Nazan Eckes: "Meine Familie ist jetzt komplett"

Nazan Eckes ist vor elf Wochen zum zweiten Mal Mutter geworden. In GALA zeigt sie ihr Baby-Glück – und verrät, warum die nächste Zeit ein einziger Kompromiss sein wird

Beim großen GALA-Shooting in Hamburg herrscht diese besondere Stimmung, eine Mixtur aus Freude und Anspannung. Denn diesmal fotografieren wir nicht nur die schöne Moderatorin Nazan Eckes, 40, die als Markenbotschafterin des Wäschelabels Triumph das Blitzlicht gewohnt ist, sondern zusammen mit ihr auch ihren zuckersüßen, gerade mal elf Wochen alten Sohn Ilyas.

Wie wird der kleine Mann bei seinem ersten großen Auftritt wohl reagieren? Für Nazan Eckes ist dieser Tag etwas ganz Besonderes: Von dieser privaten und verletzlichen Seite zeigte sich die TV-Frau, die mit dem österreichischen Künstler Julian Khol, 37, bereits den zwei Jahre alten Sohn Lounis hat, noch nie. Doch als der kleine Ilyas neben ihr in einem Bett liegt, mit den Beinchen strampelt und zu kichern beginnt, fällt die Anspannung von ihr ab. Sie vergisst alles um sich herum und spricht mit uns über die schönste Zeit ihres Lebens.

Wie verlief der Tag der Geburt von Ilyas genau?

Er war unglaublich aufregend. Durch die Geburt meines ersten Sohnes war ich natürlich vorbereitet und auch etwas entspannter. Trotzdem bleibt eine Restsorge im Kopf. Man hofft einfach, dass alles gut geht und dem Baby nichts passiert. Als der Kleine dann auf der Welt war und mir zum ersten Mal in den Arm gelegt wurde, war ich fix und fertig – vor Müdigkeit und vor Freude.

Hat Ihr Mann Sie begleitet?

Natürlich. Er war die ganze Zeit dabei, auch bei Lounis' Geburt. Es ist wichtig, dass der Vater an diesem wunderschönen Erlebnis teilhat und es hautnah miterlebt. Und ich muss sagen: Julian war genauso gerührt wie ich.

Hatten Sie beide sich schon vorher auf den Namen geeinigt?

Das war ein ähnliches Drama wie bei Lounis. Wir sind beide einfach so unentschlossen, dass der Kleine erst Stunden nach der Geburt seinen Namen bekommen hat. Wir haben zwischen Ilyas und Noah geschwankt. Wir dachten, dass wir es wissen, sobald wir ihn das erste Mal sehen. Das war aber nicht so. Und jetzt heißt er Ilyas Noah. Das weiß im Übrigen noch keiner ...

Welche Bedeutung hat der Name Ilyas für Sie?

Das war der Name eines Propheten. Wir fanden den Gedanken schön, dass dieser Name in allen großen Weltreligionen vorkommt. Es hat etwas Verbindendes, und das gefällt uns. Es war auch der Lieblingsname meiner Mutter, schon beim ersten Kind.

Kann man bereits sagen, wem der Kleine ähnlich sieht?

Das ist von Woche zu Woche unterschiedlich. Als er frisch auf der Welt war, sah er keinem von uns ähnlich, und wir haben uns gefragt, welcher Großonkel sich da wohl genetisch durchgesetzt hat. (lacht) Mittlerweile hat er sehr viel Ähnlichkeit mit seinem Bruder. Die Augenpartie. Wenn ich mir meine alten Kinderfotos anschaue, erkenne ich aber auch mich in ihm wieder. Lounis kam als Baby eher nach seinem Vater. Ilyas kommt mehr nach mir, er ist die dunklere Version.

Wie war der erste Tag mit dem Kleinen zu Hause?

Wunderschön! Ich war zum Glück sehr schnell wieder auf den Beinen und habe mich gefreut, nach Hause zu kommen. Gleichzeitig waren wir sehr aufgeregt, wie es sein wird, mit zwei Kindern den Alltag zu meistern. Ilyas ist ein sehr entspanntes Baby. Die größere Herausforderung war es, Lounis beizubringen, dass nun ein Baby bei uns ist und er ein Brüderchen hat. An das neue Leben zu viert mussten wir uns herantasten, uns intensiv um Lounis kümmern. Glücklicherweise ist uns das gelungen. Mittlerweile liebt er seinen Bruder. Die Eifersuchtsattacken sind vorbei.

Wie hat sich die Eifersucht denn bemerkbar gemacht?

Er hat ihn ständig am Fuß gezogen oder ihm die Söckchen geklaut. Manchmal hat er ihn auch gestreichelt, aber kaum hat man weggeschaut, hat er ihn am Ohr gezogen. Der arme Ilyas hat dann immer aufgeschrien. Ich musste die ersten Tage wirklich aufpassen, dass ich die beiden voneinander trenne. Wenn Ilyas irgendwann älter ist und davon erfährt, wird er sich sicher an Lounis rächen. (lacht)

Wie macht man einem Kleinkind klar, dass es ein neues Familienmitglied gibt?

Ich habe mir im Vorfeld Rat von anderen Müttern geholt. Es gibt aber auch sehr viele gute Bücher, in denen spielerisch erklärt wird, was es bedeutet, wenn die Mama einen dicken Bauch hat. Diese Bücher haben wir uns immer wieder angeschaut und ihm erklärt, dass er bald ein Geschwisterchen bekommt. Natürlich ist das für ein zweijähriges Kind eine schwierige Situation. Plötzlich ist da ein anderes Baby ständig auf Mamas Arm. Man muss ein bisschen in die Trickkiste greifen und als Mutter sehr stark sein, denn es tut weh, sein älteres Kind leiden zu sehen. Wir haben das Baby zum Beispiel ein Geschenk "mitbringen" lassen, ein kleines Motorrad.

Würden Sie sagen, dass Sie jetzt gestresster sind?

Definitiv bin ich als Zweifach-Mami gestresster. Ich werde zwar nicht mehr so panisch, wenn das Baby weint oder es krank ist, dafür haben wir jetzt aber zwei Kinder, die Aufmerksamkeit wollen. Ich bin 24 Stunden im Einsatz und ständig auf Trab. Manchmal vergesse ich zu essen, einen Schluck Wasser zu trinken oder auf die Toilette zu gehen. Dementsprechend erschöpft liege ich abends auf dem Sofa. Ganz oft wollen mein Mann und ich noch einen Film gucken, aber ich schlafe bei der Hälfte ein. Das ist die einzige Romantik, die wir zurzeit miteinander erleben.

Müssen Sie nachts oft raus?

Lounis wollte in den ersten Monaten jede Stunde gefüttert werden, damals habe ich fast nur im Sitzen geschlafen. Ilyas schläft zum Glück schon jetzt einige Stunden durch. Momentan schläft er aber noch bei uns im Bett.

Und wer von Ihnen kümmert sich, wenn das Baby schreit?

Momentan mache ich das, weil Ilyas ja noch gestillt wird. Julian ist aber kein Vater, der sich unter dem Kopfkissen versteckt und so tut, als hätte er nichts gehört. Er hilft, wann er kann. Und wenn Lounis mal aufwacht, kümmert er sich auch.

Können Sie den Kleinen schon sorglos bei der Oma lassen?

Das geht noch nicht, dafür hat er zu viel Hunger. Ich bringe es auch nicht übers Herz, mein Kind abzugeben. Ich fühle mich irgendwie mit ihm verwachsen. Wenn ich viel erledigen muss, dann kommt er einfach in den Tragegurt. Er ist 24 Stunden bei mir. Neulich war ich sogar mit ihm beim Zahnarzt, und die Helferin hat den Kinderwagen hin und hergeschoben.

Ganz sanft schmiegt sich Mamas Hand um Ilyas’ Füßchen

Sind Sie ängstlicher geworden, seitdem Sie Mutter sind?

Ich bin wachsamer geworden. Es ist mir wichtig, dass meine Kinder in einer geborgenen Umgebung aufwachsen, daher mache ich mir viel mehr Gedanken über die Entwicklungen in der Welt und der Gesellschaft. Weltpolitische Angelegenheiten werden auf einmal zu sehr persönlichen Themen, das kannte ich vorher in dieser Intensität nicht. Von Sorgen und Ängsten möchte ich mich aber nicht leiten lassen – was wäre ich denn dann für ein Vorbild? Ich will meine Kinder selbstsicher und mit viel Lebensfreude erziehen. Ich möchte, dass wir angstfrei leben.

Welche Entwicklungen bemerken Sie bei Ilyas?

Jetzt beginnt die schönste Phase, da Babys in diesem Alter eine Verbindung zu ihren Eltern aufbauen. Er kann mehr sehen, nimmt seine Umgebung wahr. Er lächelt und versteht es, wenn wir ihn mit albernen Quietschgeräuschen belustigen. Und er selbst macht jetzt auch diese Geräusche.

Sie sind wieder voll in shape. Wie haben Sie das gemacht?

Ich mache einfach sehr behutsam Sport. Ich gehe jeden Tag mit Ilyas spazieren. Ich mache einmal die Woche Yoga, und wenn Zeit ist, gehe ich noch ein- bis zweimal auf mein Rudergerät. Jetzt ist es schon toll, dass die alten Jeans bald wieder passen. Von 15 Kilo habe ich bereits 13 wieder verloren.

Wie verändert das zweite Kind die Beziehung?

Mein Mann und ich haben noch weniger Zeit füreinander. Man muss sehr stark sein und sich sehr lieben. (lacht) Ich bin wirklich froh, dass wir uns zum richtigen Zeitpunkt für Kinder entschieden haben. Ich glaube einfach, dass man als Paar nicht zu schnell zu diesem Entschluss kommen darf. Man muss vorher viel miteinander erlebt haben. Sich austoben. Man darf, wenn die Kinder da sind, nicht das Gefühl haben: Oh Gott, ich verpasse jetzt etwas! Oder: Mein Leben ist eingeschränkt! Denn natürlich haben wir gerade keine Zeit für Zweisamkeit. Die Kinder haben Vorrang. Aber wenn Ilyas ein Jahr alt ist, können mein Mann und ich auch abends mal wieder ausgehen. Ich freue mich schon jetzt wahnsinnig darauf, wenn wir uns mal wieder länger als zwei Minuten in die Augen schauen können. Das haben wir schon einmal geschafft und schaffen es auch ein zweites Mal.

Möchten Sie noch mehr Kinder?

Die Baby-Planung ist abgeschlossen. Man soll niemals nie sagen, aber wir sind mit den zwei Jungs sehr glücklich.

Ist Ihr Plan fürs Leben somit aufgegangen?

Ich bin mit mir im Reinen. Früher habe ich mich selbst immer wieder kritisch hinterfragt. Ich habe probiert, es vielen Leuten recht zu machen. Inzwischen habe ich von meinen Kindern gelernt, die Dinge viel entspannter anzugehen.

Wann kehren Sie ins Fernsehen zurück?

Im Frühsommer werde ich wieder arbeiten. Gerade fehlt der Job auch nicht so, auch wenn ich meine Arbeit liebe. Ich bin kurz anderweitig berufstätig: als Hausfrau und Mutter.


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