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Amber Heard Nach Niederlage gegen Johnny Depp legt sie Berufung ein

Amber Heard
Amber Heard
© Drew Angerer / Getty Images
Auch wenn die Geschworenen zumindest in einigen Punkten Amber Heard Recht gaben, so war das Gesamturteil im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp doch niederschmetternd für die Schauspielerin. Nun legt sie Berufung ein.

Sechs Wochen lang lieferten sich Amber Heard, 36, und ihr Ex-Mann Johnny Depp, 58, eine Schlammschlacht vor Gericht, wie sie Hollywood noch nie gesehen hat. Am Mittwoch, 1. Juni 2022, verlas die Jury im Gerichtssaal in Fairfax, Virginia, dann endlich das lang erwartete Urteil. Und das war eine bittere Pille für Heard.

Amber Heard für schuldig befunden

Die Schauspielerin wurde von den Geschworenen einstimmig für schuldig befunden. Mit ihrem Kommentar von 2018 in der "Washington Post" habe sie somit dem Ruf ihres Ex-Mannes "böswillig" geschadet. Rund 15 Millionen US-Dollar (14 Millionen Euro) sollte sie ihm zahlen. Diese setzten sich aus zehn Millionen Dollar Schadenersatz und fünf Millionen Dollar Strafschadenersatz zusammen. Die Richterin reduzierte letzteren aber auf die in Virginia geltende Obergrenze solcher Entschädigungen auf 350.000 Dollar.

Zwei Millionen Dollar wurden aber auch Heard zugesprochen, immerhin hatte sie zuvor Gegenklage eingereicht und die Jury zumindest in einigen Punkten zu ihren Gunsten entschieden. Somit bleiben insgesamt 8,35 Millionen Dollar übrig, die sie ihrem Ex zahlen müsste.  

Es heißt allerdings, dass Amber Heard die Millionen gar nicht so einfach zahlen kann. Nach der Scheidung von Johnny Depp im Jahr 2016 erhielt sie eine Abfindung von sieben Millionen Dollar. Diese wollte sie eigentlich an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen spenden. Im Laufe des Prozesses kam ans Licht, dass sie diese Überweisungen nie getätigt hat. Ihre Erklärung: Sie habe zunächst den Verleumdungsprozess abgewartet, immerhin habe sie angeblich sechs Millionen Dollar für Anwaltskosten berappen müssen. Zudem soll ihr Vermögen in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der öffentlichen Scheidungsschlacht und den ausbleibenden Rollenangeboten drastisch geschrumpft sein.

Kein Wunder also, dass das Gesicht der "Aquaman"-Darstellerin nach Ende der Urteilsverkündung Bände sprach. Für sie ist es nicht nur eine persönliche sondern auch eine finanzielle Niederlage. Pure Enttäuschung ist im Blick der Schauspielerin zu sehen. Die geht auch aus ihrem Statement hervor, das sie wenig später via Instagram veröffentlicht. Sie sei enttäuscht, dass selbst der "Berg an Beweisen" gegen die "unverhältnismäßige Macht nicht ausgereicht habe. Es sei ein Rückschlag für Frauen.  

Anwältin bestätigt: Amber Heard legt Berufung ein

Es scheint ganz so, als sei Amber Heard noch immer von ihrer Unschuld überzeugt. Da würde es naheliegen, Berufung einzulegen. Das hat die 36-Jährige nun auch vor, wie ihre Anwältin Elaine Bredehoft am Donnerstag, 2. Juni 2022, in der NBC-Sendung "Today" ankündigte. Die Anwältin führte auf: "Sie hat einige ausgezeichnete Gründe dafür." Heard könnte dann vor einem Berufungsgericht versuchen, ihre Strafe zu reduzieren. Wird es schon bald in eine neue Runde im Fall Amber Heard vs. Johnny Depp gehen? Es scheint, als sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Verwendete Quelle: ew.com, welt.de

spg Gala

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