Michelle Obama so ehrlich wie nie: "Ich hatte das Gefühl, versagt zu haben"

Michelle Obama gibt in ihrer Autobiografie viel Intimes preis. Warum sie das macht – da gehen die Meinungen auseinander 

Wir kennen sie als Powerfrau. In den acht Präsidentschaftsjahren ihres Mannes Barack Obama, 57, galt sie nicht nur als seine engste Beraterin und größte Stütze. Die selbst ernannte "Mom-in-Chief" Michelle Obama, 54, wurde an seiner Seite selbst zu einer Galionsfigur des neuen Amerika. Viele sehen in ihr die nächste demokratische Präsidentschaftskandidatin. 

Michelle Obama: Sie spricht über ihre Fehlgeburt 

Jetzt offenbart die ehemalige First Lady in ihrer Autobiografie "Becoming – Meine Geschichte" Erstaunliches: Sie war gar nicht immer nur stark. Und auch ihre scheinbare Bilderbuch-Ehe war schweren Belastungsproben ausgesetzt. "Wir wollten gern ein Kind, aber es klappte nicht", schreibt sie. "Als ein Schwangerschaftstest positiv zurückkam, waren alle Zweifel vergessen und wir glücklich." Doch ein paar Wochen später erlitt sie eine Fehlgeburt. "Verloren und allein" sei sie sich vorgekommen. "Ich hatte das Gefühl, versagt zu haben." Das Paar suchte neue Wege, um den Kinderwunsch umzusetzen: Die Töchter Malia und Sasha, heute 20 und 17, seien das Ergebnis von künstlicher Befruchtung, verrät Michelle Obama jetzt. Mit Mitte dreißig sei ihr klar geworden: "Wir müssen es so machen."

Michelle und Barack Obama mit ihren Töchtern Sasha (r.) und Malla (l.)

Die Ehefrau von Barack Obama zeigt sich so offen wie nie zuvor

Ein Prozess, durch den sie weitgehend allein ging. Ihr Mann kandidierte damals für den Senat von Illinois. Sie "blieb zurück, um mein Reproduktionssystem auf Hochleistung zu manipulieren". Auch über Liebeskrisen berichtet Michelle Obama. Besonders die frühen Jahre seinen problematisch gewesen: Barack war als junger, aufstrebender Politiker viel unterwegs. "Die Eheberatung war ein Weg für uns zu lernen, wie wir über unsere Differenzen reden können." Mit ihrer Offenheit, so Michelle Obama, wolle sie nun andere Paare ermutigen, ebenfalls an ihrer Beziehung zu arbeiten. Selbst Intimstes thematisiert sie: ihre erste Periode, den ersten Sex… Kritiker vermuten, sie habe dem Verlag wohl ordentlich Stoff liefern müssen. Immerhin kassieren beide Obamas für einen gemeinsamen Buch-Deal mit dem Crown-Verlag stattliche 65 Millionen Dollar. 

Michelle Obamas klare Botschaft

Michelle Obama selbst deutet ihre klaren Worte anders. Sie wolle ihre Bekanntheit nutzen, um Frauen eine Botschaft zu senden: Ihr seid mit euren Problemen nicht allein! Stehen wir einander bei! Ihre Popularität ist tatsächlich ungebrochen. Schon lange vor Erscheinen des Buchs war Michelle Obamas Lesereise durch die USA ausverkauft. Die Tickets für den einzigen europäischen Termin (in London) werden auf dem Schwarzmarkt für bis zu 70000 Euro gehandelt.

Fashion-Looks

Der Style von Michelle Obama

Meistens trägt Michelle Obama ihr Haare glatt, aber jetzt läuft sie mit krausem Haar durch New York und ist auf dem Weg zu einem Lunch-Date mit Sarah Jessica Parker. Die Fans lieben diesen Look ganz besonders. 
In der Vergangenheit wurde die ehemalige First Lady manchmal dafür kritisiert, dass sie nicht häufiger ihren natürlichen Afro trägt und gerade jungen Mädchen damit ein Vorbild ist. Wir denken: Egal, ob mit glattem oder krausem Haar, Michelle Obama ist ein fantastisches Vorbild und inspiriert mit ihrer Lebenshaltung Frauen auf der ganzen Welt, ihren eigenen Weg zu gehen. 
Funkelnde Fashionista: Zum weißen, angesagten Hosenanzug von Acne Studios trägt Michelle Obama spitze Glitzer-Pumps von Jimmy Choo, die perfekt zu ihren Broschen am Revers passen. 
Der besondere Hingucker an Michelle Obamas Look sind jedoch ihre Nägel. Diese sind nicht nur ziemlich lang, sondern auch schrill lackiert. Der Grünton hebt sich extrem von dem hellen Hosenanzug ab.

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