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Minh-Khai Phan-Thi "Schwanger zu sein ist kein Spaß"

Minh-Khai Phan-Thi
© Getty Images
Romantik ist nicht alles! In GALA spricht die Schauspielerin über ihre eher sachliche Hochzeit – und den manchmal störenden Baby-Bauch

Mit diesem Schritt hatte nicht mal der Bräutigam gerechnet: Still und leise heiratete Schauspielerin Minh-Khai Phan-Thi vor gut zwei Wochen ihren Partner Ansgar. Die Initiative ging von ihr aus, wie sie im GALA-Interview erzählt. Nun erwartet das frischgebackene Ehepaar das erste gemeinsame Baby; aus einer früheren Beziehung hat Minh-Khai Phan-Thi bereits den elfjährigen Sohn Kalani.

Herzlichen Glückwunsch! Wie war denn der Heiratsantrag?

Es gab gar keinen.

Wie bitte?

Ich war immer ein Heiratsmuffel. Mit dem Vater meines ersten Kindes war ich ja auch nicht verheiratet. Ich habe in jüngster Zeit genau zwei Dinge gemacht, die ich eigentlich immer für mich ausgeschlossen hatte: Ich habe vor zwei Wochen geheiratet und letztes Jahr ein Haus gekauft. (lacht)

Wie kam es nun zur Hochzeit?

Ich habe mich dazu entschieden, weil ich meine Familie und mich absichern möchte. Aus meiner Trennung habe ich viel gelernt, auch dass man als "alleinerziehende" Mutter wenig Unterstützung erfährt. Ich wollte das jetzt, mit demnächst zwei Kindern, anders handhaben. Mit einer – standesamtlichen – Heirat ist alles besser geregelt.

Und wie fand Ihr Freund Ihre "Hochzeits-Ansage"?

Ich habe zu ihm gesagt: "Du, wir heiraten jetzt! Unter zwei Bedingungen: Nur du, Kalani und ich sind dabei." Da war er kurz sprachlos. Wir sind seit sieben Jahren zusammen, er weiß, dass dieser Schritt eine große Bedeutung hat.

Klingt alles doch ziemlich unromantisch.

Ja, es ist eine sehr sachliche und ehrliche Betrachtungsweise. Meine Hochzeit war eine Vernunftentscheidung.

Was für ein Typ Ehefrau sind Sie jetzt?

Gute Frage … Eine sehr gelassene.

Sie erwarten Ihr zweites Baby. Mögen Sie die Zeit der Schwangerschaft?

Nö, ehrlicherweise nicht. Es macht nicht wirklich Spaß, schwanger zu sein. Der Bauch stört, man schläft schlecht. Und irgendwie wird man in diesem Zustand häufig genau darauf reduziert.

Wie denken Sie über "Superfrauen", die glückselig Schwangerschaft, Ehe und Job gleichzeitig wuppen?

Das ist Quatsch, man kann nicht alles gleichzeitig sein. Irgendetwas bleibt immer auf der Strecke. Das ist auch gut so, Perfektion ist doch kein Lebensziel. In Vietnam, der Heimat meiner Eltern, bekommt man allerdings Babys mehr oder weniger nebenbei …

Sie waren vor Ihrer Schwangerschaft quasi auf dem Höhepunkt Ihrer Fitness, auch durch den Erfolg bei "Let’s Dance". Außerdem sind als Schauspielerin sehr gefragt. Wie geht’s weiter?

Ich bin immer schon ungewöhnliche Wege gegangen. Stillstand langweilt mich. Ich brauche Herausforderungen.

Kennen Sie auch Sorgen?

Ja, ich kenne auch Existenzängste. In meinem Beruf ist das nicht ungewöhnlich, es gibt keinerlei Sicherheiten. Aber ich weiß, dass ich zu den Privilegierten meiner Branche gehöre. Ich mache keine lange Pause – im September drehe ich wieder.

Gibt es noch einen Traumjob?

Oh ja! Seit ich 14 war, wollte ich immer schon eines Tages "Das aktuelle Sportstudio" moderieren. Mal sehen …

Gala

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