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Motsi Mabuse Florian hat etwas von Tom Cruise

Motsi Mabuse
© Getty Images
Motsi Mabuse spricht über ihren "Traumschiff"-Dreh - und warum er für sie unvergesslich bleibt.

Als ehemalige Profi-Tänzerin ist MotsiMabuse, 39, ganz in ihrem Element, wenn sie in TV-Shows wie "Let’s Dance" das Tanztalent von Prominenten bewertet. Jetzt wagt sie sich selbst auf ein neues Parkett - als Schauspielerin. Am 26. Dezember ist sie neben "Traumschiff"-Kapitän Florian Silbereisen zu sehen.

Motsi Mabuse im GALA-Interview

GALA: Frau Mabuse, als das "Traumschiff"-Team Sie gefragt hat, ob Sie mitspielen möchten, was haben Sie da gedacht?
Motsi Mabuse: Ich habe mich erst mal gefreut. Die Serie ist legendär. Schön kitschig. Was fürs Herz. Ich wurde davor schon zweimal gefragt, aus Zeitgründen musste ich leider absagen. Als es nun hieß: "Wir drehen in Kapstadt", war für mich klar: Da muss ich dabei sein! Aber davor kam noch das Casting.

Wie lief das ab?
Ich war total nervös. Das ist für mich ja keine alltägliche Erfahrung. Und aufgrund von Corona fand es auch noch online statt. Der Regisseur war sehr nett. Ich hab ein paar Anweisungen bekommen und musste aus dem Drehbuch vorlesen und spielen.

Wie gut ist es denn um Ihr schauspielerisches Talent bestellt?
Ich habe vor drei Jahren den ganzen Sommer mit wunderbaren Schauspielern arbeiten dürfen. Da war ich bei den Festspielen in Bad Hersfeld engagiert. Ich hatte eine kleine Rolle in dem Stück "Hexenjagd" von Arthur Miller. Dieter Wedel führte Regie. Das war eine harte Schule. Ich habe von morgens bis abends geprobt. Er hat mit mir genauso ernsthaft gearbeitet wie mit den ausgebildeten Schauspielern.

Und wie lief dann der Dreh in Südafrika ab?
Ich hatte drei Drehtage, und da will man nichts vermasseln. Ich habe meinen Text noch während des Flugs gelernt, indem ich ihn immer wieder auf mein Handy aufgesprochen habe. So konnte ich abhören, ob ich nicht zu schnell spreche und ob ich richtig betone. Das mache ich nämlich gerne falsch, wenn ich aufgeregt bin.

"Wenn man an seinen Wünschen festhält, werden sie irgendwann wahr"

Wie war die Zusammenarbeit mit Florian Silbereisen?
Er ist ein total netter, entspannter Kerl und kam wie der junge Tom Cruise auf einem Motorrad angefahren. Er hat so viele Facetten. Ich finde es toll, dass er der Kultserie neuen Spirit gibt.

Wie meinen Sie das?
In Deutschland ist es oft so, dass nur wenige Leute bestimmte Dinge außerhalb ihres eigentlichen Terrains machen dürfen. Zum Beispiel Matthias Schweighöfer. Als Schauspieler darf er singen. Bei ihm sagt keiner: "Muss er das jetzt auch noch machen?" In England oder den USA ist es dagegen völlig selbstverständlich, dass sich ein Künstler in anderen Bereichen weiterentwickelt. Durch das "Traumschiff" und Florian bekomme ich jetzt so eine Chance.

Was gibt Ihnen das?
In erster Linie hat es mich wohl dazu ermuntert, wieder mehr zu glauben und positiv zu denken. Wenn man an seinen Wünschen festhält, werden sie irgendwann wahr. Ich wollte immer Oprah Winfrey kennenlernen. Im Frühjahr ist es tatsächlich passiert. Ich wollte immer in Südafrika arbeiten - jetzt durfte ich dort drehen.

Gala


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