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Michelle Williams Offene Worte über ihre Depression und Suizidgedanken

Michelle Williams
© Getty Images
Lange hat Michelle Williams alleine gelitten, kämpfte sogar mit Suizidgedanken. Heute spricht die "Destiny's Child"-Sängerin offen über ihre Depressionen und möchte damit auch anderen Betroffenen helfen. 

"Nicht alles ist perfekt", erklärt die Musikerin im Interview mit "CBSN". "Und das ist okay." In ihren Memoiren "Checking In: How Getting Real About Depression Saved My Life – and Can Save Yours" thematisiert Michelle Williams, 41, ihren Weg aus der Depression und enthüllt, dass sie sogar darüber nachgedacht hatte, sich das Leben zu nehmen.

Michelle Williams fühlte sich "wie eine Heuchlerin"

Dass sie heute so offen mit diesem Thema umgeht, hat einen guten Grund: Sie selbst habe sich wie eine Heuchlerin gefühlt, als sie 2018 in eine Klinik für Menschen mit Depressionen eincheckte. "Ich erinnere, dass ich mich geschämt und mich gedemütigt gefühlt habe. Ich fühlte mich wie eine Heuchlerin zu diesem Zeitpunkt", gesteht sie. Sie sei das Mädchen, das von Jesus singt, über Empowerment spricht und plötzlich habe sie selbst Hilfe gebraucht. 

Erst mit 30 Jahren wurden bei der Grammy-Gewinnerin Depressionen diagnostiziert. Bereits zu Zeiten als sie noch mit Beyoncé Knowles, 39, und Kelly Rowland, 40, in einer der mit "Destiny's Child" große Erfolge feierte, kämpfte die heute 41-Jährige mit ihrer mentalen Gesundheit. Ihr Umfeld, sogar ihre Bandkolleginnen ahnten davon nichts. Als Michelle Williams sich eines Tages Mathew Knowles, 69, dem damaligen Band-Manager und Beyoncés Vater, öffnete, reagierte der alles andere als verständnisvoll. "Er sagte: 'Ihr habt gerade einen Multimillionen-Dollar-Vertrag unterschrieben, ihr geht bald auf Tour, weswegen solltest du depressiv sein?", erinnert sie sich. 

Klinikaufenthalt rettete ihr das Leben

Nachdem Michelle rund sechs Jahre Teil der erfolgreichen Girl-Group war, trennten sich "Destiny's Child" 2006, damit die drei Frauen ihre Solo-Karrieren verfolgen konnten. Ein Schritt, der die Amerikanerin bis heute schmerzt. Nach einem Reunion-Auftritt im Jahr 2018 beim Coachella Festival fand Michelles Erkrankung ihren Peak. Sie kämpfte mit einer tiefen Depression sowie Selbstmordgedanken, als ihr bewusst wurde, dass sie Hilfe brauchte, und sich selbst in eine Klinik einwies. "Ich habe an dem Tag, als ich eincheckte, nichts mitgenommen. Ein Krankenschwester hatte so großes Mitleid mit mir, dass sie in den Supermarkt ging und mit Kleidung kaufte", berichtet Williams im Gespräch mit "Entertainment Tonight". 

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Heute weiß sie das Leben wieder zu schätzen und nimmt es "nicht mehr als selbstverständlich". Neben ihrem Glauben und der Therapie halfen ihr in dieser schweren Zeit auch ihre ehemaligen Band-Kolleginnen, die "ihr Zuhause und ihre Küchen geöffnet haben und mich gefüttert und geliebt haben", so Michelle Williams. "Wir haben eine sehr, sehr besondere Beziehung."

Mit ihrem Buch möchte sie nun anderen Betroffenen zeigen, dass sie "nicht allein sind" und ihnen das Schamgefühl nehmen, für das, was sie durchmachen.

Information zu Hilfsangeboten

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention".

Verwendete Quelle: cbsnews.com, etonline.com

spg Gala


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