Minka Kelly Versöhnung am Sterbebett


In einem Interview spricht Minka Kelly über ihre komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter, die Stripperin war und vor drei Jahren gestorben ist

Sie hatte wohl eine ganz besondere Kindheit: In einem Interview hat Minka Kelly nun erstmals über die Beziehung zu ihrer Mutter gesprochen und wie es war, von einer Stripperin großgezogen zu werden.

"Sie war groß, mit Beinen bis zu den Ohren und wunderschön", so Kelly gegenüber der amerikanischen "Cosmopolitan" über ihre Mutter. Hart war die Kindheit dennoch: Denn während Minka Kellys Vater Rick Dufay, ehemaliger Gitarist bei "Aerosmith", mit der Kindererziehung nichts zu tun hatte, hatte auch seine ehemalige Geliebte große Probleme, ihrer Rolle als Mutter gerecht zu werden.

Als Alleinerziehende musste Maureen Kelly Geld verdienen - und tat es vor allem als Stripperin. "Das hat sie so lange gemacht wie es eben noch ging", so Kelly heute und erinnert sich, wie es war, damit aufzuwachsen: Oft weckte die Mutter ihre Tochter, wenn sie nachts aus dem Strip-Club kam. Und an manchen Tagen ermutigte sie Minka, die Schule zu schwänzen und mit ihr einkaufen zu gehen. "Ich antwortete dann, Mama, ich muss in die Schule", so Kelly. "Ich konnte einfach nicht wertschätzen, dass wir gute Freunde sind. Ich wollte, dass sie meine Mutter ist."

Die Beziehung blieb kompliziert, Minka Kelly entfremdete sich mehr und mehr von der Mutter. Auch dass ihr Vater in ihrem Leben kaum eine Rolle spielte, sei von der Mutter so gewollt gewesen. Das habe sie ihr noch lang nachgetragen. "Er wollte es als Familie versuchen. Sie war es, die zu beschäftigt damit war, Spaß zu haben."

Erst als die Mutter an Darmkrebs erkrankte, suchte Minka Kelly die Versöhnung und war an ihrem Sterbebett. "Als sie verstarb, hielt ich sie im Arm. Ich war bei ihr bis zu ihrem letzten Atemzug. Wir haben es geschafft."

smb

gala.de

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