Natascha Ochsenknecht + Umut Kekilli: "Ich wurde beschimpft – es war mir egal"

Natascha Ochsenknecht und Umut Kekilli gegen den Rest der Welt: Die kritischen Kommentare zu ihrem Altersunterschied haben die beiden nur noch enger zusammengeschweißt. Mit GALA sprachen sie über Vorurteile, ihr Liebes-Comeback – und guten Sex

Natascha Ochsenknecht, Umut Kekilli

Selbst wenn sie sich nur eine Portion Süßkartoffel-Pommes bestellen, wirken Natascha Ochsenknecht, 52, und Umut Kekilli, 33, als hätten sie ein Candle-Light-Dinner. Romantik liegt in der Luft! Beim GALA-Shooting im edlen Berliner "Titanic"-Hotel strahlen sich die beiden an. Man spürt in jedem Moment, dass sie zusammengehören.

"Wir teilen ja sogar unsere Leidenschaft für ausgeflippte Klamotten", sagt Umut. Er wird uns an diesem Tag mit einigen starken Sprüchen überraschen: Der ehemalige Fußballprofi mit türkischen Wurzeln ist nämlich weitaus mehr als "dieser stille junge Kerl an Nataschas Seite", für den ihn viele halten. Mit seiner feinsinnigen Art eroberte er ihr Herz zurück. Nach der Trennung im Sommer 2016 haben Umut und Natascha wieder zueinandergefunden und wollen nun sogar heiraten.

Wann hat es bei Ihnen zum zweiten Mal gefunkt?

Natascha Ochsenknecht: Es hatte sich nie ganz ausgefunkt! Es war immer ein Funke da, der aber lange auf Sparflamme glühte.

Umut Kekilli: Die Trennung war wichtig, sie hat uns gutgetan. Heute wissen wir uns mehr zu schätzen. Wir wissen besser, was wir aneinander hatten und jetzt wieder haben.

An Neujahr haben Sie sich bei Natascha gemeldet, obwohl Sie da schon länger getrennt waren. Haben Sie sie vermisst?

Kekilli: Ja. Ich war in Kapstadt und wollte ihr ein gesundes neues Jahr wünschen. Wir waren ja schließlich sieben Jahre zusammen.

Ochsenknecht: Als das Handy klingelte, war ich so erschrocken, dass ich gar nicht drangegangen bin. (Sie schaut zu Umut) Dann hast du mir geschrieben.

Ganz zu Anfang, als Sie 2010 frisch zusammenkamen, gab es da Vorurteile?

Ochsenknecht: Ich muss wirklich sagen, dass ich das persönlich nicht so empfunden habe. Meine Familie mochte ihn und hat ihn gleich akzeptiert. Auch die Presse ist mit uns beiden wirklich gut umgegangen, ich habe nie so was gelesen wie: "Was will die Alte mit dem jungen Kerl?" Ich habe schon den Eindruck, dass wir ein bisschen Vorreiter waren für dieses Thema. Wir waren irgendwie das erste Paar in Deutschland, das diesen Altersunterschied knallhart durchgezogen hat. Danach kamen einige andere.

Kekilli: Bei mir im Umfeld gab es schon Stimmen, die meinten: "Das hält doch nicht lange!" Oder: "Was willst du denn mit der?" Für meine türkische Familie war die Situation anfangs eine Belastung. Ganz rund lief das nicht. Heute ist das aber anders.

Es klingt so, als hätten Sie beide von Beginn Ihrer Liebe an kein Wenn und Aber zugelassen …

Ochsenknecht: Stimmt, denn es ist mein Leben. Jeder muss für sich entscheiden, und jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Du musst auch ein bisschen egoistisch sein. Es hört sich traurig an, aber Eltern sterben nun mal irgendwann, und die Kinder sind irgendwann aus dem Haus, und du bist derjenige, der übrig bleibt. Und dann? Willst du dich dann im Spiegel angucken und dir sagen: "Scheiße, ich hab mein Glück verspielt, weil man mir reingeredet hat!"? Nein, das sehe ich nicht ein. Ich will das nicht in zehn Jahren zu mir sagen. An so einem Leben würde man kaputtgehen.

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Wie denken Sie über das neue französische Präsidentenpaar Emmanuel und Brigitte Macron? Sie ist 25 Jahre älter als er.

Ochsenknecht: Mich freut sehr, dass dieses Thema jetzt auch in der Politik angekommen ist. Ihre Erfahrung, sein Mut zur Beziehung, das gibt dieser Liebe diese enorme Power. Übrigens: Umut und mich trennen ja nur 20 Jahre. (beide lachen)

Kekilli: Es gibt sehr viele jüngere Männer, die auf reifere Frauen stehen und sich ernsthaft verlieben. Aber viele haben einfach Angst. Ich zuerst auch. Ich wurde beschimpft – aber es war mir egal. Heute fühle ich mich ein bisschen als Vorbild für das Thema "junger Mann, reife Frau". Dass das jetzt durch die Macrons in die öffentliche Diskussion rückt, ist sehr gut. Ich hoffe auf noch mehr Akzeptanz und Toleranz.

Ochsenknecht: Ja, du musstest dir anfangs viele blöde Sprüche anhören. Vor allem, als ich dich in der Türkei besucht habe und das erste Mal zu einem Spiel ins Stadion kam. Dein Trainer und deine Kameraden haben komisch geguckt. Ich wurde sehr beäugt.

Sie waren eine Spielerfrau?

Ochsenknecht: Genau. Als ich zum ersten Mal auf der Tribüne saß, haben auch die jungen Frauen der anderen Spieler ganz schön geguckt. Ich kam mir vor wie eine Außerirdische. Aber ich habe dann gesagt: "Hey Mädels, entspannt euch mal, ihr könntet alle meine Töchter sein!" Da haben sich alle kaputtgelacht. Das Eis war gebrochen.

Warum sind solche Altersunterschiede für viele immer noch ein Thema?

Ochsenknecht: Das ist ganz einfach erklärt: Ein Mann wird im Alter interessanter – eine Frau älter. Wenn man als Frau heutzutage nichts mit seinem Gesicht machen  lässt, dann scheidet man ja gleich komplett aus, könnte man meinen. Was aber viele Männer vergessen, ist die Tatsache, dass bei denen das Getriebe auch irgendwann auf Kniehöhe hängt. (lacht laut auf) 

Könnten Sie sich vorstellen, mit einem über 70-Jährigen zusammen zu sein?

Ochsenknecht: Im Moment würde ich sagen: Nein. Aber es gibt natürlich immer Ausnahmen.

Kekilli: Ach ja? Also ich könnte mir auch vorstellen, mit einer 20-jährigen zusammen zu sein. (beide lachen)

Sind Sie eifersüchtig?

Kekilli: Ab und zu schon, wenn Natascha unterwegs ist und dann ein paar Stunden mehr als üblich Funkstille herrscht. Da werde ich manchmal unruhig.

Ochsenknecht: Ich bin, was das Thema angeht, einfach sehr trainiert. Ich war viele Jahre mit einem Schauspieler verheiratet. Bei so einem Leben hat Eifersucht keinen Platz.

Wie sieht es mit Treue aus?

Ochsenknecht: Ohne Treue geht gar nichts.

Kekilli: Ganz klar, Treue ist in einer Beziehung absolut wichtig.

Und welche Rolle spielt Sexualität für Sie?

Ochsenknecht: Sexualität ist natürlich ganz, ganz wichtig. Aber das Schöne ist: Wenn man älter ist, ist einem da auch vieles egal. Man muss sich nicht mehr aufs Bett drapieren, man ist automatisch schon drapiert.

Kekilli: Sexualität ist mir sehr wichtig. Wer sich liebt und Lust aufeinander hat, kann so viel gar nicht falsch machen. Alles andere ergibt sich. Wenn man sich lange kennt, weiß jeder, was der andere mag und was nicht.

Was schweißt Sie zusammen?

Ochsenknecht: Da ist einfach ein Band zwischen uns, ein unsichtbares.

Kekilli: Wir sind seelenverwandt. Das mag kitschig klingen, aber es ist so. Wir wissen, wie wir ticken und was wir fühlen. Das bezieht sich auf jede Situation in unserem Alltag.

Testfrage: Nach einer durchfeierten Nacht – Döner oder Currywurst, bevor es nach Hause geht?

Ochsenknecht: Currywurst, ganz klar!

Kekilli: Na ja, der beste Döner der Stadt ist etwas weit weg von uns, deswegen würde ich jetzt auch mal Currywurst sagen.

Frau Ochsenknecht, nehmen Sie bei der Heirat den Namen Kekilli an?

Ochsenknecht: Es läuft wohl auf einen Doppelnamen hinaus. Ich habe meinen Kindern versprechen müssen, dass wir alle den gleichen Namen haben. (Mit Schauspieler Uwe Ochsenknecht hat sie die Söhne Wilson Gonzalez, 27, und Jimi Blue, 25, sowie Tochter Cheyenne, 17; Anm. d. Red.)

Sind gemeinsame Kinder ein Thema?

Kekilli: Ein Kind würde jetzt reinpassen, aber nicht auf Teufel komm raus. Eigentlich habe ich ja drei Kinder, mit Natascha zusammen. Wir verstehen uns alle bestens.

Ochsenknecht: Wenn es passiert, dann passiert's.

Sie wollen bald zusammenziehen. Ist Stress beim Einrichten programmiert?

Kekilli: Ich hätte gerne eine Zigarren-Ecke … 

Ochsenknecht: … und ich eine Bibliothek. Das kann man ja gut miteinander kombinieren.

Frau Ochsenknecht, was wollten Sie Umut schon immer mal sagen?

Ochsenknecht: Ich habe immer gewusst: Wir gehören zusammen, du Pfeife! Ich habe nie an unserer Liebe gezweifelt.

Und umgekehrt?

Kekilli: Natascha war immer in meinem Herzen. Liebe ist nicht einfach, man muss um sie kämpfen. Und ich bin glücklich, dass wir wieder zusammen sind.

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