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Michelle Hunziker im Interview "Ich hatte wirklich Angst um Aurora"

Michelle Hunziker und Tochter Aurora Ramazzotti
Michelle Hunziker und Tochter Aurora Ramazzotti
© Action Press
Michelle Hunziker moderiert endlich wieder eine deutsche TV-Show. Wie schräg diese Show ist und wie es Tochter Aurora mit der Corona-Infizierung geht, erzählt uns die schweizerisch-italienische Moderatorin im GALA-Interview.

Wenn Michelle Hunziker, 43, eine Show moderiert, kann die nur zu einem Erfolg werden. Nicht nur in der Schweiz und in Italien ist die Tochter einer Niederländerin und eines Schweizers ein Star, auch die deutschen Zuschauer schätzen und lieben sie seit vielen Jahren. Nun moderiert Michelle trotz Corona endlich wieder in Deutschland eine Show - doch nicht irgendeine, sondern "die schrägste Gesangsshow Deutschlands", wie sich nennt.

In dem Sat.1-Format "Pretty in Plüsch" singen sechs Prominente (Mareile Höppner, Janine Kunze, Ingolf Lück, Massimo Sinató, Hardy Krüger Jr. und Jessica Paszka) live um die Gunst der Jury und der Zuschauer. Unterstützt werden die Promis von Puppen, hinter denen sich professionelle Sänger verstecken. Sie sorgen nicht nur für das richtige Coaching, sondern auch für mächtig schräge Unterhaltung.

Wie schräg genau, erzählt uns Michelle Hunziker im GALA-Interview. Außerdem verrät die Moderatorin, wie es Tochter Aurora mit der Corona-Erkrankung geht und wie ihre Weihnachtspläne für dieses Jahr aussehen.

Michelle Hunziker: "Wow, was für eine verrückte Show"

Frau Hunziker, das Konzept von "Pretty in Plüsch" ist ziemlich schräg. Was haben Sie als Erstes gedacht, als Sie für die Moderation angefragt wurden?

Michelle Hunziker: Der erste Gedanke war "Wow, was für eine verrückte Show". Deshalb wollte ich erstmal einen Trailer sehen, um einen Eindruck zu bekommen, denn ich konnte mir das bildlich nicht so ganz vorstellen. Ich muss dazu sagen, ich war früher ein großer Muppets-Fan. Als ich dann den ersten Trailer gesehen habe, war ich sofort hin und weg. Das Format hat wirklich alle Komponenten, die eine super unterhaltsame Show benötigt. Die Puppen geben einem das Gefühl, als wären sie echte Lebewesen. Die Menschen, die diese Puppen spielen, verkörpern diese Charaktere so, dass man wirklich eine Beziehung zu den Puppen aufbaut. Man vergisst zwischendurch sogar, dass es sich um Puppen handelt.

Sie werden auch singen. Was genau können die Zuschauer erwarten?

Es ist eine Entertainment-Show und ich bin eine Entertainerin. Ich bin der Ansicht, dass man in diesem Job von allem ein bisschen können sollte. Deswegen habe ich der Produktion angeboten, dass ich vielleicht beim Opening singen könnte. Aber es geht nicht darum, dass ich mich als gute Sängerin beweisen möchte. Der Fokus liegt auf den prominenten Kandidaten. Es ist einfach eine große Party und alle haben Spaß.

Hätten Sie sich auch als Teilnehmerin auf die Bühne gestellt oder fühlen Sie sich als Moderatorin wohler?

Ich würde definitiv auch teilnehmen. Es geht nicht um den großen Gesang, sondern um Unterhaltung. Es ist ein Spiel, kein ernster Wettbewerb - eine Show, bei der Spaß an oberster Stelle steht. Die ganze Welt hat gerade so enorme Probleme und deswegen sehe ich es als meine Mission an, den Zuschauern wenigstens für einen Abend ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. 

Sie haben es wegen Corona noch etwas schwerer als die anderen Promis, da Sie nicht in Deutschland wohnen. Machen Sie sich Sorgen wegen der Anreise?

Natürlich macht man sich Gedanken. Man muss immer aktuell auf Veränderungen reagieren. Es ist ein gewisses Risiko, das wir alle eingehen und das wir einkalkuliert haben. Die Logistik ist durch Corona wesentlich komplizierter geworden. Aber die Produktion hat für alle Fälle vorgesorgt.

"Ich hatte eine Weile wirklich Angst um Aurora"

Ihre Tochter Aurora hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie geht es ihr aktuell?

Ihr geht es mittlerweile wieder gut. Sie ist nun schon seit mehr als 25 Tagen in Quarantäne und zusammen mit ihrem Freund isoliert. Die ersten Tage waren aber für die ganze Familie schlimm. Ich hatte natürlich auch Kummer und war besorgt. Sie hatte starken Husten und ich hatte eine Weile wirklich Angst um sie. Aber wir hatten gute Ärzte, die sie richtig behandelt haben. Mittlerweile geht es ihr wieder sehr gut, sie hat gar keine Symptome mehr und ist nicht mehr ansteckend. Deswegen ist sie jetzt auch bei mir.

"Mir fehlen deutsche Weihnachtsmärkte"

Sie sind schon in Weihnachtsstimmung, haben Sie auf Instagram geschrieben. Kann man in diesem Jahr wegen Corona überhaupt in Weihnachtsstimmung kommen?

Auf jeden Fall! Ich finde, gerade in diesem Jahr lernen wir den echten Wert von Weihnachten kennen. Die aktuelle Zeit ist wie eine Art Krieg, ein moderner, anderer Krieg. Besonders in diesen schwierigen Zeiten, die die Menschen psychologisch und wirtschaftlich besonders belasten, ist Weihnachten wichtiger als jemals zuvor. Ich spreche aktuell sehr viel mit meinen Kindern über Weihnachten und den wirklichen Wert des Festes. Das wird in der heutigen Zeit oft vergessen, es geht dann nur noch um die Geschenke. Dabei vergessen die Leute, dass wir an Weihnachten die Geburt von Jesus feiern.

Wie sieht ein Weihnachtsfest normalerweise bei Ihnen aus? Spielen auch deutsche Bräuche eine Rolle?

Eine deutsche Tradition, die ich gern übernommen habe, ist das Backen in der Weihnachtszeit. Außerdem liebe ich Weihnachtsmärkte. In der Kälte zu bummeln, die Musik auf den Straßen, die schönen Gerüche – das fehlt mir alles sehr. Das Essen wird in diesem Jahr aber ganz traditionell italienisch sein. Wir machen das jedes Jahr ein bisschen anders. Sicher ist aber, dass es keinen Fisch geben wird. Meine Mutter, Aurora und mein Mann Tomaso mögen keinen Fisch. Ich bin leider die einzige in der Familie, die Fisch liebt. Deswegen wird es ein Fleischgericht geben.

"Pretty in Plüsch" startet am kommenden Freitag (27. November) um 20:15 Uhr auf Sat.1.

Verwendete Quellen:eigenes Interview

Gala


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