsteht aber auch die größte aller möglichen Sorgen, die man haben kann. Es ist das Schlimmste überhaupt, wenn man eine Zeit lang in Ungewissheit leben muss, dass das eigene Kind zu schaden kommen könnte.

Aber Verena hat mir in dieser Zeit immer gesagt, dass sie weiß, dass alles gut wird. Das hat mich sehr beruhigt. Ich glaube daran, dass eine ganz spezielle Verbindung zwischen der Mutter und dem ungeborenen Kind entsteht.

Die erleichternde Nachricht

Wie ist es ausgegangen?

Nach mehreren ausgiebigen Untersuchungen haben wir aber dann die erleichternde Nachricht bekommen, dass sich Verena nicht angesteckt hat. Da kullerten natürlich die Tränen vor Erleichterung. Wir sind sehr glücklich, aber ich ärgere mich auch über die Ärzte.

Warum genau?

Viele Frauenärzte teilen einem diese Infos bezüglich Ringelröteln überhaupt nicht mit. Wir wussten gar nicht, dass es diese Krankheit überhaupt gibt. Dieser Hinweis sollte Pflicht sein! Aber so lange das nicht der Fall ist, mache ich eben darauf aufmerksam. Wenn man so etwas erlebt hat, empfindet man es fast schon als seine moralische Pflicht, das zu kommunizieren. In der Hoffnung, dass man Menschen erreicht, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und man ihnen mit dieser Information hilft.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

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