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Miriam Pielhau (†) Rührender Instagram-Post von der Stiefmutter ihrer Tochter

Miriam Pielhau
© Reuters
Vor fast zweieinhalb Jahren starb Miriam Pielhau an Krebs. Nun gedenkt ihr die Stiefmutter ihrer Tochter Mina 

Der 12. Juli 2016 war ein Tag, der viele traurig machte: TV-Moderatorin Miriam Pielhau (†41) erlag acht Jahre nach der Erst-Diagnose ihrem Brustkrebs-Leiden. Ihre Tochter Mina war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal vier Jahre alt. Dass das kleine Mädchen seine Mama nicht vergisst, liegt Lara Keszler besonders am Herzen. Sie ist die aktuelle Lebensgefährtin von Pielhaus Ex-Mann Thomas Hanreich (Pielhau und er trennten sich 2013) und damit die Stiefmutter von Mina. 

Miriam Pielhau bleibt unvergessen

Am 1. November postet Keszler auf ihrem für die Öffentlich zugänglichen Instagram-Account ein Schwarz-Weiß-Foto von sich, Mina und Miriam Pielhau. Die beiden Frauen lachen fröhlich in die Kamera; vermutlich auch die kleine Mina. Ihr Gesicht hat Keszler zum Schutz der Privatsphäre mit einem Herz-Icon bedeckt. In ihrem Begleittext schreibt Keszler in bewegenden Zeilen: "Manchmal glaube ich immer noch nicht, dass Miri gestorben ist. Wir wollten doch als die perfekte Patchwork Familie in die Geschichte eingehen."  
Wie nahe sich die beiden Frauen standen beweist der Screenshot einer WhatsApp-Unterhaltung, den Keszler ebenfalls postet. Demnach war für den nachfolgenden Tag ein Treffen geplant, auf das sich beide sehr freuten.
Das Leben hatte schlussendlich andere Pläne mit Miriam Pielhau und so riss der Krebs sie aus dem Bunde der "perfekten Patchwork-Familie". Ein Schicksalsschlag, neben weiteren, der Keszler bis heute beschäftigt. 

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Krebs beschäftigt mich sehr. Klar, hat diese Krankheit doch mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt, auch wenn ich nicht persönlich erkrankt bin. Es ist ein Teil meiner Familie, ich habe drei meiner Großeltern an Krebs verloren. Es gibt gefühlt nichts was davor bewahrt. Mein einer Opa hat bis zu seinem Tod geraucht, der andere nie eine Zigarette angerührt. Beide Lungenkrebs. Egal ob du alt oder jung bist, arm oder reich, Vegetarier, Fleischliebhaber, dick, dünn, geimpft, ungeimpft... Was kann man machen? Man hört von Geschichten, die dir Tränen in die Augen treiben. Die Angst machen. Oder Mut. Wo man so sehr hofft, dass sie es schaffen wie zb die Geschichte von @vriesl , die so offen und stark mit dem Thema umgeht. Dann wiederum bin ich über das Profil von @tate28 gestolpert der seinen Sohn im Alter von 20 Monaten an Krebs verloren hat. Da ist sie wieder die Angst. Das nicht glauben und verstehen können. Manchmal glaube ich immer noch nicht, dass Miri gestorben ist. Wir wollten doch als die perfekte Patchwork Familie in die Geschichte eingehen. Versucht haben wir es zumindest dann und wann. Aber was und wer ist schon perfekt und was zählt das, wenn es so etwas wie Krebs gibt, das alles zerstört, oder zerstören kann. So unberechenbar. Hilft es den Hinterbliebenen oder den Kämpfenden, ihnen hier auf Instagram zu folgen und Anteil zu nehmen? Vielleicht, weil sie dann nicht das Gefühl haben alleine zu sein. Hilft es einem selbst? Vielleicht, weil man teilnimmt und unterstützt, auch wenn es nur online ist. Online.... auch wieder so ein Thema für sich. Ich gehe jetzt mal dem Kind in unserem Haus Gute Nacht sagen, das seine Mama an Krebs verloren hat. Offline. Eine Geschichte von vielen, ich weiß. Bleibt gesund. Und verteilt Liebe, das hilft immer. Online wie offline.

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Der Umgang mit dem Krebs

"Krebs beschäftigt mich sehr", schreibt sie weiter. "Klar, hat diese Krankheit doch mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt, auch wenn ich nicht persönlich erkrankt bin. Es ist ein Teil meiner Familie, ich habe drei meiner Großeltern an Krebs verloren."
Warum sie ihre Trauer mit persönlichen Worten in der Öffentlichkeit ausdrückt, erklärt Lara Keszler in ihrem Post ebenfalls. "Hilft es den Hinterbliebenen oder den Kämpfenden, ihnen hier auf Instagram zu folgen und Anteil zu nehmen? Vielleicht, weil sie dann nicht das Gefühl haben alleine zu sein. Hilft es einem selbst? Vielleicht, weil man teilnimmt und unterstützt, auch wenn es nur online ist."
Ihren gefühlvollen Eintrag schließt sie mit Worten über die heute sechsjährige Mina. "Ich gehe jetzt mal dem Kind in unserem Haus Gute Nacht sagen, das seine Mama an Krebs verloren hat. Offline. Eine Geschichte von vielen, ich weiß. Bleibt gesund. Und verteilt Liebe, das hilft immer. Online wie offline."

So reagieren die Instagram-Fans

107 Mal wurde der Posts in den ersten zwei Tagen nach seinem Upload kommentiert. "Toll, dass du so ein gutes Verhältnis zu Miriam hattest und noch toller, dass du jetzt so großartig für ihre Tochter da bist!", schreibt eine Frau. Eine andere stimmt zu: "So traurig, aber auch gleichzeitig schön mit anzusehen, dass ihr so toll miteinander verbunden wart und immer noch seid." Einige berichten von Freunde und Angehörigen, die ebenfalls an Krebs erkrankt oder daran gestorben sind. Scheint, als hätte Lara Keszler mit ihren ehrlichen Worten viele Leser mitten ins Herz getroffen. 

jre Gala

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