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Monica Lierhaus Sie bringt der Lotterie kein Glück

Seit bekannt wurde, was Monica Lierhaus als neue Botschafterin der ARD Fernsehlotterie verdient, kündigen überdurchschnittlich viele Abonnenten der Lotterie

Eigentlich sollte Monica Lierhaus als neues Gesicht der ARD-Fernsehlotterie "Platz an der Sonne" für positive Aufmerksamkeit und neue Kunden sorgen. Doch genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" auf ihrer Internetseite meldet, haben überdurchschnittlich viele Loskäufer ihr Abonnement gekündigt, nachdem das Gehalt von Lierhaus bekannt wurde.

"Wir verzeichnen eine Mehrzahl an Kündigungen, die über dem Durchschnitt der üblichen Abgänge liegt", bestätigte der "Platz an der Sonne"-Sprecher Mario Czipull der Zeitung am Donnerstag (24. Februar). Viele würden ihre Entscheidung mit den Beträgen begründen, "die in der Öffentlichkeit diskutiert werden". Wie viele Kündigungen genau bei ihnen eingegangen sind, wollte er jedoch nicht sagen.

Der "Spiegel" meldete vor zwei Wochen, dass Lierhaus für Werbeauftritte und Moderationen rund 450.000 Euro Gage im Jahr erhalten soll. Diese Information sorgte in der Öffentlichkeit für Wirbel, die ARD versicherte jedoch, dass die Gehälter nicht von Gebührengeldern finanziert werden. Der Betrag wurde weder bestätigt noch dementiert, es heißt jedoch, Lierhaus' Vorgänger Frank Elstner habe noch mehr verdient.

Laut "Spiegel" soll Lierhaus für das Geld zwei Mal in der Woche in der Werbung für die Lotterie zu sehen sein und sonntags die Bekanntgabe der Gewinner präsentieren. Die 40-jährige ehemalige Sportmoderatorin war erst Anfang des Monats bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" wieder in die Öffentlichkeit zurückgekehrt. Sie wirkte immer noch stark von ihrer langen Krankheit gezeichnet, kündigte jedoch eine Rückkehr auf die Bildschirme an.

Die ARD-Fernsehlotterie soll nun an ihre kündigenden Abonnenten ein Standard-Schreiben geschickt haben, in dem es heißt: "Viele Menschen vergleichen ihre eigenen Bezüge mit den diskutierten Summen. Ein direkter Vergleich macht zunächst eine Schieflage deutlich, ist unseres Erachtens aber schwierig, weil sich Prominente, die zu Werbezwecken eingesetzt werden, immer in einem deutlich höheren Gehaltsgefüge bewegen."

sst

gala.de


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