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Naomi Campbell Naomi und die Schokoladenfabrik

Naomi Campbell war von einer auf sie Bezug nehmenden Werbung des Schokoladenherstellers "Cadbury" so entsetzt, dass sie mit einer Klage drohte. Die Firma wollte sich lieber nicht mit dem Supermodel anlegen und veröffentlichte nun eine Entschuldigung

Ein gertenschlankes Supermodel und Schokolade sind vermutlich von Natur aus nicht die besten Freunde. Im Falle von Naomi Campbell dürfte sich diese Beziehung aber nun zusätzlich drastisch verschlechtert haben: Das Model fühlt sich von einer Printwerbung des britischen Schokoladenherstellers "Cadbury" zutiefst beleidigt und drohte mit einer Klage. Angesichts dieser Kampfansage veröffentlichte die Firma nun eine Entschuldigung auf ihrer Homepage und versicherte, dass die Werbung zurückgezogen wird.

Besagte Werbung zeigt die "Dairy Milk Bliss"-Schokolade von "Cadbury" und wird mit den Worten "Aus dem Weg, Naomi. Es gibt eine neue Diva in der Stadt. Ich bin die verwöhnteste Schokolade" abgerundet. Eine Anspielung der Firma auf Naomis Starallüren und ihr hitziges Temperament, das bekanntlich schon oft für Ausraster der 39-Jährigen gesorgt hat.

Naomi Campbell konnte über diese Art von Präsenz in der englischen Presse absolut nicht lachen. "Ich bin schockiert", erzählte sie dem britischen "Independent". "Es ist beleidigend, als Schokolade bezeichnet zu werden. Nicht nur für mich, aber für alle farbigen Frauen und Menschen. Ich finde das überhaupt nicht witzig. Es ist beleidigend und schmerzhaft."

In ihrer Wut gab Naomi daraufhin bekannt, sie werde "jede erdenkliche Möglichkeit" in Betracht ziehen, um gegen die Werbung und "Cadbury" vorzugehen. Unterstützt wurde sie in diesem Vorhaben von ihrer Mutter Valerie Morris: "Ich bin zutiefst traurig. Denken diese Leute, sie können einfach farbige Menschen beleidigen und wir nehmen das so hin? Dies ist das 21. Jahrhundert, es sind nicht die 50er Jahre. 'Cadbury' sollte sich schämen." Auch Menschenrechtler stuften die Werbung als diskriminierend ein und forderten einen Boykott der Schokoladenmarke.

Um dem drohenden Kampf vor Gericht zu entgehen, entschuldigte sich die Schokoladenfirma auf ihrer offiziellen Homepage. "Cadbury' versteht, dass unsere neueste Werbekampagne für "Cadbury Dairy Milk Bliss" Naomi Campbell und ihre Familie getroffen hat. Cadbury nimmt die Verantwortung gegenüber den Verbrauchern sehr ernst und wir würden niemals absichtlich Werbemittel produzieren, die irgendeine Gesellschaftsgruppe beleidigen", heißt es in dem Statement. "Es war nicht unsere Intention, mit dieser Kampagne Naomi, ihre Familie oder irgendwen sonst zu beleidigen und es tut uns aufrichtig leid, dass dies passiert ist."

Doch lässt sich eine einmal in Rage gebrachte Naomi Campbell so leicht wieder beruhigen? Laut "Cadbury" haben sich die Wogen wieder geglättet, nachdem sie versicherten, dass die Werbung nicht mehr gezeigt wird: "Wir haben mit Naomis Anwälten verhandelt und können bestätigen, dass sie unsere Entschuldigung akzeptiert haben."

kse

gala.de


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