Miriam Pielhau : "Sie hätte so gerne Minas ersten Schultag erlebt"

Miriam Pielhau ist zwei Jahre nach ihrem Tod unvergessen. Wie es ihrer Tochter Mina heute geht, erzählt Pielhaus Vater in GALA

Kein Tag vergeht, an dem Freunde und Verwandte ihre "Miri“ nicht schmerzlich vermissen: 2016 starb die Moderatorin und Bestseller­autorin Miriam Pielhau mit nur 41 Jahren an den Folgen einer Brustkrebs­erkrankung. Auch ihr Vater, der in Heidelberg lebende Iraner Golmorad Moradi, 77, hat danach nur sehr schwer in den Alltag zurückgefunden, wie er GALA jetzt erzählt. Seit einiger Zeit schreibt sich der promovierte Geisteswissenschaftler den Kummer von der Seele – in Form von Briefen an seine Tochter, die seinen Lebens­weg skizzieren.

"Sie sieht aus wie meine Miriam"

Doch es gibt auch Lichtblicke: wenn Moradi per Video­Skype mit seiner Enkelin Mina telefoniert. "Sie sieht aus wie meine Miriam. Ein hübsches Mädchen. Mina ist jetzt sechs Jahre alt und wird nach den Ferien eingeschult“, sagt der Großvater stolz. Und nach einer kleinen Pause: "Miriam hätte den ersten Schultag ihrer Tochter so gerne erlebt. Sie hat immer zu mir gesagt: 'Papa, was ist, wenn ich das nicht mehr erleben darf?‘“ Als Miriam Pielhau starb, war Mina vier Jahre alt.

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©Gala

Heute lebt sie bei ihrem Vater und dessen neuer Lebensgefährtin auf Mallorca. Der Musiker Thomas Hanreich und Miriam Pielhau hatten sich nach zehn Jahren Ehe getrennt – kurz nach Minas Geburt. Hanreich und seine Freundin Lara Keszler wurden dann Eltern der heute vier Jahre alten Tochter Juni.
Nach Miriam Pielhaus Tod zog Mina zu der kleinen Familie, erst nach Berlin, dann nach Mallorca, wo sie ab September auf die Inter­nationale Schule gehen wird. "Spanisch spricht sie auch schon“, sagt Golmorad Moradi, der seine Enkelin auf der Balearen­Insel bis­her noch nicht besuchen konnte. "Ich hoffe, zur Einschulung hinfliegen zu können.“

Hingebungsvolle Stiefmutter

Er ist glücklich, dass es Mina so gut geht. Thomas Hanreich und seine Lebensgefährtin kümmern sich sehr liebevoll um sie. "Lara hat mir nach Miriams Tod versprochen, dass sie Mina wie ihre eigene Tochter groß­ziehen wird“, erzählt Moradi. Und so ist es auch. Stiefmutter zu sein ist jedoch eine Aufgabe, die auch viel Kraft kostet. Lara Keszler ließ dazu ihren Gedanken bei Instagram freien Lauf: "Man versucht, einen Spagat zu machen zwischen nicht Ersatz­-Mama zu sein, sich nicht zu viel einzu­mischen, nicht zu nahe zu kommen, aber auch nicht außen vor zu sein. Liebe und vor allem Mutterliebe in egal welcher Form kann dich so sehr er­schüttern, aber vor allem kann dich auch nichts anderes so sehr erfüllen.“

Ihr Ritual zum Gedenken

Heute leben Lara Keszler und Thomas Hanreich ihr Patchwork­-Glück voll aus. Mina und ihre Halbschwester Juni sind beste Freundinnen. Bilder bei Instagram zeigen, wie die Mädchen sich umarmen, sich ein Küsschen auf die Wange geben. Auf anderen Fotos posieren sie im Partner-­Look, in Kleidern mit Herzchen-­Print. Ganz wichtig ist der Familie, dass Mina stets auch ihre Mama als Teil ihres Lebens behalten wird. Am Todes­tag, dem 12. Juli, gedachten ihr alle gemeinsam. Sie dekorierten drei Holz­schiffchen mit Blüten und Teelichtern, die sie wie bei einem hinduistischen Ritual im Wasser treiben ließen.
Mina schrieb ihrer Mama dazu einen Brief,der mit den Worten endete: "Deine Mina für immer und ewig. Riesenkuss und eine Umarmung.“

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