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Motsi Mabuse "Let's Dance"-Star erlebt toxische erste Ehe

Timo Kulczak und Motsi Mabuse bei einer Veranstaltung 2011
Timo Kulczak und Motsi Mabuse bei einer Veranstaltung 2011
© VISTAPRESS / imago images
Über zehn Jahre lebte Tanzstar Motsi Mabuse in einer unfreien Beziehung. Ihr erster Ehemann Timo Kulczak schob den Kinderwunsch auf, buchte im Alleingang Urlaube, hatte die Kontrolle über die Finanzen – bis die "Let's Dance"-Jurorin die Reißleine zog.

Seit 2017 ist "Let's Dance"-Liebling Motsi Mabuse, 41, mit ihrem Ex-Tanzpartner Evgenij Voznyuk, 38, liiert, ihre vierjährige Tochter komplettiert das Liebesglück. Doch vor dieser bilderbuchartigen Familie, bei der sich die einstige Profitänzerin fallen lassen kann und angekommen ist, erlebte Motsi eine toxische Partnerschaft, in der sie unfrei war.

In ihrem kürzlich erschienenen Buch "Finding My Own Rhythm: My Story" (dt. "Meinen eigenen Rhythmus finden: Meine Geschichte") beschreibt sie nicht nur ihre Jugend im Südafrika der Apartheidzeit und den Weg zu einer der erfolgreichsten Tanzprofis, sondern gibt auch unschöne Details über ihre erste Ehe mit Ex-Tanzpartner Timo Kulczak, 45, preis.

Motsi Mabuse: Ex-Mann Timo Kulczak verwehrte ihr den Kinderwunsch

1999 lernte Mabuse Kulczak bei einem internationalen Tanzwettbewerb kennen, heiratete ihn 2003. Im Jahr 2014 bestätigte sie die Trennung. In den mehr als zehn gemeinsamen Jahren erlangte der deutsche Profitänzer mehr und mehr die Kontrolle über Motsis Leben. Das lassen zumindest die Zeilen aus ihrem Buch vermuten. In einem Auszug, der der britischen Zeitung "The Daily Telegraph" vorliegt, schildert die erfolgreiche TV-Jurorin, dass ihre Beziehung bereits Ende 2009 "in die Brüche gegangen" sei, lediglich die gemeinsamen Tanzturniere hätten das Paar zusammengehalten. Das Ziel sei immer das Tanzen gewesen, deshalb hätten sie sich nicht um ihre Beziehungsprobleme gekümmert.

Doch Motsi wollte mehr im Leben als professionelle Tänzerin zu sein. Sie wollte auch Mutter werden. "'Lass uns eine Familie gründen', sagte ich zu Timo, weil ich dachte, dass uns das näher bringen würde", schreibt Mabuse. Er wollte nicht. Um "die Leere zu füllen", nahmen sie erneut an den Deutschen Meisterschaften teil, die sie 2010 sogar zum zweiten Mal gewannen. Auch hier strebte sie nach mehr, dachte an die Weltmeisterschaft, doch ihr Ex-Mann hielt Mabuse zurück. Es bedrückte sie, das Verantwortungsgefühl sei jedoch größer gewesen.

"Meine Einnahmen gingen auf sein Konto und er gab mir ein Taschengeld"

Auch bei den Finanzen hatte Timo das Sagen.

Er hatte die Bankkonten, er traf viele Entscheidungen, und wenn ich Tanzunterricht gab oder im Fernsehen auftrat, gingen meine Einnahmen auf sein Konto und er gab mir ein Taschengeld

, schreibt Motsi. Irgendwann habe es sie gestört, es hätte "viele sehr intensive Gespräche" gegeben. Ihre Freunde versuchten, Mabuse zu helfen, "als er mich nicht gehen lassen wollte", doch es brachte zunächst nichts, auch wenn beide Lebensvorstellungen auseinanderdrifteten. Sie wollte mehr beim Tanzen erreichen, ihm genügte sein neuer Job als "Chef-Flugbegleiter bei der Lufthansa".

Sie wollte Kinder, er nicht – auch als Motsi ihn ein letztes Mal fragte: "'Können wir jetzt ein Baby bekommen?' Als er sagte, er sei noch nicht so weit, sagte ich: "Gut, dann werde ich wieder tanzen. Ich werde mir einen Partner suchen, mit dem ich die nächste Stufe erklimmen kann.'" Es war Evgenij Voznyuk, mit dem sie 2013 die Deutsche Meisterschaft der Professionals im Latein gewann. "Ich glaube, da hatten Evgenij und ich uns schon ineinander verliebt", erinnert sich die Tanzschulinhaberin heute.

"Er buchte unseren Urlaub. Manchmal entschied er sogar, was wir essen würden"

Motsi habe zunächst versucht, ihre Gefühle zu unterdrücken, was am Ende zu täglichen Streitereien mit Kulczak führte.

Auch wenn er mit der Lufthansa unterwegs war und ich tanzte, fühlte ich mich nicht unabhängig. Mein Mann hatte das Bankkonto. Er buchte unseren Urlaub. Manchmal entschied er sogar, was wir essen würden. Ich war nicht glücklich, und ich hatte das Gefühl, dass Timo begann, meine Karriere mehr zu lenken

, schildert Motsi Mabuse. Doch bei einem Trip nach Thailand zog sie die Reißleine, weigerte sich, "nachzugeben" und ging – für immer.

Informationen zu Hilfsangeboten

Wenn Sie von häuslicher Gewalt betroffen sind, finden Sie deutschlandweit und rund um die Uhr unter der kostenlosen anonymen Nummer des "Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen" Hilfe: 08000/116 016 . Oder Sie nutzen die Website der Bundesinitiative "Stärker als Gewalt". Wenn Sie sich akut bedroht fühlen, rufen Sie die Polizei unter der kostenlosen Notrufnummer 110.

Verwendete Quelle: telegraph.co.uk

jse Gala

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