Natascha Ochsenknecht bei "Ibiza Diary": "Das ist ein Sprung ins kalte Wasser"

In "Ibiza Diary" hat Natascha Ochsenknecht ihre erste Hauptrolle in einer fiktionalen TV-Serie. "Hier spiele ich endlich nicht Natascha", erklärt sie ihre Motivation im GALA-Interview

Natascha Ochsenknecht spielt in der neuen RTL2-Serie "Ibiza Diary" mit.

, 54, ist Model, Designerin, Fotografin und Autorin. Mit 54 wagt sich das Multitalent an ein weiteres Projekt: Sie schauspielert jetzt. Während ihre Söhne und Jimi Blue schon von Kindesbeinen an vor Kameras stehen, ist ihre erste große Schauspielrolle für sie ein "Sprung ins kalte Wasser", erzählt sie Im GALA-Interview. 

GALA: Was können Sie uns über Ihre Rolle verraten? 
Natascha Ochsenknecht: Ich spiele eine Mutter, die mit ihrer Tochter auf Ibiza lebt. Sie hat einen Lebensgefährten, der dann erfährt, dass er noch eine Tochter in München hat, die zu uns auf die Insel ziehen möchte, weil sie Stress mit ihrer Mutter hat. Da passiert die ein oder andere Geschichte, das geht kreuz und quer. Es geht um Intrigen, um Liebe, um Mobbing, um Männer und Frauen, die sich in die Quere kommen – ein bisschen Denver-Clan auf Ibiza. (lacht)

Da dachten Sie gleich: Hier muss ich mitspielen? 
Ochsenknecht: Ich bin keine Schauspielerin. Ich habe früher oft zum Beispiel auf meine Söhne am Set gewartet. Regisseure kamen oft auf mich zu und fragten, ob ich nicht Lust auf eine kleine Rolle habe. Das habe ich dann ein paar Mal gemacht. Das hat aber kaum jemand mitbekommen, weil ich es nicht an die große Glocke gehängt habe.  Mir hat das aber immer viel Spaß gemacht. Es kamen auch immer wieder Anfragen, aber so richtig gepasst hat es vorher nicht. 

Was hat Sie von "Ibiza Diary" überzeugt? 
Ochsenknecht:
Was mich an "Ibiza Diary" gereizt hat, war, dass ich eine Rolle spielen musste. Hier spiele ich mich nicht selbst. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt. 

Wie gelang es Ihnen, in diese Rolle zu schlüpfen?
Ochsenknecht:
Ich hatte keine Zeit für ein Coaching, weil ich die ganze Zeit andere Projekte hatte. Die Anfrage für "Ibiza Diary" kam aus dem Nichts, da war ich schon verplant. Beim Dreh sind wir am Abend vorher immer alles durchgegangen und haben ein paar Sachen ausprobiert. Im Prinzip hoffe ich aber einfach, dass es gut geworden ist. (lacht) 

Haben Sie sich Hilfe bei Ihren Söhnen geholt, die selbst Schauspieler sind? 
Ochsenknecht:
Klar, spreche ich mit meinen Kinder darüber. Aber ich wusste schon immer: Jeder lernt anders. Wilson lernt anders als Jimi. Als ich die Drehbücher bekam, habe ich gesehen, dass die Rolle immer größer wurde, es wurde immer mehr Text. Da dachte ich wirklich ‚Oh mein Gott, was mache ich denn jetzt?’ Der Text war für mich wirklich die größte Herausforderung. 

Wie haben sie diese gemeistert?
Ochsenknecht:
Ich bin meist morgens zwei Stunden früher aufgestanden und habe meine Texte gezielt markiert und in leicht, mittel und schwer kategorisiert. Nach dem Modus habe ich dann gelernt. Das ging dann immer besser. 

Werden Sie kritischer bewertet als andere Schauspiel-Neulinge?
Ochsenknecht:
Für mich war es absolut ein Sprung ins kalte Wasser. Und ja, bei mir schauen die Menschen sicher drei, vier Mal hin – nach dem Motto: Ach, jetzt spielt sie auch noch. 

Beim Dreh haben Sie doch sicher schon Feedback bekommen. 
Ochsenknecht:
Ja, sehr positives. Ich habe dem Regisseur direkt in unseren ersten Gesprächen gesagt, dass ich nicht "Natascha" sein möchte und ihm erklärt, wie ich mir die Rolle vorstelle. Da waren wir uns direkt einig. Am Ende waren damit alle zufrieden, auch ich. Mich selbst zu sehen und zu kritisieren, ist trotzdem gar nicht so einfach. 

Haben Sie eine neue Leidenschaft entdeckt?
Ochsenknecht:
Auf jeden Fall. Es hat mir so viel Spaß gemacht. Ich war echt traurig, als die 15 Folgen abgedreht waren. Ich hoffe sehr darauf, dass wir nächstes Jahr weiterdrehen. 

Am Montag (24. September) feiert "Ibiza Diary" auf RTL 2 Premiere. Haben Sie Pläne für den Abend?
Ochsenknecht:
Zwei meiner Kinder sind leider nicht da. Die Produktion lädt auch zum Schauen in München ein. Vielleicht bin ich am Tag vorher sowieso mit meinem Freund in München, dann bleiben wir wohl da und schauen mit allen.

Die erste Folge der neuen RTL II Young Fiction-Serie "Ibiza Diary" feiert am Montag, 24. September TV-Premiere. Binge-Watching Fans können die kompletten 15 Folgen auf dem Video on Demand-Portal TV NOW im PLUS-Bereich abrufen, noch vor der Fernseh-Ausstrahlung im Frühjahr 2019.

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