Natascha Kampusch: Neue Enthüllungen

Vor zehn Jahren gelang Natascha Kampusch die Flucht aus Wolfgang Priklopils Haus. Am Montag zeigt ORF 2 ein neues Interview mit ihr

Natascha Kampusch

Seit zehn Jahren ist Natascha Kampusch nun frei. Die Österreicherin wurde mehr als acht Jahre von Wolfgang Priklopil in einem Haus festgehalten, ehe sie im Alter von 18 Jahren fliehen konnte. Am 18. Juli läuft in ORF 2 "Natascha Kampusch - ihr Leben 10 Jahre nach der Flucht" (21.05 Uhr): Darin zeigt Christoph Feurstein die heute 28-Jährige "auf ihrem Weg in ein normales Leben". Außerdem gibt Natascha neue Informationen preis, die man so noch nicht wusste.

Natascha Kampusch erzählt von ihrem Peiniger

Dass ihr Peiniger Hitler veehrte, wusste man bereits. Erneut führt sie laut ORF-Vorankündigung in dem "Thema Spezial"-Interview aus: "Er hat Adolf Hitler bewundert und wollte, dass es mir so geht wie den Nazi-Opfern. Er hat mir wenig zu essen gegeben, wenig Kleidung, hat mich gedemütigt, schwere Arbeiten verrichten lassen und mir eine Glatze geschoren". Der österreichische Journalist und Fernsehmoderator hat Kampusch auch an den Ort ihrer Gefangenschaft begleitet, in das Haus von Wolfgang Priklopil, wie der Sender mitteilte. Einmal in zwei Monaten komme Kampusch hierher, "um nach dem Rechten zu sehen", heißt es weiter. Das Haus wurde ihr als Entschädigung für das Erlittene zugesprochen.

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"Ein Gefängnis der Urteile"

Dann zieht Natascha Bilanz: "So richtig frei war ich in den vergangenen zehn Jahren nur in wenigen Momenten. Es war auch ein Gefängnis, in das ich zurückgekehrt bin. Ein Gefängnis der Urteile und Verurteilungen", wird Kampusch weiter zitiert. Aber sie geht ihren Weg: Sie will die Matura nachholen, nimmt Gesangsunterricht und Reitstunden. "Jetzt beginnt erst die Phase, wo ich wirklich versuche, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mich zu entfalten", sagt die 28-Jährige.

Im August erscheint zudem das Buch "10 Jahre Freiheit" von Natascha Kampusch. Darin schreibt sie, wie es ihr nach ihrer Selbstbefreiung ergangen war, wie sie immer wieder dazu gezwungen wurde, "in ihre dunkle Vergangenheit einzutauchen" und wie schwer sie es hatte, ihre Rolle zu finden.

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