Mit Schläger und Trophäe: Das ist aus dem Sohn von Steffi Graf geworden

Der Sohn der Tennis-Legenden Andre Agassi und Stefanie Graf ist ein Baseball-Talent

Steffi Graf, Andre Agassi

Dieser Curveball kommt perfekt. Jaden Gil Agassi, 15, setzt an und wirft den sich drehenden Ball in hohem Bogen in Richtung des gegnerischen Schlagmanns. Der verpatzt die Annahme. Damit ist es geschafft: Die LV Rebels haben das Freshman-Turnier gewonnen, und der Sohn von und , beide 47, wird zum "Wertvollsten Pitcher" der Veranstaltung gekürt. In den USA gehört Jaden Gil zu den aufstrebenden Talenten des Baseballs. Seit er bei Turnieren im Bundesstaat Nevada häufiger als Pitcher auffiel, besuchen sogar Sport-Scouts der großen Clubs die Heimatstadt der Familie Agassi/Graf, um den ehrgeizigen Jungspund mit der ausgefeilten Wurftechnik im Auge zu behalten.

Jaden Agassi

Jaden Agassi

Ball ja, Tennis nein

Ballgefühl hat er ja quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Doch für Mama und Papa war immer klar: Unsere Kinder machen nichts mit Tennis! "In unserem Sport gibt es keine zweite Generation", sagte Andre Agassi in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph": "Eltern, die im Tenniszirkus aktiv waren, wollen das nicht für ihre Kinder."

Eigene Interessen

Der Agassi-Graf-Nachwuchs war also ganz frei, eigene Leidenschaften zu entwickeln. Jadens Schwester Jaz, 13, macht begeistert Hip-Hop-Tanz. Bei dem, wofür ihr Herz schlägt, bekommen die Kinder die volle Unterstützung ihrer Eltern. Andre Agassi etwa shuttelt Jaden regelmäßig von der Schule zum Training. Dort feuert er ihn geduldig von der Tribüne aus an. Andre Agassi selbst, der in seiner aktiven Zeit 101 Wochen auf Platz 1 der Weltrangliste stand, hat gerade bei den French Open Titelverteidiger trainiert.

Stefanie Graf und Andre Agassi mit den Kindern Jaz Elle (l.) und Jaden Gil 2006 bei einem Basketballspiel

Stefanie Graf und Andre Agassi mit den Kindern Jaz Elle (l.) und Jaden Gil 2006 bei einem Basketballspiel

Familie steht an erster Stelle

Dennoch steht die Familie weiter an erster Stelle: Freunde und die große Verwandtschaft treffen, Schule, Hausaufgaben und Sport der Kinder begleiten. Dementsprechend riet er auch seinem serbischen Schützling: "Sei nicht in erster Linie Tennisspieler, sondern vor allem Ehemann, Vater und Freund." Eine Erfahrung, die Agassi durch seine große Liebe Steffi Graf gemacht hat. Sie half ihm nach einer tiefen Sinnkrise 1999 erneut auf den Tennis-Olymp.

Was er seinem Sohn rät?

Geh alles ganz entspannt an, hab Spaß an dem, was du tust! "Man darf Kinder nicht in eine Form drängen, die einem selbst vorschwebt", so Agassi. Er weiß, wovon er spricht: Sein Vater war besessen vom Traum, dass Andre Nummer eins im Tennis würde –und drillte ihn, sobald er laufen konnte. "Ich habe Tennis gehasst", gestand Agassi in seiner Biografie "Open". Schon allein deshalb soll Jaden seine Baseball-Begeisterung in vollen Zügen genießen.

Star-Kinder

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