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Ivanka Trump Hat sie sich strafbar gemacht?

Ivanka Trump
© Getty Images
Ivanka Trump bekommt Gegenwind – und zwar einen, der sich nicht so leicht ignorieren oder vom Tisch fegen lässt.

Es kommt dicke für Ivanka Trump, 39, und ihre Familie: Am Dienstag (19. Mai 2021) teilte die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft mit, dass die zivilrechtliche Untersuchung der "Trump Organization" nun auch als eine strafrechtliche behandelt wird. Die Firma wurde 1923 von Donald Trumps Großmutter väterlicherseits, Elizabeth Christ Trump, †85, und seinem Vater, Fred Trump, †93, gegründet. Donald Trump, 74, übernahm die Leitung 1971. 2017 gab er aufgrund seiner Wahl zum US-Präsidenten seinen Kindern Donald Trump Jr., 43, und Eric Trump, 37, die Zügel in die Hand, blieb aber Eigentümer. Auch Ivanka war vor ihrer Beratertätigkeit im Weißen Haus ins Geschäft involviert gewesen.

Sind die Trumps kriminell? Das wird jetzt untersucht

Laut "Washington Post" erklärte das Büro der Generalstaatsanwältin New Yorks, dass "Handlungen aktueller und ehemaliger Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens" als kriminell gelten könnten, wenn die Untersuchung ein entsprechendes Fehlverhalten feststellen würde. Das heißt: Den drei ältesten Trump-Kinder könnte es an den Kragen gehen. Die Ermittlungen erfolgen in Zusammenarbeit mit der Bezirksstaatsanwaltschaft von Manhattan. Die Tatsache, dass die als Rivalen geltenden Behörden ihre Bemühungen koordinieren, unterstreicht die Brisanz und Wichtigkeit der Ermittlungen. Untersucht werden potenzielle Steuer-, Versicherungs- und Bankbetrugsfälle sowie die Fälschung von Geschäftsunterlagen.

Jared Kushner, Theodore James, Arabella Rose, Joseph Frederick und Ivanka Trump. 

Ivanka Trump wehrt sich gegen Vorwürfe

Ermittler wollen bereits im November 2020 auf verdächtige, als "Beratungshonorare" deklarierte Steuerabschreibungen aus den Jahren 2010 bis 2018 in Höhe von rund 26 Millionen US-Dollar (21,3 Millionen Euro) gestoßen sein. In einen der Posten – es geht um umgerechnet 612.000 Euro – soll Ivanka verwickelt sein. Die Frage: Warum erhielt sie ein Honorar als Beraterin, obwohl sie zeitgleich leitende Mitarbeiterin der "Trump Organization" war? Auf die Frage, ob die Enthüllungen am Ende für Donald Trump sogar eine Haftstrafe bedeuten könnten, antwortete der US-Top-Anwalt Akerman gegenüber CNN: "Das steht außer Frage. Und seine Tochter könnte auch ins Gefängnis kommen."

Auf Twitter wehrte sich die Mutter dreier Kinder kurz nach der Veröffentlichung der Vorwürfe: "Das ist schlicht und einfach Belästigung. Diese 'Untersuchung' der Demokraten von NYC ist zu 100% von Politik, Öffentlichkeitsarbeit und Wut motiviert. Sie wissen sehr gut, dass es hier nichts [zu beanstanden] gibt und dass es überhaupt keinen Steuervorteil gab. Diese Politiker sind einfach rücksichtslos."

Verwendete Quellen: twitter.com, cnn.com, washingtonpost.com

jre Gala


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