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Nach Crash von Jules Bianchi So betroffen sind seine Formel 1-Kollegen


Das Formel 1-Rennen in Suzuka endete in einer Katastrophe. Der Franzose Jules Bianchi verunglückte auf nasser Strecke und prallte frontal in ein Räumfahrzeug. Die ganze Formel 1-Gemeinschaft zeigt jetzt ihre Anteilnahme

Niemand wollte feiern. Lewis Hamiltons Sieg in Japan vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg, das chaotische Rennen im Zeichen des Taifuns und auch Sebastian Vettels vermutlicher Wechsel zu Ferrari – all das war plötzlich nicht mehr wichtig. Diese Neuigkeiten wurden geschwärzt von einem der tragischsten Unfälle der Formel 1 seit fast zwanzig Jahren.

Der erst 25-jährige Jules Bianchi verlor während des chaotischen Rennens in Suzuka die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte direkt in einen Radlader, der gerade dabei war, das Fahrzeug des Deutschen Adrian Sutil von der Seitenlinie zu räumen. Schon vor Ort ist klar, dass die Verletzungen katastrophal sind. Die Rettungskräfte fuhren den bewusstlosen Bianchi deswegen direkt mit Polizeieskorte in ein Krankenhaus in Tsu. "Jules ist in einem schlimmen Zustand. Er wird gerade notoperiert wegen eines Hämatoms im Kopf. Es wird 24 Stunden dauern, bis wir mehr wissen", sagte Vater Philippe Bianchi dem französischen Sender "France 3". Der junge Marussia-Pilot schwebt auch nach seiner Operation am vergangenen Sonntag weiter in Lebensgefahr – da wird der Ausgang eines Formel 1-Rennens absolut unwichtig.

"Unter dem Strich ist jetzt alles andere Nebensache", unterstreicht "Red Bull"-Pilot Sebastian Vettel den Sachverhalt auf der Pressekonferenz. "Bei so einem Rennen wie heute ist immer das Risiko größer, irgendwie schließt das jeder im Vorhinein aus. Man sieht aber, wie schnell etwas passieren kann", so Vettel. Wie vom Wetterdienst angekündigt tobte der schwere Taifun "Phanfone" über Suzuka und verwandelte das Rennen in eine Rutschpartie inklusive Aquaplaning. "Es war unheimlich leicht, Fehler zu machen, die Strecke war so rutschig", sagte Vettel sichtlich geschockt.

Auch die beiden oberen Platzierten Nico Rosberg und Lewis Hamilton sind entsetzt: "Nicht zu wissen, was los ist, fühlt sich schrecklich an. Einem von uns geht es nicht gut, wir sind in Gedanken bei ihm."

Auch im Netz sorgte der grauenvolle Unfall für eine regelrechte Schockstarre. Genesungswünsche gibt es trotzdem von allen Seiten. Unter dem Hashtag "#ForzaBianchi" wünschen nicht nur Fans alles Gute, auch Konkurrenten des Fahrers reagieren. Pilot Fernando Alonso etwa twitterte fast sofort ein schnelles "Los Kumpel", Fahrer Romain Grosjean ist "in Gedanken bei den Angehörigen der Familie Bianchi" und auch die deutschen Formel1-Piloten wünschen sich via Twitter "gute Nachrichten".

jla Gala

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