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Michelle Hunziker Mutter Ineke macht emotionales Geständnis in TV-Show

Ineke Hunziker und Michelle Hunziker
Ineke Hunziker und Michelle Hunziker
© Venturelli / Getty Images
Fünf Jahre lang wurde das Leben von Michelle Hunziker von einer Sekte bestimmt. Von ihrer Mutter entfremdete sie sich. Wie schlimm das für Ineke Hunziker war, erzählt sie in der TV-Show ihrer Tochter.

"[Michelle] rief mich morgens an und sagte: 'Mama, ich muss einen anderen Lebensweg einschlagen, es ist kein Platz mehr für dich da. Ich muss alleine weitergehen, bitte ruf mich nicht mehr an und such nicht mehr nach mir", erinnert sich Ineke Hunziker, die Mutter von Michelle Hunziker, 45, bei "Michelle Impossible". Es sind Worte, die unter die Haut gehen, über eine Zeit, die das Mutter-Tochter-Duo beinahe für immer die Beziehung zueinander gekostet hätte.

Michelle Hunziker: Mutter Ineke berichtet in TV-Show über schreckliche Sekten-Zeit

Eigentlich ist Michelle Hunzikers neue TV-Show, mit der sich die Moderatorin einen Traum erfüllte, amüsant. Fans durften bereits ein süßes Bühnencomeback mit ihrem Ex Eros Ramazzotti, 58, erleben, und Tochter Aurora Ramazzotti, 25, rutschte sogar ein Brust-OP-Geheimnis über ihre Mutter raus. In der zweiten Ausgabe vom 23. Februar 2022 kam es dann aber zu einem emotionalen Höhepunkt, der einen Einblick in Michelles vermutlich dunkelste Zeit gab – und sie selbst zu Tränen rührte.

Mutter Ineke war zu Gast und erinnert sich an die Jahre 2002 bis 2006, als sich ihre Tochter Michelle in den Fängen der Sekte "Krieger des Lichts" befand. Die schweizerisch-italienische Fernsehmoderatorin, die zu dem Zeitpunkt Anfang 20 war, ließ sich ihr Leben mehr und mehr von Sektenführerin "Clelia", deren bürgerlicher Name Giulia Berghella lautet, diktieren. Sie zwang Michelle unter anderem, vegan zu leben und keinen Sex mehr zu haben, schilderte die heute 45-Jährige in ihrer 2018 erschienenen Autobiografie "Ein scheinbar perfektes Leben". Ihre Ehe zu Eros Ramazotti wurde zerstört, sie verlor eine Menge Geld, ihre Karriere war in Gefahr.

"Ich nahm Beruhigungsmittel und musste mir einen Herzschrittmacher einsetzen lassen"

Doch wie war es für Ineke Hunziker, die dabei zusehen musste, wie sie ihre Tochter an eine Sekte verlor? Nachdem die einstige "Wetten, dass..?!"-Moderatorin den Kontakt zu ihrer Mutter abbrach, habe Ineke weiterhin versucht, ihr SMS zu schreiben. "Aber ich konnte nichts tun", erklärt sie nach Angaben der italienischen Tageszeitung "Il Mattino" bei "Michelle Impossible". Der Grund: Das Handy ihrer Tochter wurde beschlagnahmt. "Ich war erst verzweifelt, dann wütend", erinnert sich Michelles Mutter und führt fort: "Ich wollte dieser Frau, die sie mir weggenommen hatte, ins Gesicht schlagen, aber Eros Ramazzotti hielt mich davon ab. Er sagte mir: 'Ich will nicht ins Gefängnis kommen, um dir Orangen zu bringen und dir ein Lied auf der Gitarre vorzusingen'".

Anfangs konnte Ineke nicht akzeptieren, keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter zu haben: Zu Beginn "ging es mir sehr schlecht, ich konnte nicht schlafen, ich nahm Beruhigungsmittel. Ich musste mir einen Herzschrittmacher einsetzen lassen. Ich war ein Jahr lang zu Hause, konnte nicht Auto fahren und nicht arbeiten. Es war schwer." Michelle wollte ihr sogar den Kontakt zu Enkeltochter Aurora verbieten.

Michelle kommen bei den Worten ihrer Mutter die Tränen

Hunziker habe fünf Jahre gebraucht, um zu realisieren, dass Sektenanführerin "Clelia" sie immer weiter in die Isolation führte. Doch sie schaffte es, der Sekte zu entkommen. Über die Rückkehr ihrer Tochter sagt Ineke bei "Michelle Impossible": "Am Morgen bekam ich einen Anruf: 'Mama, kann ich zum Frühstück zu dir kommen?' Es war wunderschön. Sie kam an und mein Herz blieb stehen. Wir haben uns gegenseitig versprochen, nie mehr [über die Sekte] zu sprechen."

Die Worte ihrer Mutter gehen an Michelle Hunziker nicht spurlos vorbei – ganz im Gegenteil. Während der Show kommen dem TV-Star die Tränen. "Es war sehr schwer für mich, ihr zuzuhören, denn niemand will sich den Schmerz seiner Mutter anhören", erklärt Michelle und gibt hoffnungsvoll zu verstehen: "Aber wir haben es geschafft und lieben uns sehr."

Verwendete Quellen: instagram.com, ilmattino.it

jse Gala


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