Nena Grenzen mag ich nicht

Nena
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Sängerin Nena setzt auf alternative Erziehungsmethoden.

Nena (52) lässt ihren Kindern, Enkelkindern und ihrem Partner viel Freiraum.

Der deutsche Popstar ('Liebe ist') ist in vielerlei Hinsicht alternativ eingestellt, die Erziehung ihrer Kinder bildet da keine Ausnahme. "Ich will weder die 'The Voice'-Teilnehmer noch meine Kinder in eine bestimmte Richtung ziehen. Darum mag ich das Wort Erziehung überhaupt nicht", erklärte die Castingshow-Jurorin im Interview mit der 'Frankfurter Rundschau'. "Da sehe ich immer einen Erwachsenen, der ein Kind in seine Richtung zieht. Damit bin ich nicht einverstanden. Kinder haben das Recht auf freie Entfaltung. Sie sind nicht hier, um die Erwartungen der Erwachsenen zu leben."

Auch bei ihren beiden dreijährigen Enkelkindern lässt Nena die Zügel locker. "Die können durchaus ihre eigenen Entscheidungen treffen. Für mich ist es ganz toll, ihre Entwicklung jetzt aus der Sicht einer Großmutter zu erleben", betonte die überzeugte Veganerin. "Jeder Mensch kommt mit unendlich vielen Fähigkeiten auf die Welt. Wie kommen wir bloß darauf, uns ständig eingrenzen zu wollen? Meist fängt das in der eigenen Familie an, im Kindergarten läuft es weiter, und in der Schule geht es dann richtig los. Der Lehrer bestimmt, wie man seine Zeit zu gestalten hat. Für mich ist das ein völlig veraltetes Lebenskonzept."

Das Konzept der freien Entfaltung ist der gelernten Goldschmiedin, die seit 18 Jahren mit Philipp Palm glücklich ist, nicht nur bei ihren Kindern, sondern auch in der Liebe heilig. Bloß nicht einengen lassen, lautet auch dort ihre Devise: "Besonders in einer Beziehung neigen wir meist dazu, uns aneinander zu klammern. Wir leben eine gewisse Abhängigkeit. Damit tun wir uns allerdings keinen Gefallen. Wir sollten lieber ganz ehrlich aussprechen, was wir denken und fühlen. Wer ständig seine persönlichen Bedürfnisse unterdrückt, schadet sich nur selbst, wie ich immer wieder feststellen muss", erklärte Nena.

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